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Kinowerkstatt St. Ingbert: Programm vom 13. – 16. Dezember 2013

„Tanta Agua – Nichts als Regen“ (Freitag, 13. Dezember, 18 und 20 Uhr; Sonntag, 15. Dezember, 20 Uhr; Montag, 16. Dezember, 18 Uhr), „Das Pferd auf dem Balkon“ (Sonntag, 15. Dezember, 16 Uhr), „Pulp Fiction“ (Montag, 16. Dezember, 20 Uhr). 

 

„Nichts als Regen“ – in der Kinowerkstatt

„Tanta Agua – Nichts als Regen“ heisst der Debutfilm von Ana Guevaras und Leticia Jorges, eine rührende und gleichzeitig komische Coming-of-Age-Geschichte. Sie fängt auf liebenswerte Weise eine Familie ein, in der jedes Mitglied mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat – und alle schließlich in ihrer Verzweiflung vereint sind. Der Film aus Uruguay wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2013 beim International Film Festival Guadalajara als Bester Debütfilm und beim Miami International Film Festival 2013 als bester Film und Bestes Drehbuch. „Tanta Agua – nichts als Regen“ (Uruguay/Niederlande/Deutschland 2013) von  Ana Karina Guevara Pose und Leticia Jorge Romero läuft in der Kinowerkstatt am Freitag, den 13. Dezember, um 18 und 20 Uhr, am Sonntag, den 15. Dezember, um 20 Uhr, sowie am Montag, den 16. Dezember um 18 Uhr.

Für die 14-jährige Lucía ist es der worst case: Urlaub mit ihrem Vater und dem kleinen Bruder in einer Ferienanlage, der Pool ist defekt und es regnet unaufhörlich. Dabei will ihr Vater Alberto doch alles richtig machen: Seit der Scheidung verbringt er zu wenig Zeit mit seinen Kindern und will nun ein paar Tage nur für seine Familie da sein. Nach und nach fällt ihnen in der Enge des Bungalows zunehmend die Decke auf den Kopf. Einen Lichtblick sieht die genervte Lucía in der gleichaltrigen Susanna, mit der sie sich anfreundet. Dann kommt auch noch der attraktive Santiago ins Spiel…

Das Pferd auf dem Balkon

Im Kino für alle am Sonntag, den 15. Dezember, um 16 Uhr ist der Film „Das Pferd auf dem Balkon“ (Österreich 2013; Regie: Hüseyin Tabak; mit Enzo Gaier, Natasa Paunovic, Nora Tschirner; 93 Min. Empfohlen ab 8 Jahren) zu sehen.

Der 10-jährige Mika ist ein außergewöhnlicher Junge. Alles was mit Mathematik zu tun hat, fasziniert ihn, er nimmt manchmal Dinge wahr, die andere nicht sehen und er versteht keine Witze. Wenn er nicht zu einer ganz bestimmten Uhrzeit sein Essen bekommt, kann er sehr wütend werden. Der Kontakt mit anderen Menschen fällt ihm schwer und in der Schule hat er keine Freunde. Mika hat das Asperger-Syndrom, eine leichte Form von Autismus. Eines Nachts entdeckt Mika ein Pferd auf dem Balkon der gegenüberliegenden Wohnung des neuen Nachbars Sascha, der das Pferd Bucephalus bei einer Tombola gewonnen hat. Bucephalus und Mika verstehen sich sofort und Mika besucht das Pferd so oft er kann. Doch Sascha muss das Pferd verkaufen, da er Spielschulden hat. Zusammen mit Dana, dem gleichaltrigen Nachbarsmädchen, Hedi, seiner Ersatzoma und Sascha gelingt es Mika dies zu verhindern. Als das Pferd plötzlich verschwunden ist, setzt Mika alles daran, um es zurückzuholen.

 

Inzwischen ein Klassiker:

Pulp Fiction – Wiederaufführung

„Pulp Fiction“ (USA, 1994) mit John Travolta, Samuel L. Jackson, Uma Thurman, Harvey Keitel, Tim Roth, Bruce Willis, Amanda Plummer, Christopher Walken, am Montag, den 16. Dezember, um 20 Uhr in der Kinowerkstatt zu sehen war der internationale Durchbruch von Quentin Tarantino und machte ihn zum Starregisseur. Die Filmfestspiele von Cannes würdigten das innovative Kino Tarantinos mit der Goldenen Palme.

Im Kolleg am darauffolgenden Mittwoch, den 18. Dezember, um 19:30 Uhr  wird die Frage beantwortet, was das Besondere und Neue an diesem Film war, dass er derartiges Aufsehen erregte und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde.

Tarantino tut in „Pulp Fiction“ das, wozu er als Filmfreak mit enzyklopädischem Cineastenwissen wohl geboren ist: Er verbindet Verehrung und Ketzerei. Er nimmt die alten Geschichten und erfindet sie neu, dreht und verfremdet sie, bis sie die denkbar absurdeste Wendung genommen haben.

„Pulp Fiction“ ist eine Mischung mehrerer leichthändig ineinander verhakter Kurzerzählungen, die alle innerhalb von 24 Stunden in Los Angeles spielen. Sie variieren nichts anderes als bekannte Themen der Trivialkultur, sind aber so sarkastisch und unberechenbar weitergedacht und in die Gegenwart gewuchtet, daß ihnen der Film tatsächlich so etwas wie Tiefe abpreßt – und einen ganz unerwarteten Witz. Ein Film, der Geschichte gemacht hat. Sehenswert!

Auszeichnungen: Oscar, 1995 für das beste Drehbuch, Golden Globe, 1995 für das beste Drehbuch, Die Goldene Palme – Filmfestival in Cannes, 1995 und viele andere Preise für: bestes Drehbuch, bester Film, beste Regie, bester Schnitt und für die Darsteller: Uma Thurman, Samuel L. Jackson, John Travolta und Eric Stoltz.

 

PM: Wolfgang Kraus, Kinowerkstatt St. Ingbert

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