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Kinowerkstatt St. Ingbert: Programm vom 1. – 4. November 2013

 „Lou Reed – Rock and Roll Heart“ (Freitag, 1. November, 19 Uhr; Sonntag, 3. November, 18 Uhr), „In weiter Ferne so nah“ (Freitag, 1. November, 20:30 Uhr; Sonntag, 3. November, 20 Uhr), „The Wall“ (Samstag, 2. November, 20 Uhr), „Die andere Heimat“ (Sonntagsmatinée, 3. November, 11 Uhr; Montag, 4. November, 18 Uhr), „Die Vampirschwestern“ (Sonntag, 3. November, 16 Uhr)

 

Die andere Heimat

Die Kinowerkstatt zeigt noch einmal in einer Sonntagsmatinée, am 3. November, um 11 Uhr und am Montag, den 4. November, um 18 Uhr „Die andere Heimat“ (D 2013, 230 Min.) von Edgar Reitz, die Vorgeschichte zur „Heimat“ – Trilogie, ein nostalgisch gefärbtes, berührendes Drama, ein Stück unserer Geschichte, das man gesehen haben muss.

Das Jahr ist 1842. Vier Stunden Erzählzeit, die Bilder sind wieder schwarz-weiß, wechseln auch nicht wie früher in die Farbe, es gibt nur an wenigen Stellen edel getönte Details: das frisch aus der Esse geholte Hufeisen leuchtet rot, die Wand in einem der Häuser ist blau, der Schmuckstein in Verläufen von orange zu grau, ein Blumenstrauß, die Kirschen am Baum, diese sagen in Farbe: Hier ist auch im Dorfleben Schönheit. Sonst legen Ausstattung und Bauten viel Wert darauf, dass Kargheit, Armut, harte Arbeit, Hunger und Dreck ist. Es gibt gute Gründe, hier wegzuwollen, auf und davon in die Neue Welt, die hier Brasilien heißt. Das ist nicht die Sehnsucht, von der der Titel spricht, sondern ein Verzweifeln an der Heimat und den Herren, die ihren Bewohnern ein menschenwürdiges Leben verweigern. Der mit der Sehnsucht ist Jakob Simon (Jan Dieter Schneider). Ein hochbegabter junger Mann, der in Indianerzungen spricht und sich in Büchern vergräbt, der Film folgt ihm in Bildmontagen in diese Bücher hinein. Ein junger Mann, der nicht tanzt, der sich glücklich-unglücklich in eine Frau aus dem Nachbardorf verliebt, Jettchen. Doch seinem Wunsch, nach Brasilien auszuwandern, stellen sich Hindernisse entgegen….

Lou Reed – Rock and Roll Heart

Die Kinowerkstatt zeigt am Freitag, 1. November, um 19 Uhr und am Sonntag, den 3. November, um 18 Uhr den Film „Lou Reed – Rock and Roll Heart“, (1997, 80 Min.) von Timothy Greenfield-Sanders – ein Blick auf die Karriere und den Einfluss des vollkommenen New Yorker Rockers, Lou Reed. „Lou Reed – Rock and Roll Heart“ deckt den Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten ab; von der Bildung von Velvet Underground, bis zu seiner umfangreichen Solo-Karriere und seiner Arbeit – einer Kollaboration im Rahmen der futuristischen Rock-Oper „Time Rocker“. Interviews mit Reed, seinen Freunden und Band-Mitgliedern gewähren persönliche Einblicke in das Leben des Mannes, der für uns Songklassiker wie „Heroin“, „Sweet Jane“ und das berüchtigte „Walk on the Wild Side“ schrieb.

David Bowie, David Byrne, Patti Smith, Suzanne Vega, Dave Stewart, The Talking Heads, REM, U2 und Philip Glass gehören zu den großen Künstlern, die über Lou Reeds formenden Einfluss auf ihre eigene Kunst reden. Diese Dokumentation ist ein fesselndes Bildnis des Künstlers Lou Reed: Anhand von Archivmaterial, Interviews und originalem Bildmaterial von Reeds Konzerten und weltweiten Lesungen bietet der Filmemacher Greenfield-Sanders ein persönliches und auch auch objektives Porträt dieses komplexen und vielschichtigen Künstlers.

 

In weiter Ferne so nah

von Wim Wenders

Im Anschluss dann spielen sowohl der kürzlich verstorbene Otto Sander wie auch Lou Reed in dem Film „In weiter Ferne, so nah!“ (BRD 1993) von Wim Wenders, Drehbuch: Richard Reitinger, Wim Wenders, Ulrich Zieger,  Kamera: Jürgen Jürges, Schnitt: Peter Przygodda, Musik: Laurent Petitgand mit Otto Sander, Bruno Ganz, Nastassja Kinski, Rüdiger Vogler, Horst Buchholz, Solveig Dommartin, Heinz Rühmann, Willem Dafoe, Peter Falk, Monika Hansen, Hanns Zischler, Lou Reed u.a. – 1993; 140 Minuten. (Freitag, 1. November, 20:30 Uhr; Sonntag, 3. November, 20 Uhr läuft) – der Fortsetzung des Films „Himmel über Berlin“.

 

Die Vampirschwestern

Im Familienkino der Kinowerkstatt, am Sonntag, den 3. November, um 16 Uhr zeigt die Kinowerkstatt passend zu Halloween „Die Vampirschwestern“ (BRD 2012) Regie: Wolfgang Groos, Darsteller: Marta Martin, Silvania Tepes, Laura Roges, Dakaria Tepes, Christiane Paul, Elvira Tepes, Stipe Erceg, Mihai Tepes, Michael Kessler, Dirk Van Kombast.

Für die 12-jährigen Halbvampir-Schwestern Silvania und Dakaria ändert sich alles, nachdem sie mit ihren Eltern aus Transsilvanien in eine Kleinstadt nach Deutschland gezogen sind.  Ein Umzug in ein neues Land ist nie ganz einfach.Hier müssen sich die Zwillingsmädchen an die Gegebenheiten des Menschen-Alltags anpassen und ihre Vampirseite verheimlichen. Das heißt: Das Fliegen ist auf die Nachtstunden begrenzt, keine Anwendung ihrer Superkräfte und auf gar keinen Fall dürfen die Mädchen wie üblich an der Decke entlang spazieren! Dakaria fühlt sich zunächst ziemlich fremd und wünscht sich zurück nach Transsilvanien. Silvania hingegen ist begeistert davon, das Menschenleben kennenzulernen, und zwar mit allem was dazu gehört: einer besten Freundin, den richtigen Klamotten und vielleicht auch netten Jungs? Schon der erste Schultag in der neuen Heimat gestaltet sich äußerst ereignisreich, und das ist erst der Anfang ihres Abenteuers, in dem sich der Nachbar der Familie auch noch als Vampirjäger entpuppt. Ein Riesenspaß, sehr ruhig und ohne Hektik erzählt.

 

Pink Floyds „The Wall“

– filmisch umgesetzt

Vor gut einem Monat hat der britische Sänger und Pink-Floyd-Gründungsmitglied Roger Waters im Rahmen seiner „The Wall“-Tour vor Zehntausenden Fans in Berlin und Düsseldorf gespielt. Das Stück erzählt in sechsundzwanzig Songs das Leiden des jungen Pink, der eine Mauer um sich herum aufbaut. Die Kinowerkstatt zeigt „The Wall“ (Originaltitel: „Pink Floyd The Wall“), Regie: Alan Parker – Drehbuch: Roger Waters, nach seiner Rockoper „The Wall“ – Kamera: Peter Biziou – Schnitt: Gerry Hambling – Musik: Pink Floyd – Animation: Gerald Scarfe – Darsteller: Bob Geldorf, Kevin McKean, Christine Hargreaves, James Laurenson, Bob Hoskins, Eleanor David, David Bingham, Jenny Wright, Alex McAvoy, Ellis Dale, Winston Rose u.a. – 1982; 95 Minuten am Samstag, den 2. November, um 20 Uhr !

Nach einem Drehbuch von Roger Waters setzte Alan Parker das von der britischen Gruppe Pink Floyd zwischen April und November 1979 aufgenommene Rock-Oratorium „The Wall“ in einen Kinofilm um. Bob Geldof spielt den Musiker Pink, eine fiktive Figur, die jedoch unverkennbar autobiografische Züge von Roger Waters trägt: Eric Fletcher Waters, der Vater des Autors und Musikers, fiel am 16. Februar 1944 bei Anzio in Italien im Krieg gegen die Deutschen. Pink vermisst den Vater und wird durch die übertriebene Fürsorge seiner Mutter erdrückt. In der Schule trifft er auf verständnislose Lehrer, denen es nur darauf ankommt, die Kinder zu drillen. Der Konformitätsdruck macht Pink schwer zu schaffen. Seine Ehefrau verlässt ihn und schläft mit einem anderen Mann. Weil es bei den Auftritten der Band ums Geschäft geht, muss die Show weitergehen, auch wenn Pink gar nicht danach ist. All das sind gewissermaßen Ziegelsteine, aus denen Pink schließlich eine trennende Wand zwischen sich und der Realität errichtet. Erst am Ende beschließt er, die (mentale) Wand einzureißen und seine Isolation zu beenden…

 

 

PM: Kinowerkstatt St. Ingbert/ Wolfgang Kraus

 

 

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