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Individuelle Weihnachtsdeko in der City

Die Vorstellungen von einer gelungenen Weihnachtsdekoration gehen auseinander. Die Meinungen, den optischen Eindruck der geschmückten Fußgängerzone betreffend, zeigen aber eine Tendenz. Mehr Lichter und ein stimmiges Gesamtkonzept werden von Einkaufspassanten gewünscht.
In der Weihnachtszeit scheiden sich die Geister an der Dekoration. Was auf den einen bescheiden wirkt, ist dem Zweiten schon zu viel. Das ist zu Hause nicht anders als in der Stadt. Wir wollten gestern in der Fußgängerzone von den Passanten wissen, welchen Eindruck St. Ingbert in der Vorweihnachtszeit vermittelt. Zum Einkaufen sind Ruth und Siegfried Bauer aus dem Mandelbachtal gekommen. „Uns sind direkt die geschmückten Bäumchen aufgefallen, das macht einen guten Eindruck“, ist sich das Ehepaar einig.
Etwas anders sieht das die Schülerin Judy Reinisch, auf die die Deko in der Fußgängerzone etwas langweilig wirkt. Ihre Mutter Nadine findet die individuelle Weihnachtsdekoration gut und lobt die Aktionen einiger Geschäfte, die zum Nikolaus eine Stiefel-Aktion angeboten haben. Ihr Sohn Leon, acht Monate alt, liebt einfach nur die Lichter, wie seine Mama erzählt. Johanna Helmich (11) hat ihre ganz eigene Philosophie, was die Vorstellung von einer schönen Dekoration betrifft: „Den weißen Baum an dem Schmuckgeschäft finde ich toll.“ Der ist individuell und mit der Verpackung der Uhren geschmückt, die derzeit angesagt sind. Den großen Baum vor der Alten Kirche hingegen würde sie sich bunter wünschen. Aber gerade den Baumschmuck Ton in Ton mit Weiß und Silber finden Natalie Wolf und Sarah Schwarz, die bei C & A arbeiten, toll. „Überhaupt hat sich St. Ingbert gemausert“, so Filialleiterin Wolf. Schade findet es ihre Kollegin, dass so wenig Werbung für den Weihnachtsmarkt gemacht wurde: „Mich haben schon viele Bekannte gefragt, wann der Markt in St. Ingbert denn ist. Da hätte man sich mehr Mühe mit der Außendarstellung geben können. Vielleicht wäre es auch besser, den Markt eine Woche früher zu legen, das würde mehr Leute herziehen.“
Für Nina Raber aus Lebach, die gerade auf der Suche nach der Deko für zu Hause ist, könnten es mehr Lichter sein, die gerade in regnerischen Zeiten mehr Lust aufs Einkaufen machten. Birgit Sattler, Inhaberin des Geschäfts „Belle Maison“ bemängelt, dass die meisten Geschäfte, die nicht in Privathand sind, nicht schmücken. „Die Privaten bemühen sich, stellen Laternen auf. Die Deko hier auf der Straße ist sehr bescheiden. Die Tannenbäume wurden nur lieblos hingestellt und sehen mickrig aus. Nur mit Lichtern an den Bäumen wäre es schöner.“ Das findet auch Helmut Kraus aus Illingen, der die Eigeninitiative, die man einfordert, positiv bewertet, „aber das bringt kein harmonisches Gesamtbild. Eine Mischung zwischen dem, was man erwartet, und dem, was zu viel ist, ist schwierig. Die Gewerbetreibenden sollten sich um ein einheitliches, die Stadt prägendes Bild bemühen. Da gebe ich dem Gesamtkonzept Vorrang vor Individualität.“ Die Stimmung hängt auch vom Wetter ab, aber daran kann man im Gegensatz zur Außenwirkung nicht arbeiten.

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