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Mittwoch, 18. Mai 2022 · sonnig  sonnig bei 18 ℃ · Die Biene Maja – Das geheime Königreich Standesbeamtin aus Leidenschaft Wanderwegemarkierung startet!

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Karl Tobae 100 Jahre: „Ich bin zufrieden mit meinem Leben“

Und tatsächlich sitzt Karl Tobae mit sich und der Welt zufrieden in seinem Sessel und freut sich über die zahlreichen Gratulanten, die ihn an diesem besonderen Ehrentag besuchen. Zu den Gästen gehören auch Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und die Ortsvorsteherin von St. Ingbert-Mitte, Irene Kaiser.

„Ich freue mich sehr, Ihnen zum 100. Geburtstag gratulieren zu dürfen. Dies ist ein ganz besonderes Ereignis“, so der Oberbürgermeister. Nebenbei erwähnt er schmunzelnd noch, dass im Mühlwald tatsächlich die meisten älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger wohnen, was wohl mit der gesunden Luft dort zu tun haben dürfte. Das konnte auch Irene Kaiser, die die Glückwünsche von Ministerpräsident Tobias Hans und Landrat Dr. Theophil Gallo überbrachte, bestätigen: „Lieber Herr Tobae, ich komme jetzt seit fünf Jahren regelmäßig zu Ihrem Geburtstag und ich freue mich heute besonders, Sie bei guter Gesundheit zu sehen.“

Bis heute liest er jeden Morgen die Saarbrücker Zeitung, er wolle ja schließlich informiert sein, was in St. Ingbert so passiert. Noch mit 97 Jahren spazierte der rüstige Rentner jede Woche vom Mühlwald in die Innenstadt, um seine Medikamente in der Apotheke abzuholen. Überhaupt waren ausgedehnte Spaziergänge seine Leidenschaft. Karl Tobae liebt die Natur und kennt die Wege im Wald um St. Ingbert wie seine Westentasche. Und wenn er auf seinen Wanderungen dann noch Rehe oder Hasen beobachten durfte, dann war es für ihn ein glücklicher Tag. „Ich danke meinem Herrgott jeden Tag, dass ich gesund bleiben durfte“, betont er ausdrücklich.

Dabei spielte das Schicksal eine entscheidende Rolle, dass der Senior am Valentinstag seinen 100. Geburtstag feiern durfte. Während des Krieges wurde er im Kessel von Leningrad durch eine Schusswunde am Oberarm schwer verletzt. Dieses Unglück verhalf ihm aber dazu, dass er aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause geschickt wurde. Wie er später erfuhr, hatte von seinen Kameraden niemand den Rückmarsch überlebt.

„Ich bin zufrieden mit meinem Leben. Meine Familie war für mich stets das Allerwichtigste und für jeden Tag, der mir noch geschenkt wird, bin ich dankbar“, sagt Karl Tobae. Dann gönnt er sich ein Fläschen Bier, das könne auf keinen Fall schaden…Recht hat er!

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