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Kandidatenlisten stehen – Familien-Partei bereit zum Wahlantritt

Die Familien-Partei hat in vier Wahlversammlungen ihre Kandidaten zur Landtagswahl aufgestellt. Als Spitzenkandidaten der Landesliste nominierte sie ihren Landesvorsitzenden Roland Körner. Der 39-jährige Betriebswirt und Familienvater sieht angesichts des steigenden „Armutsrisiko Familie“ dringenden politischen Handlungsbedarf. „Wer sich heutzutage rational und ökonomisch verhalten will, muss sich in letzter Konsequenz gegen das Lebensmodell „Familie mit Kindern“ entscheiden. Dies ist für eine Gesellschaft ein ungesunder Zustand“. Als Spitzenkandidatin im Wahlkreis Saarbrücken geht Daniela Jamin aus Heusweiler ins Rennen. Die Versicherungsangestellte, selbst zweifache Mutter, erlebt jeden Tag in eigener Erfahrung, was es bedeutet einem Vollzeitjob nachzugehen und nebenbei die Familie zu führen. „Immer unplanbarer werde die Arbeitswelt, demzufolge müsste das Betreuungsangebot für Kinder immer flexibler werden“, konstatiert die 33-jährige, legt dann aber nach: „Wie die Lemminge propagieren die etablierten Parteien diesen Ansatz ohne ernstlich auch alternative Konzepte zu entwerfen und zu prüfen“. Im Wahlkreis Saarlouis führt Gerhard Funk aus Schwalbach die Kandidatenliste an. Der Diplom-Kaufmann sieht eine große Herausforderung in der Demokratieverdrossenheit der Bevölkerung. „ Die sogenannten Volksparteien stehen doch eigentlich ohne Volk da. Sie haben es versäumt sich um die Menschen und deren Probleme zu kümmern. Die gleichen Seilschaften und Berufspolitiker, die jahrzehntelang für das heutige Dilemma sorgten, versprechen nun Besserung und Stabilität – ein Treppenwitz der Geschichte“, so der 53- jährige Vater zweier Söhne. Heinz Dabrock, der langjährige Fraktionsvorsitzende im Stadtrat St. Ingbert – dort ist die Familien-Partei mit 13,5 % der Wählerstimmen drittstärkste Fraktion – kandidiert auf dem ersten Listenplatz im Wahlkreis Neunkirchen. Mit ihm an der Spitze gelang der Familien- Partei im Jahre 2004 mit landesweit 3,0 Prozent (13.106 Stimmen) ihr bislang größter Wahlerfolg bei einer Landtagswahl im Saarland. „Der irrsinnig hohe Schuldenberg, die Verwerfungen in der Wirtschaft und in der Bevölkerungsstruktur erfordern ein langfristig angelegtes Umdenken. Hierzu stehen in unserem Wahlprogramm unter www.familienpartei- saarland.de zahlreiche konkrete Vorschläge.“ Um zur Landtagswahl auf den Wahlzetteln zu erscheinen, benötigt die Familien-Partei in jedem der drei Landtagswahlkreise 300 Unterstützungsunterschriften. Das Sammeln der Unterstützungsunterschriften sei in Anbetracht der winterlich eisigen Witterungsverhältnisse mit einem erhöhtem Aufwand verbunden, so die Partei.

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