Nachrichten

Mittwoch, 16. August 2017 · Nebel  Nebel bei 18 ℃ · Straßenverkehrsgefährdung auf der A6Mobilitätskonzept einreichen und gewinnenMarcel Mucker als Kreisvorsitzender wiedergewählt

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Kinder müssen früher zur Einschulungs-Untersuchung

Etwa 70 Erzieherinnen aus dem Saarpfalz-Kreis trafen sich kürzlich im Homburger Forum, um an einer Fortbildungsveranstaltung teilzunehmen, die zwei hoch interessante Themen zum Inhalt hatte: die vorgezogene Einschulungsuntersuchung und Infektionskrankheiten, die häufig in Kindereinrichtungen vorgekommen. Eingeladen zu dieser Fachtagung hatten das Jugendamt und das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises, die in der Arbeitsgemeinschaft „Frühe Hilfen“ zusammen wirken.

Zum Einstieg in die Thematik stellte Dr. Irene Schmitt vom Gesundheitsamt des Kreises die gesetzlichen Grundlagen und die Inhalte der Einschulungsuntersuchung – wie Überprüfung der Sinnesorgane, Entwicklungstestung oder körperliche Untersuchung – wie die schulärztlichen Interventionsmöglichkeiten vor.  Im Folgenden schilderte sie das  neuen Einschulverfahren. Die Einschulungsuntersuchung wird ab 2012 um ein Jahr vorverlegt, das heißt die Kinder, die im Sommer 2013 eingeschult werden, werden bereits im diesen Jahr untersucht.

Dr. Schmitt: „Der vorgezogene Untersuchungstermin hat zum Ziel, entwicklungsrelevante Gesundheitsbeeinträchtigungen und Entwicklungsverzögerungen frühzeitig zu erkennen und Fördermöglichkeiten zu besprechen.“ Das elterliche Einverständnis vorausgesetzt, sieht das Schulpflichtgesetz erstmals auch den fachlichen Austausch zwischen Kindertageseinrichtung und Gesundheitsamt vor. Die Untersuchung kann sowohl im Kindergarten als auch im Gesundheitsamt erfolgen. Die Untersuchung im Kindergarten habe den Vorteil, dass die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung untersucht werden und vor Ort dann auch direkt ein gemeinsames Gespräch von Eltern , Erzieherin und Jugendärztin möglich sei, so Dr. Irene Schmitt abschließend.

Im zweiten Teil der Fortbildung ging es um Infektionskrankheiten, die häufig im Kindergarten auftreten. Dr. Michaela Moritz – ebenfalls Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes des Kreises – stellte die Krankheitsbilder mit eindrucksvollen Bildern vor.  Sie besprach Behandlungsmöglichkeiten und Dauer der Ansteckungsfähigkeit für die einzelnen Erkrankungen. Ein Schwerpunkt des Vortrags lag  auf dem richtigen Umgang der Einrichtung mit erkrankten Kindern. Es wurde deutlich, dass  der Kindergarten immer auf die Kooperation der Eltern angewiesen ist. Dr. Moritz eindringlich: „Aus gesundheitlicher Sicht ist es wichtig, dass akut erkrankte Kinder im eigenen Interesse und zum Schutz der anderen Kinder zuhause bleiben, auch wenn dies  aus organisatorischen Gründen für  die Eltern häufig problematisch ist.“ Es wurde auch besprochen, für welche Krankheiten es gesetzliche  Besuchsverbote für den Kindergarten gibt und wann die Kinder nach der Erkrankung den Kindergarten wieder besuchen dürfen.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017