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Jörg Isermeyer an der Gemeinschaftsschule Gersheim

“Wenn es in diesem Buch nur um mich ginge, würde ich euch raten: Lest es bloß nicht! Legt es weg, in die hinterste Ecke eures Zimmers, verscherbelt es auf dem Flohmarkt oder schenkt es irgendeinem aus eurer Klasse, den ihr nicht leiden könnt.

…Aber zum Glück bin ich nicht so wichtig, jedenfalls nicht für diese Geschichte. Viel wichtiger ist Jule, und die ist alles andere als normal.

Jule ist …Jule ist eben Jule.”

Wer hätte nach so einem Anfang nicht Lust, dieses Buch weiterzulesen??? Wenn dazu auch noch der leibhaftige Autor zu Besuch an der Schule war …. Er war dieser Tage Gast in Jahrgang 7 und in Jahrgang 8 und las seinem Publikum vor von Lukas, der ein behütetes Leben führt, zum Ausgleich in die “Star Wars”-Welt eintaucht und sich gerne mal mit Yoda und Genossen unterhält, und von Jule, deren Leben alles andere als rosig ist, die sich auf den Straßen Berlins herumtreibt und ihre Abenteuer im “Straßenkino” sucht. Irgendwann werden die Detektivspiele der beiden bitterer Ernst, als sie Fahrraddieben auf die Spur kommen und sich die Gewissensfrage stellt, ob man seinen Bruder verpfeift … oder Unrecht duldet. An der Stelle war Schluss mit Vorlesen. Wer mehr wissen will – und das sind alle im Saal – muss zur Schulbücherei oder in eine Buchhandlung pilgern. Das werden wohl nicht wenige der jugendlichen Zuhörer tun.

Jörg Isermeyer

Interessant auch, als Jörg Isermeyer aus seiner Biografie plauderte: Sein beruflicher Weg nahm einige scharfe Wendungen. Er war als Straßenmusiker unterwegs, dann Student der Psychologie, Soziologie und Pädagogik, hatte anschließend einen Lehrauftrag an der Uni, wurde Regisseur, Schauspieler, Musiker und Komponist. Heute lebt er als freischaffender Künstler und arbeitet als Autor und Theaterpädagoge. Mit seinen Erfahrungen in Sachen Berufsorientierung konnte er gerade bei den Achtklässlern punkten, die soeben zwei berufspraktische absolviert haben. Mutig sein, Dinge ausprobieren und aufmerksam beobachten, was den eigenen Interessen und Fähigkeiten am besten entspricht – so sein Tipp für die Jugendlichen.

Ach so, ja, das besagte Buch trägt den Titel “Alles andere als normal” … und das verspricht ja so einiges.

 

PM: Gabriele Dippel, Gesamtschule Gersheim

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