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IG BAU fordert: Endlich mal Reform-Ruhe, für SaarForst

Vertreter der Forstgewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) kamen am   12.03.2013 mit Ministerin Anke Rehlinger im Umweltministerium zusammen.

Insbesondere ging es wieder einmal um die Zukunft des SaarForst-Landesbetriebs. „Nach der Reform ist vor der Reform, muss endlich mal ein Ende haben!“, forderten die Gewerkschafter.
Die offensichtliche Abkehr vom parteiübergreifenden Konsens gegenüber dem „ SaarForst-Betriebs-ziel“ sowie die Sicherung der forstlichen Aufgaben mit eigenem Personal – und damit die Forderung „Menschen, für Wälder“ – waren daher die Diskussionsschwerpunkte, in der rund zweistündigen Besprechung.
Angesichts des fortschreitenden Abbaus von Forstpersonal, hatte man sich zuletzt mit dem Grünen Ministerium der „Jamaika-Koalition“, immerhin über 18 Monate, intensiv mit dem Thema Forst-Reform beschäftigt. Das zu Papier gebrachte „Betriebsziel“ traf damals auf die große  Zustimmung aller im saarländischen Landtag vertretenen Parteien. Die IG BAU brachte ihre Vorstellung insofern mitgestaltend ein, als man das Ergebnis zum Reformprozess mit dem Vertrauen auf Verlässlichkeit verbunden hatte.
Nach den vielen zurückliegenden, forstlichen Umbrüchen, sollte der Betrieb „endlich mal zur Ruhe kommen“, so die ersten Statements nach dem Regierungswechsel. Gerade sind diese Worte verklungen, steht der SaarForst Landesbetrieb wieder vor der Problematik, dass zukünftig jede dritte Stelle nicht mehr besetzt werden darf. Die im Koalitionspapier genannten Ziele, wie Verschlankung, Optimierung und Aufgabenkritik, seien zweifellos längst abgearbeitet worden, unterstrichen die
IG BAU-Vertreter. Zudem stehe der SaarForst-Landesbetrieb personell mit dem Rücken an der Wand. Rund ein Drittel der Forstwirte ist gesundheitsbedingt nicht mehr voll einsatzfähig.  „Weitere Personaleinsparungen bedeuten deshalb: Noch mehr Teil-Privatisierung –  mit all den bekannten Problemen bei Arbeitsqualität, Arbeitssicherheit und sozialer Gerechtigkeit und eine Gefahr für die vielseitigen Aufgaben des Landesforst-Betriebes. Das kann nicht im Sinne der Saarländer sein“, unterstrichen die IG BAU-Vertreter.

In diesem Gespräch betonte Frau Ministerin Rehlinger erneut, dass angesichts des vorgegebenen Sparbeitrags von 65 Mio. € ihr Spielraum denkbar gering sei.
Seitens der IG BAU wurde durchaus anerkannt und begrüßt, dass in diesem Jahr wieder neun junge Menschen die Ausbildung im Beruf Forstwirt beginnen sollen. Allerdings gehe es jetzt auch darum der Altersstruktur im Bereich der Waldarbeiter gerecht zu werden. Das bedeute: „Unbefristete Übernahme von Auszubildenden des Prüfungsjahrganges-2013!“.  Bei einem Durchschnittsalter von 50 Jahren, bestünde natürlich auch bei den Forst-Beamten längst Handlungsbedarf. Die in 2012 erfolgte Übernahme von zwei Beschäftigten in das Beamtenverhältnis auf Probe sei zweifellos erfreulich, aber noch keine nachhaltige Personalpolitik. „Eine nachhaltige Personalpolitik in allen
Beschäftigtengruppen ist dringend angesagt, wenn im Koalitionspapier vom Personalentwicklungs-konzept und Nachwuchsgewinnung die Rede ist!“, forderten die Forst-Gewerkschaftler. Von daher sei es längst an der Zeit forstpolitisch und fraktionsübergreifend darüber zu entscheiden, wie eine  personelle Mindestausstattung  des SaarForst-Landesbetriebes aussehen  soll. Nur so können die seit Jahren geführten Diskussionen um Personalabbau und Reformen in ein für die Beschäftigten, den Betrieb und die Gesellschaft notwendiges, „ruhigeres Fahrwasser“ geleitet werden.

Die Gewerkschafter betonten, dass auch Kollegen, die auf Grund langjähriger Beschäftigung mit schweren Arbeiten, jetzt leistungsgemindert sind, unsere Wertschätzung verdienen. Diese Kollegen können auf der Basis ihrer beruflichen Erfahrung auch mit weniger belastenden Arbeiten einen nach wie vor wichtigen Beitrag zum betrieblichen Erfolg erbringen. Instrumente des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) sind offensiv und zielführend zu nutzen.
Trotz intensiver, teilweise harter sachlicher Diskussion, hatten die Gewerkschafter den Eindruck, dass Frau Ministerin Rehlinger für die Forderungen der IG-BAU Verständnis zeigte. Die nächsten Wochen der Diskussionen in verschiedenen Arbeitsgruppen werden zeigen, inwieweit den gewerkschaftlichen Forderungen nachgekommen werden wird.

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