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Kinder-Lebens-Lauf auch durch den Saarpfalz-Kreis

Unterwegs im Zeichen des Engels. Was Familien mit schwerstkranken Kindern und Jugendlichen durchmachen, können Nicht-Betroffene wohl nur erahnen.

Die Arbeit, die Kinderhospiz-Einrichtungen in diesen Familien zu leisten vermögen, ist unverzichtbar und bedarf ihrerseits der weiteren Unterstützung. Seit dem 4. Juni tourt der vom Bundesverband Kinderhospiz e. V. initiierte Kinder-Lebens-Lauf über 6000 Kilometer durch Deutschland. Wahrzeichen und Symbol dieser einzigartigen Kampagne für die Kinderhospizarbeit ist eine „Angel“-(Engel)-Fackel, deren Licht nicht nur in Deutschland, sondern weltweit für Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen leuchten soll.

Diese bemerkenswerte Fackel erreichte am 30. Juli auch den Saarpfalz-Kreis. Das Team des Kinder-Hospizdienstes Saar, Mitglied im Bundesverband, übernahm zunächst am Morgen an ihrem Sitz in Merchweiler die „Angel“-Fackel, um mit insgesamt etwa 300 Begleitern auf einer Strecke von 40 Kilometern durch das Saarland ein Zeichen zu setzen.

„Wir wollen mit diesem Lauf auf die Situation der betroffenen Familien und auf die wertvolle Arbeit der Kinderhospiz-Einrichtungen aufmerksam machen“, informierte Paul Herrlein, Geschäftsführer der St. Jakobus Hospiz gGmbH (Saarbrücken).

Auch im Saarpfalz-Kreis zeigten sich Vereine, wie der Karnevalsverein „dann wolle ma emol“ Rohrbach e. V., der FC Palatia Limbach, der FSV Jägersburg, sowie weitere Institutionen, Privatpersonen und Mitarbeiterinnen des SAPV-Teams St. Jakobus solidarisch und machten sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg.

Landrat Dr. Theophil Gallo stand in Jägersburg parat, um die Fackel aus den Händen des Kirkeler Bürgermeisters Frank John zu übernehmen und zum Etappenziel an „Peters Hotel“ am Jägersburger Weiher zu tragen. Im dortigen Biergarten freuten sich die Teilnehmer über frisches Obst, Brezeln und kühle Getränke.

„Mit dieser bemerkenswerten Kampagne wird deutlich, dass sich jeder auf seine ganz persönliche Weise an diesem sensiblen Thema beteiligen kann. Sicher geht es vielen so, dass, wenn auch nicht die eigene Familie betroffen ist, man doch immer wieder von Freunden oder aus dem weiteren Umfeld von Schicksalen hört, die berühren und sehr nachdenklich machen. Wenn wir ein Zeichen setzen können, so sollten wir das tun. Es müssen keine großen Sprünge sein, sondern es helfen auch schon kleine Schritte und kleine Gesten“, sagte Landrat Gallo während des Laufs. „Ich danke allen voran dem Kinder-Hospizdienst Saar, der die Organisation des Kinder-Lebens-Laufs im Saarland übernommen hat, und natürlich allen, die sich für eine Teilnahme, ob in der Gruppe oder alleine, entschieden haben. Großer Dank gilt auch dem Unternehmer Peter Trösch, der sich ebenfalls einbrachte, indem er in seinem Biergarten am Jägersburger Weiher kühle Getränke und eine kleine Stärkung für die zahlreichen Teilnehmer spendierte. Mich freut ein solches Engagement im Saarpfalz-Kreis, wie es sich heute gezeigt hat, und ich wünsche der Kampagne weiterhin einen erfolgreichen Verlauf. Wir sind in der Hinsicht aber auch ebenfalls schon sehr aktiv. So gibt es an der UKS die deutschlandweit erste altersübergreifende Palliativstation, unterstützt vom Förderverein Palliativmedizin; wir haben vor wenigen Monaten auf Basis der Koordinierung durch den Saarpfalz-Kreis das Palliativnetzwerk gegründet und das segensreiche Wirken und Helfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ronald-McDonald-Hauses an der Uni-Klinik darf hier nicht unerwähnt bleiben. All diesen weiteren Akteuren, die zwar häufig im Hintergrund, aber umso wirksamer und wohltuender wirken, gebührt ebenfalls der besondere Dank des Saarpfalz-Kreises “, so der Landrat abschließend.

Hintergrund: Engel-Fackel
Für den Bundesverband Kinderhospiz hat es mit der Form dieser Fackel etwas Besonderes auf sich. „Dieser Engel wurde von einem betroffenen Vater kreiert, dessen Tochter Angelina mit 17 Jahren an einem Hirntumor sterben musste“, berichtet Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz, auf der Homepage www.bundesverband-kinderhospiz.de. Zur Erinnerung an seine „Angel“ schenkte der Vater dem Bundesverband Kinderhospiz einen Engel. Der Verband verwendet die Form seither immer dann, wenn ein besonderes Zeichen gesetzt werden soll.

Die Engel-Fackel wird am 13. Oktober, dem Welthospiztag, wieder die Bundeshauptstadt erreichen.

Kinder-Hospizdienst Saar
Das Ambulante Hospiz St. Michael (Völklingen), das Ambulante Hospiz St. Josef, (Neunkirchen) und die St. Jakobus Hospiz gemeinnützige GmbH (Saarbrücken) haben sich zusammengeschlossen, um als Gemeinschaftsprojekt den Kinder-Hospizdienst Saar zu betreiben. Ziel des Kinder-Hospizdienstes Saar ist es, mit ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schwerstkranke Kinder und Jugendliche und deren Familien vor allem zu Hause zu unterstützen, zu begleiten und dafür Sorge zu tragen, dass die Lebensqualität der Betroffenen gefördert wird und so lange wie möglich erhalten bleibt.

Weitere Informationen über den Kinder-Hospizdienst Saar finden sich im Internet unter www.kinderhospizdienst-saar.de.

 

PM: Pressestelle SPK

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