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Heizung selbst optimieren

Moderne Heizungsanlagen werden witterungsgeführt gesteuert. Das heißt, die Temperatur der Heizungsanlage wird durch die Regelung entsprechend der Außentemperatur automatisch angepasst. Je kälter es draußen ist, desto wärmer müssen die Heizkörper werden. Eine Systemtemperatur 70/55 bedeutet z.B., dass bei einer Außentemperatur von -12°C das Heizungswasser mit 70°C auf die Reise zum Heizkörper geschickt wird und mit 55°C zum Wärmeerzeuger zurückkommen sollte, erläutert Angelika Baumgardt, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale. An warmen Übergangstagen im Frühjahr oder Herbst brauchen die Heizkörper aber z.B. nur 30°C warm zu werden. Auf welche Temperatur das Heizmedium bei der entsprechenden Außentemperatur erwärmt wird, bestimmt die so genannte Heizkennlinie. Diese kann in der Regelung unterschiedlich eingestellt werden. Sie sollte zum Haus passen. Wird ein Gebäude energetisch saniert und hat danach einen niedrigeren Wärmebedarf, dann kann die Heizkennlinie in der Regel gesenkt und damit weitere Energie gespart werden. Ist das Temperaturniveau im Heizsystem höher als erforderlich, führt das zu höheren Wärmeverlusten über das Wärmeverteilsystem. Außerdem kommt mit niedrigen Systemtemperaturen der Brennwerteffekt bei Brennwertkesseln besser zur Geltung. Für Hausbesitzer kann es sich daher durchaus lohnen, sich etwas näher mit der eingestellten Heizkennlinie zu befassen, sagen die Energieberater der Verbraucherzentrale. Mit etwas Sachverstand gelingt es dem Laien, die Heizkennlinie gemeinsam mit dem Heizungsinstallateur seines Vertrauens selbst an das sanierte Haus anzupassen. Denn als Eigentümer kann man bei der Absenkung der Kennlinie höhere Risiken eingehen als der Installateur. Dieser muss natürlich auf der sicheren Seite bleiben, wenn es um die Frage geht, ob das Haus an sehr kalten Tagen warm genug wird. Eine darüber hinaus gehende Heizungsoptimierung und ein hydraulischer Abgleich der Anlage ist empfehlenswert und wird vom Umweltministerium des Saarlandes im Rahmen des Programms Klima Plus Saar gefördert.

Nähere Informationen zum Thema Optimierung der Heizung sowie zu allen anderen Fragen rund um Energiesparen und Wärmedämmung geben die Energieberater von der Verbraucherzentrale in einer der 14 Energieberatungsstützpunkte im Saarland. Die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Für eine persönliche Beratung in einer Energieberatungsstelle ist eine Anmeldung erforderlich.
Energieberatungen in St, Ingbert finden jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12 im Raum 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017