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Jugendberufsagentur im Saarpfalz-Kreis

Im parlamentarischen Trakt der Kreisverwaltung hat am 14. November eine interne Informationsveranstaltung zu den Angeboten für Jugendliche im Saarpfalz-Kreis stattgefunden.

Hintergrund ist die Verzahnung der unterschiedlichen Leistungen des Jobcenters, des Jugendamtes und der Agentur für Arbeit für junge Menschen unter 25 Jahren. Hierzu unterschrieben Landrat Dr. Theophil Gallo und Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, bereits im Januar dieses Jahres die Kooperationsvereinbarung „Jugend und Beruf“, die fortan Jugendberufsagentur (JBA) bezeichnet wird. Ein abgestimmtes und reibungsloses Zusammenspiel aller Akteure vor Ort ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die soziale und berufliche Integration von jungen Menschen. Das gemeinsame Handeln wird insofern erleichtert, da sich alle drei Einrichtungen unter einem Dach im neuen Gebäude der Talstraße 57 in Homburg befinden. Hinzu kommt ein eigens entwickeltes Logo, das wie eine Marke zukünftig für die Zusammenarbeit der drei Einrichtungen im Saarpfalz-Kreis stehen soll.

Landrat Dr. Gallo stellte im Rahmen seiner Begrüßung das neue Logo vor: „Diese Wortmarke entspricht dem heutigen Zeitgeist der Jugend. Damit schaffen wir auch in der Außendarstellung eine gelungene Verbindung der drei Kooperationspartner. Ich bin sehr dankbar, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auch heute hierhergekommen sind, motiviert an einem Strang ziehen, und ich wünsche uns allen im Interesse der jungen Menschen, dass die Jugendberufsagentur sich weiterentwickelt und allen Hilfesuchenden auf dem Arbeitsmarkt einen guten Dienst erweisen kann.“

Jürgen Haßdenteufel machte nochmals deutlich, dass es sich bei der JBA nicht um eine neue Behörde handele und keine neuen komplexen Verwaltungsstrukturen entstünden: „In der JBA bringen die Agentur für Arbeit Saarland, das Jobcenter Saarpfalz-Kreis und die Jugendhilfe ihre jeweils rechtlich verankerten Leistungen und Beratungskompetenzen nach Bedarf des Jugendlichen gezielt und gebündelt auf kurzem Wege ein. Die drei beteiligten Institutionen kooperieren bei der Lösung tagtäglicher Probleme junger Menschen ganz pragmatisch. Wir sind überzeugt, dass eine partnerschaftliche und abgestimmte Vorgehensweise die beste Möglichkeit ist, die häufig sehr vielschichtigen Problemlagen junger Menschen zu lösen. Wir sind sehr froh, mit dem Saarpfalz-Kreis hierbei einen aufgeschlossenen Partner gefunden zu haben.“

Bei der gemeinsamen Veranstaltung nutzten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit der Integration von Jugendlichen betraut sind, die Möglichkeit, ihre jeweiligen Angebote in einer Ausstellung zu präsentieren und sich gegenseitig kennenzulernen.

So ist die Bundesagentur für Arbeit im Bereich der Berufsberatung, Berufs- und Studienorientierung sowie Ausbildungsstellenvermittlung engagiert. Im Jobcenter werden junge Sozialleistungsempfänger bei ihrer Suche nach einer Ausbildungsstelle unterstützt. Die Leistungen umfassen aber auch die Begleitung während der Ausbildung und in der Arbeit, wenn dies erforderlich ist. Im Bereich des Jugendamtes und der Jugendhilfe des Saarpfalz-Kreises sind beispielsweise die Schoolworker und Schulsozialarbeiter angesiedelt wie auch die Koordinierungsstelle „Jugend und Arbeit“. Weitergehende Informationen stellten u. a. die Leitstelle für Lebenslanges Lernen im Saarpfalzkreis, die Kindertagespflege, das Projekt KiBiSS (Kinder – Bildung – Sprache – Sozialisation) und die Sozialpädagogische Begleitung der Berufsbildungszentren bereit.

„Die Kooperationsvereinbarung verdeutlicht den besonderen Stellenwert der Jugendarbeit im Saarpfalz-Kreis. Das Ziel ist klar: Keiner darf verloren gehen. Besonders wichtig aus Sicht des Jobcenters ist, dass unter dem Dach der Jugendberufsagentur zukünftig die bestehenden Angebote gemeinsam weiterentwickelt werden und dort, wo bisher Unterstützungsmöglichkeiten fehlen, gemeinsam neue Angebote entwickelt werden“, sagte Dietmar Schönberger, Leiter des Jobcenters.

Klaus Ruffing, Geschäftsbereichsleiter Kinder, Jugend, Familie und Gesundheit beim Saarpfalz-Kreis, wies darauf hin , dass der Saarpfalz-Kreis bereits in der Vergangenheit viel zur Jugendberufsorientierung im Rahmen der Jugendhilfe beigetragen habe. Zu Spitzenzeiten seien über 65 junge Menschen jährlich in eine Berufsvorbereitung und eine überbetriebliche Ausbildung vermittelt worden und konnten unabhängig von Transferleistungen wie Hartz IV oder Grundsicherung leben. Durch diese Maßnahmen sei ein guter Start als eigenverantwortliche Person in das spätere Berufsleben gelungen. „Aufgrund geänderter Förderstrukturen ist es nunmehr wichtig, die Kräfte zwischen Jobcenter, Bundesagentur für Arbeit und Jugendhilfe neu zu bündeln, damit jungen Menschen weiterhin die Chance gegeben wird, sich als positiv verstandenes Mitglied in der Gesellschaft und der Arbeitswelt zu etablieren. Viele Menschen definieren sich über ihre Arbeit und Arbeitsplatz. Arbeitslos zu sein oder keine Berufsausbildung zu haben, wird immer noch von vielen als großer Makel empfunden“, so Klaus Ruffing.

 

Pressestelle SPK

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