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Initiative Inklusion

Sozialministerium, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland und Landkreistag unterzeichnen Kooperationsvereinbarungen zur „Initiative Inklusion“
Andreas Storm, Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Jürgen Haßdenteufel, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit und Udo Recktenwald, Vorsitzender des Saarländischen Landkreistages, haben am Donnerstag, 02. August 2012, im Sozialministerium in Saarbrücken zwei weitere Kooperationsvereinbarungen zur Umsetzung der „Initiative Inklusion“ unterzeichnet.
Die nun unterzeichneten Vereinbarungen sehen im Handlungsfeld 2 die Schaffung „Neue Ausbildungsplätze“ und im Handlungsfeld 3 die Errichtung „neuer Arbeitsplätze für ältere schwerbehinderte Menschen“ vor. Bereits im Dezember 2011 war mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zum Handlungsfeld 1 im Saarland als eines der ersten Bundesländer überhaupt der Startschuss für das Bundesprogramm gefallen ist.
„Unser Ziel muss es sein, möglichst vielen Menschen mit Behinderungen eine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu geben. In gemeinsamer Verantwortung für die inklusive gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen sollen damit die Voraussetzungen für die nachhaltige Verbesserung der Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen im Saarland geschaffen werden“, erklärt Sozialminister Andreas Storm.
„Die gesamte Gesellschaft profitiert davon, wenn Menschen mit Behinderungen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplätze vermittelt bekommen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten am Arbeitsleben teilnehmen“, ergänzt der Vorsitzende des Landkreistages Saarland, Landrat Udo Recktenwald: „Die saarländischen Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken nehmen daher im Rahmen ihrer SGB II Kompetenzen (Hartz IV) die nunmehr geschaffenen Möglichkeiten zur Integration von Menschen mit Handikap dankbar auf und sehen darin einen Beitrag zur Umsetzung ihrer sozialen Verantwortung.“
Im Rahmen des Handlungsfeldes 2 sollen im Saarland mindestens 16 neue Ausbildungsplätze für junge Menschen mit Schwerbehinderung in Betrieben und Dienststellen des allgemeinen Arbeitsmarktes geschaffen werden. Mit der Förderung soll erreicht werden, dass die Zahl der jungen Menschen mit Schwerbehinderung in den Ausbildungsstellen der Betriebe und Dienststellen des allgemeinen Arbeitsmarktes steigt und die Auszubildenden nach Beendigung der Ausbildung in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis übernommen werden. Entsprechend dazu wurden Fördertatbestände geschaffen nach denen Arbeitgeber, die einen neuen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen, pro Ausbildungsjahr eine Prämie in Höhe von 1.800 € erhalten, die bei einer späteren Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis um weitere 4.000 € aufgestockt wird.
Im Handlungsfeld 3 „neue Arbeitsplätze für ältere schwerbehinderte Menschen“ sollen nach der festgelegten Quote im Saarland im Rahmen der Programmlaufzeit Mittel für die Schaffung von mindestens 51 neuen Arbeitsplätzen für schwerbehinderte arbeitslose oder arbeitsuchende Menschen, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, bereitgestellt werden. Dabei sollen arbeitslose, schwerbehinderte Frauen und schwerbehinderte Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen der Grundsicherung besonders berücksichtigt werden. Durch den Einsatz zusätzlicher Fördermöglichkeiten sollen mehr Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dafür gewonnen werden, ältere schwerbehinderte Menschen einzustellen. Die neuen Förderbestimmungen sehen vor, dass:
– zu Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses 2000 Euro und
– zu Beginn des 2. Jahres 3000 € und zu Beginn des 3. Beschäftigungsjahres 5000 € als Prämie gezahlt werden.
Bei der Begründung eines befristeten Arbeitsverhältnisses (Mindestdauer 12 Monate) wird zunächst eine Inklusionsprämie in Höhe von 2.000 € zu Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses gezahlt. Darüber hinaus bestehen Prämienoptionen bei Verlängerung des Arbeitsverhältnisses um ein weiteres Jahr (1. Jahr der Verlängerung 1.500 €/ 2. Jahr der Verlängerung 2.500
Auch die Agentur für Arbeit kommt ihrer Verpflichtung als Kooperationspartner in dem Projekt nach. „Die frühzeitige Inklusion durch Schaffung von neuen betrieblichen Ausbildungsplätzen ist der richtige Weg. Die verstärkte Einbindung von älteren schwerbehinderten Menschen ist ein wichtiger Aspekt, um Arbeitslosigkeit vorzubeugen und Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden“, so Jürgen Haßdenteufel. „Die Integration in den Arbeitsmarkt bildet die Basis für eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung. Diese Chance auf Teilhabe in der Gesellschaft und explizit am Arbeitsleben muss auch Menschen mit Behinderungen zuteilwerden.“

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