Nachrichten

Dienstag, 22. August 2017 · sonnig  sonnig bei 15 ℃ · Pflegemedaille 2017 – Jetzt bewerbenPhilosophie im Kino: The Girl KingDorffest mit Kirmes

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

IGBau: Spendenaufruf an Fußballfans im Saarpfalz-Kreis

Für Fairness auch abseits des Rasens: Die IG BAU ruft Fußballfans im Saarpfalz-Kreis auf, mit einer Spende die Familien der in Katar verunglückten Arbeiter zu unterstützen.

„Während gerade in Frankreich gekickt wird, leiden auf den WM-Baustellen in Katar Menschen unter extremen Arbeitsbedingungen. Nach Schätzungen stirbt dort etwa ein Arbeiter pro Tag“, sagt Heiner Weber von der IG BAU Saar-Trier. Im Ernstfall stünden die Hinterbliebenen meist ohne irgendeine Unterstützung da. Hier sei jeder gespendete Euro eine Hilfe, so Weber.

Nach Angaben der internationalen Bau- und Holzarbeiter-Gewerkschaft (BHI), der die IG BAU angehört, sind in dem Wüstenstaat bereits etwa 1.200 Menschen auf Baustellen verletzt worden oder tödlich verunglückt. „Die Arbeiter kommen aus Ländern wie Bangladesch, Indien oder Äthiopien. Sie müssen unter enormer Hitze und oft ganz ohne Arbeitsschutz schuften. Das ist wie Sklaverei. Und wenn dann etwas passiert, können ihre Familien weder auf ihr Heimatland noch auf die katarische Regierung hoffen“, erklärt Heiner Weber.

Der Bezirkschef der IG BAU sichert den Spendern aus dem Saarpfalz-Kreis zu, „dass das Geld auch bei den Betroffenen ankommt“. Die Spende lasse sich per Quittung zudem beim Finanzamt von der Steuer absetzen. Das Spendenkonto und alle weiteren Infos gibt es bei der internationalen Bau- und Holzarbeiter-Gewerkschaft im Netz unter: www.bwint.org.

Titelbild:
Eine Spende für den Fußball – nicht für die FIFA-Kasse, sondern für die Familien der in Katar gestorbenen Bauarbeiter. Dazu ruft die IG BAU auf. Beim Bau der Stadien für die WM 2022 kommt nach Schätzungen etwa ein Arbeiter pro Tag ums Leben.

 

PM: A. Kasten

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017