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Ist eine Pelletheizung wirklich ökologisch?

Das Heizen mit Holzpellets erfreut sich wachsender Beliebtheit. Sie sind deutlich billiger als Öl oder Gas,  und sie belasten die Umwelt nicht mit klimaschädlichem Kohlendioxid. Denn beim Verbrennen von Holz wird nur so viel Kohlendioxid frei, wie der Baum bei der Bildung des Holzes aus der Atmosphäre aufgenommen hat, erläutern die Energieberater der Verbraucherzentrale.

 

Gegenwärtig werden die meisten Pellets von deutschen Firmen hergestellt, und zwar aus Sägespänen. Dies sind weitere ökologische und volkswirtschaftliche Vorteile: kurze Transportwege, Kreislaufwirtschaft, regionale Wertschöpfung und heimische Arbeitsplätze.

Manche Ratsuchende fragen sich allerdings, ob diese Vorteile auch in Zukunft bei einer weiter wachsenden Nachfrage nach Pellets bestehen bleiben. Wenn Sägespäne nicht mehr ausreichen, um genügend Pellets zu produzieren, wird man im ersten Schritt Durchforstungsholz und Holz aus sogenannten „Kurzumtriebsplantagen“ (KUP) benutzen, die entlang von Verkehrswegen angelegt werden sollen. Dies beeinträchtigt die positive Ökobilanz von Pellets nur geringfügig. Selbst beim Einsatz importierter Pellets aus Kanada wäre deren Verwendung immer noch ökologischer als bei Öl, das unter extremen Umweltbelastungen aus kanadischem Ölschiefer gewonnen wird.

Trotz dieser positiven ökologischen Bewertung von Pellets macht es Sinn, über Alternativen nachzudenken, einerseits wegen der hohen Anschaffungskosten für eine Pelletheizung, andererseits wegen begrenzter Holz-Ressourcen. Hier können die Energieberater der Verbraucherzentrale unabhängigen, fachkundigen Rat geben: Zum Beispiel, wenn sich Verbraucher für einen Holzpelletofen im Wohnraum entscheiden, der wesentlich preisgünstiger ist als eine Zentralheizung. Wird ein solcher Ofen mit Wassertaschen ausgerüstet, kann er an den Heizkreis angeschlossen werden und das ganze Haus beheizen. In der persönlichen Energieberatung bekommen Ratsuchende auch individuelle Tipps, wie sie den Heizenergieverbrauch ihres Hauses senken können.

In St. Ingbert finden die Energieberatungen jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 – 15.

PM: Verbraucherzentrale

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