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Kennzeichnungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt

Neben der Haltungsform und dem Haltbarkeitsdatum ist nach dem jüngsten Eierskandal jetzt auch die Herkunft für die Verbraucher ein wesentliches Einkaufskriterium für frische Eier. Da verwundert es schon, dass Händler, die Eier direkt ist Haus liefern, ihre Eier als „regional“ anpreisen, diese aber einen Herkunftsstempel aus anderen Bundesländern tragen. Diese Berichte der erbosten Verbraucher nimmt die Verbraucherzentrale des Saarlandes zum Anlass, noch einmal den Herkunftsstempel, der auf jedem Ei aufgedruckt sein muss – auch auf dem Wochenmarkt – zu erläutern.

Der Aufdruck des Erzeugercodes ist bei frischen Eiern Pflicht. Er besteht aus der Nummer der Haltungsform (0=Bio, 1=Freiland-, 2=Boden-, 3=Käfighaltung), – dem Ländercode (=Herkunftsland der Eier; beispielsweise DE für Deutschland oder NL für die Niederlande) und – der Legebetriebs- bzw. Stallnummer: In Deutschland stehen die ersten beiden Ziffern dieser Nummer für ein Bundesland. Beispielsweise steht die 10 für das Saarland, 03 für Niedersachsen oder 05 für Nordrheinwestfalen. Die weiteren Ziffern codieren die Stallnummer. Die Entschlüsselung des Erzeugercodes ist unter http://www.was-steht-auf-dem-ei.de für die Eier aus europäischen Ländern möglich, die vom Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung (KAT) und der Gütegemeinschaft kontrolliert werden.

Übrigens müssen auch die Eier auf dem Wochenmarkt gekennzeichnet werden. Wenn die Eier lose angeboten werden, muss auf einem separaten Schild erklärt werden, wie man den Code auf der Schale liest. Dazu sind die Händler gesetzlich verpflichtet.

Während der Verbraucher bei frischen Eiern Haltungsform und Herkunftsland auf jedem Ei finden sollte, sind bei gefärbten Eiern diese Angaben nicht Pflicht. Lediglich das Haltbarkeitsdatum findet man auf beiden Angebotsarten.

Bei frischen Eiern ist das Mindesthaltbarkeitsdatum festgelegt, es muss 28 Tage nach dem legen datiert sein. Bis spätestens 21 Tage nach dem Legen dürfen die Eier noch verkauft werden, der Verbraucher muss, so die Begründung, mindesten noch 7 Tage Zeit haben, die Eier zu verwenden. Die Angabe des Legedatums auf den Eiern ist freiwillig, gibt dem Verbraucher aber immer die Möglichkeit, das Alter des Eies zu erkennen, auch wenn es sich nicht mehr in der Ursprungsverpackung befindet. Eier sollten im Haushalt grundsätzlich im Kühlschrank gelagert werden.

Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sollte man dann die Eier nur noch zu Gerichten verwenden, bei denen sie durchgegart werden.

Und Ostern ist auch nicht mehr fern, da kommen in der Regel deutlich mehr Eier auf den Markt, das Angebot ist dann groß. Importe decken den zusätzlichen Bedarf. Der Selbstversorgungsgrad ist nach dem Aus der Käfighaltung (nur noch ausgestaltete Gruppenkäfige sind erlaubt) jetzt wieder deutlich angestiegen und liegt derzeit bei 68 %. Verbraucher sollten also ganz besonders genau auf den Eier-Stempel achten.

 

Europäisches   Herkunftsland

  • AT = Österreich
  • BE = Belgien
  • BG = Bulgarien
  • CY = Zypern
  • CZ = Tschechien
  • DE = Deutschland
  • DK = Dänemark
  • EE = Estland
  • ES = Spanien
  • FI = Finnland
  • FR = Frankreich
  • GR = Griechenland
  • HR = Kroatien
  • HU = Ungarn
  • IE = Irland
  • IT = Italien
  • LT = Litauen
  • LU = Luxemburg
  • LV = Lettland
  • MT = Malta
  • NL = Niederlande
  • PL = Polen
  • PT = Portugal
  • RO = Rumänien
  • SE = Schweden
  • SI = Slowenien
  • SK = Slowakei
  • UK = Vereinigtes Königreich
Bundesland

 

01 = Schleswig Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen

04 = Bremen
05 = Nordrhein-Westfalen
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg

09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg

13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen

 

 

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