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Kinowerkstatt St. Ingbert: Programm vom 15. – 19. August 2013

„Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“  (Donnerstag, 15. August, 20 Uhr;  Samstag, 17. August, 21 Uhr; Sonntag, 18. August, 20 Uhr);  „Hitchcock“ (Samstag, 17. August, 18 Uhr; Sonntag, 18. August, 18 Uhr);  „Rosemary’s Baby“ (Montag, 19. August, 19 Uhr);  „Chinatown“ (Montag, 18. August, 21 Uhr).

 

„Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ – Publikumspreis Max-Ophüls 2013

Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt am Donnerstag, den 15. August, um 20 Uhr, am Samstag, den 17. August, um 21 Uhr und am Sonntag, den 18. August, um 20 Uhr den Publikumspreisträger des diesjährigen Max-Ophüls- Filmfestivals „Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ (BRD 2013) Regie, Buch: Aron Lehmann, DarstellerInnen: Robert Gwisdek, Jan Messutat, Thorsten Merten, Rosalie Thomass, Heiko Pinkowski, Michael Fuith, Peter Trabner, Kamera: Cristian Pirjol, Schnitt David Hartmann Musik Boris Bojadzhiev.

Zum ersten Mal begeistert von diesen Film waren die Kinobesucher beim Max- Ophüls – Festival dieses Jahr und vergaben prompt den Publikumspreis an die originelle Komödie um die Entstehung einer Kohlhaas – Verfilmung. Es folgte die Auszeichnung mit dem Luwigshafener Filmkunstpreis 2013, Nominierung des FIRST STEPS Award 2012, Einladungen zu Festivals folgten – jetzt kommt er ins Kino.

Aron Lehmann, der Regisseur dieses Films, zeigt einen Regisseur namens Lehmann, der einen Film dreht. Eine opulente Verfilmung von Kleists Kohlhaas-Novelle soll es werden, ein groß ausgestattetes Historienepos – käme da nicht nach dem ersten Drehtag dieser Anruf: Die Produktionsfirma zieht sich aus dem Projekt zurück, alle Fördergelder sind gestrichen, der Regisseur steht mit seiner Vision da, aber ohne Geld.

Aber sein Wille ist stark. Und mit der rechten Portion Verve kann er die meisten seiner Crew halten für einen Film ohne Budget. Sie nisten sich im Kuhkaff Speckbrodi in Bayerisch-Schwaben ein, auf dem Boden im Festsaal der Dorfwirtschaft. Der beflissene Bürgermeister unterstützt nach Leibeskräften – schließlich ist ungefähr die gesamte Bevölkerung im dörflichen Laientheater engagiert. Und so geht der Dreh weiter: Imaginäre Waffen werden geschwenkt, statt auf Pferden wird auf Kühen geritten: Alle folgen Lehmanns Vision vom großen Kino, das er im Kleinen verwirklichen will.

Wie seine Hauptfigur Kohlhaas ist Regisseur Lehmann bereit bis zum Äußersten zu gehen, um seinen Film zu beenden. Lehmann kämpft um seine Vision und seine Ideale – bis zum bitteren Ende…

Ein Film über das Filmemachen und die Kraft der Phantasie.

 

„Hitchcock“ mit Anthony Hopkins

Die Kinowerkstatt feiert am Samstag, den 17. August und am Sonntag, den 18. August, jeweils um 18 Uhr Alfred Hitchcocks Geburtstag. Am 13. August 1899 wurde der Meister des Suspense geboren. Gezeigt wird das Biopic „Hitchcock“ (USA 2012) Regie: Sacha Gervasi, Drehbuch: John J. McLaughlin mit Anthony Hopkins (Alfred Hitchcock), Helen Mirren (Alma Reville), Scarlett Johansson (Janet Leigh), Jessica Biel (Vera Miles) (98 Minuten, ab 12 Jahre)

Das Drehbuch basiert auf der Biografie „Alfred Hitchcock and the Making of Psycho“ von Stephen Rebello. Der Film spielt während der Entstehung des Filmes „Psycho“ und legt einen entscheidenden Fokus der Geschichte auf die Beziehung von Alfred Hitchcock zu seiner Frau Alma Reville während dieser Zeit.

Wir schreiben das Jahr 1960. Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins), inzwischen 60 Jahre alt, sucht voller Tatendrang nach einem Projekt. Nötig hätte er das nicht mehr, der Meisterregisseur ist bereits jetzt mit Filmen wie „Bei Anruf Mord“, „Das Fenster zum Hof“ oder „Über den Dächern von Nizza“ eine lebende Legende. Es reizt ihn aber der Roman „Psycho“ des Schriftstellers Robert Bloch. Zentrale Figur darin ist der Geisteskranke Norman Bates, der mit seiner obsessiven Liebe zu seiner Mutter, über deren Tod hinaus, jeden Sinn für die Realität verliert. Auf ausgesprochene Gegenliebe stößt dieses Projekt bei der Paramount, dem Studio, mit dem Hitchcock zusammenarbeitet, jedoch nicht. Im Gegenteil: Viele legen ihm nahe, es jetzt, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, gut sein zu lassen. Das spornt ihn nur noch mehr an.

Zur Finanzierung seines Films muss er am Ende dann auch das eigene Scheckbuch bemühen: Mit satten 800.000 Dollar und einer Hypothek auf sein Haus. Die Paramount wird indes nur noch für den Verleih verantwortlich sein. Dafür sind ihm 60 Prozent der Einnahmen sicher. Dennoch ist seine Frau Alma (Helen Mirren) alles andere als begeistert von diesem unkalkulierbaren Risiko. Wie aber schon in den Jahrzehnten ihrer Ehe zuvor, steht sie wie an Fels an seiner Seite. Auch wenn sie manches in Rage bringt, wie der Hang ihres Herzallerliebsten, die weiblichen Hauptrollen seiner Filme meist mit sehr attraktiven Blondinen zu besetzen.

„Er ist ein komödiantischer Abstecher in das Leben und das Schaffen des großen Regisseurs und gewährt höchst erhellende Einblicke hinter die Kulissen des Filmschaffens. Die Hommage ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Was das angeht, spricht auch die visuelle Umsetzung eine deutliche Sprache. Stets erinnern Kameraarbeit wie die gewählten Perspektiven an den Stil des Filmgenies. Wer also Spaß an ein wenig „Old School“ hat oder gerne die Person Alfred Hitchcock etwas fassbarer dargereicht bekommen möchte, sollte sich den Film nicht entgehen lassen.“ (moviemaze.de)

„Hitchcock“ hängt irgendwo in der Schwebe zwischen Biopic, Drama und unterhaltsamen Schwank. Dank der hervorragenden Leistung des gesamten Ensembles, allen voran Anthony Hopkins und eines großartigen Danny-Elfman-Soundtracks, ist „Hitchcock“ dennoch eine kurzweilige Hommage an einen der größten Regisseure des letzten Jahrhunderts.“ – CinemaForever

 

Zwei Roman Polański – Filme als MondayMovies

Roman Polański feiert am 18. August diesen Jahres seinen achtzigsten Geburtstag. Dieses Ereignis nimmt die Kinowerkstatt St. Ingbert zum Anlass in der Reihe der Monday Movies zwei Spielfilme des außergewöhnlichen polnischen Filmemachers aus der Filmära des „New Hollywood“ zu zeigen.

Am Montag, den 19. August, ab 19 Uhr sind zwei Klassiker von Roman Polański zu sehen: Um 19 Uhr „Rosemary’s Baby“ (USA 1968) mit Mia Farrow, John Cassavetes, Ruth Gordon und um 21 Uhr „Chinatown“ (USA 1974) mit Jack Nicholson, Faye Dunaway, John Huston, Roman Polański u.a.

„Rosemary’s Baby“ ist nach Meinung vieler Filmkritiker und Filmliebhaber Roman Polańskis bedeutendstes Werk. Der psychedelische Horrorfilm vereint Filmkunst, hohe Schauspielperformance, Okkultismus, Psychoanalyse und Gesellschaftskritik und legt außerdem den Grundstein für spätere, thematisch verbundene Kultfilme der „New Hollywood“-Generation, allen voran „The Exorcist“ (1973) und „The Omen“ (1976).

„Cinatown“ ist laut Polański eine „traditionelle Detektivgeschichte in neuer, moderner Gestalt“: Im Los Angeles der 30er Jahre arbeitet der ehemalige Polizist und jetzige Privatdetektiv Jake Gittes (Jack Nicholson) als Schnüffler in Sachen Ehebrüche und außereheliche Affären. Bei einer solchen Ermittlung kommt er zufällig einem hochbrisanten Betrugsskandal um künstliche Wasserverknappung und die damit verbundene Ausbeutung von kalifornischen Landbesitzern auf die Spur….

Zum einen inszeniert Roman Polański mit „Chinatown“ einen typischen „Film noir“ mit der klassischen Rolle des „private eye“, des zwielichtigen Privatdetektivs à la „Sam Spade“ oder „Philip Marlowe“, vor allem aber zeichnet er, angelehnt an tatsächlich stattgefundene Ereignisse im Kalifornien der 20er und 30er Jahre, ein gesellschaftskritisches und psychologisches Bild um Lügen, Korruption und politische Skandale – ganz im Zeichen des „New Hollywood“-Kinos und verschiedener US-amerikanischer Verhältnisse und Unruhen der 60er und 70er Jahre.

Eingeleitet werden beide Vorstellungen durch Filmliebhaber Oliver Klein.

 

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