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Kinowerkstatt St. Ingbert: Programm vom 6. – 9. Dezember 2013

„Alphabet“ (Freitag, 6.  12., 20 Uhr; Sonntag, 8. 12., 18 Uhr; Montag, 9. 12., 18 Uhr), „Django unchained“ (Freitag, 6. 12., 21:45 Uhr(OmU); Samstag, 7. 12., 20 Uhr, dt. F.), „Ich einfach unverbesserlich2“ (Samstag, 7. 12., 18 Uhr), „Das Pferd auf dem Balkon“ (Sonntag, 8. 12., 16 Uhr), „Master of the Universe“ (Montag, 9.12. 20 Uhr).

 

 

Alphabet

„Alphabet“ ( Österreich / Deutschland 2013 – 90 min.) – der neue Film von „We feed the World“ Regisseur Erwin Wagenhofer, für Lehrer, Erzieher und Schüler gleichermaßen interessant, läuft am Freitag, den 6.  Dezember, um 18 und 20 Uhr, am Sonntag, den 8. Dezember, um 18 Uhr, sowie am Montag, den 9. Dezember, um 18 Uhr in der Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49.

Der Österreicher Erwin Wagenhofer ist durch seine gesellschaftskritischen Dokumentarfilme bekannt geworden, in denen er grassierende Missstände thematisiert. In seinem Film „We Feed the World – Essen Global“ zeigt er die oftmals absurden Exzesse einer globalisierten Nahrungsmittelindustrie, in „Let’s Make Money“ seziert er den neoliberalen Raubtierkapitalismus. In seiner „Alphabet“ betitelten Dokumentation beschäftigt sich der Regisseur nun mit den Folgen eines weltweit zunehmend standardisierten und alleine auf Effizienz ausgerichteten Bildungssystems. Als Ausgangspunkt nimmt Wagenhofer die Frage, was die Ursache der in seinen vorherigen Dokumentationen gezeigten Fehlentwicklungen ist. Seine zum Teil hochinteressanten Erkenntnisse münden in der polemisch überspitzten Aussage: „98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%.“

Die Grundthese von „Alphabet“ besteht darin, dass die (Schul-)Bildung in den westlichen Industrienationen, aber auch in aufstrebenden Nationen wie China auf die Schaffung konformer Arbeitsbienen abzielt und hierbei die ursprüngliche kindliche Kreativität verloren geht. Anstatt die persönliche Selbstentfaltung freier Individuen zu fördern, ist das Ziel zunehmend, die Menschen für die Erfordernisse der Wirtschaft fit zu machen. Dies führt zu einem immer gnadenloser werdenden Drill. So führt China inzwischen in sämtlichen Bereichen der Pisa-Studie die Statistiken an und hat gleichzeitig die weltweit höchsten Selbstmordquoten unter Schülern…

 

Der neue Tarantino

Quentin Tarantinos bisher letzter Film „Django unchained“ (USA 2012) Regie: Quentin Tarantino, Drehbuch: Quentin Tarantino, Jamie Foxx (Django), Christoph Waltz (Dr. King Schultz), Leonardo DiCaprio (Calvin Candie), Walton Goggins (Billy Crash), Samuel L. Jackson (Stephen), Kerry Washington (Broomhilda von Shaft), James Remar (Ace Speck), Zoe Bell (Tracker Peg) läuft am Freitag, den 6. Dezember, um 21:45 Uhr in der englischen Originalfassung, am Samstag, den 7. Dezember, um 20 Uhr in der deutschen Fassung.

In Quentin Tarantinos Western „Django Unchained“ befreit Christoph Waltz den Sklaven Jamie Foxx, um Oberfiesling Leonardo DiCaprio einen Besuch abzustatten.

Die Geschichte von „Django Unchained“ ist eine Odyssee voller Entbehrungen und Sehnsucht. Wir befinden uns in den Südstaaten, kurz vorm Bürgerkrieg; Sklaverei ist hier noch eine Alltagserscheinung. Als das Sklavenpaar Django (Jamie Foxx) und seine Frau Broomhilda (Kerry Washington) bei einer Auktion getrennt werden, hat Django nur noch ein Ziel vor Augen: seine Frau wiederzufinden. Die Gelegenheit ergibt sich für den in Fesseln Geschlagenen schneller als erwartet, als er vom früheren Zahnarzt und jetzigen Kopfgeldjäger Dr. Schultz (Christoph Waltz) befreit wird, damit er ihm bei der Identifikation steckbrieflich gesuchter Verbrecher behilflich sei. Zum Dank will Dr. Schultz ihn zum Kopfgeldjäger ausbilden und ihm helfen, seine Frau ausfindig zu machen. Die Zeit von Django Unchained ist gekommen!

„Django unchained“ wird am Mittwoch, den 11. Dezember,  um 19:30 Uhr von Matthias Ziegler in der Kinowerkstatt besprochen.

Ich – einfach unverbesserlich 2 – für Groß und Klein

In „Ich – einfach unverbesserlich 2“ (USA 2013) Regie: Chris Renaud, Pierre Coffin, am Samstag, den 7. Dezember, um 18 Uhr, hat der Superschurke Gru (Stimme: Oliver Rohrbeck) inzwischen mit seiner kriminellen Vergangenheit abgeschlossen und führt mit seinen drei Adoptivtöchtern Margo, Edith und Agnes ein beschauliches Leben. Außer der Organisation von Kindergeburtstagen, dem Abwimmeln unliebsamer Verehrer seiner Töchter und den Verkupplungsversuchen seiner Nachbarin hat er nicht viel zu tun. Erst als es zu einigen mysteriösen Vorfällen kommt, die auf das Konto eines neuen Superschurken gehen könnten, sieht sich Gru vor neue Aufgaben gestellt – ob er will oder nicht. Neben seinen treuen Minions steht ihm dabei auch Lucy (Martina Hill), die beste Agentin einer ultrageheimen Organisation, zur Seite. Zusammen begeben sie sich auf die Jagd nach dem ominösen Superschurken und merken bald, dass sie auch abseits der Verbrecherbekämpfung kein schlechtes Duo abgeben würden.

 

Das Pferd auf dem Balkon

Im Kino für alle am Sonntag, den 8. Dezember, um 16 Uhr ist der Film „Das Pferd auf dem Balkon“ (Österreich 2013; Regie: Hüseyin Tabak; mit Enzo Gaier, Natasa Paunovic, Nora Tschirner; 93 Min. Empfohlen ab 8 Jahren) zu sehen.

Der 10-jährige Mika ist ein außergewöhnlicher Junge. Alles was mit Mathematik zu tun hat, fasziniert ihn, er nimmt manchmal Dinge wahr, die andere nicht sehen und er versteht keine Witze. Wenn er nicht zu einer ganz bestimmten Uhrzeit sein Essen bekommt, kann er sehr wütend werden. Der Kontakt mit anderen Menschen fällt ihm schwer und in der Schule hat er keine Freunde. Mika hat das Asperger-Syndrom, eine leichte Form von Autismus. Eines Nachts entdeckt Mika ein Pferd auf dem Balkon der gegenüberliegenden Wohnung des neuen Nachbars Sascha, der das Pferd Bucephalus bei einer Tombola gewonnen hat. Bucephalus und Mika verstehen sich sofort und Mika besucht das Pferd so oft er kann. Doch Sascha muss das Pferd verkaufen, da er Spielschulden hat. Zusammen mit Dana, dem gleichaltrigen Nachbarsmädchen, Hedi, seiner Ersatzoma und Sascha gelingt es Mika dies zu verhindern. Als das Pferd plötzlich verschwunden ist, setzt Mika alles daran, um es zurückzuholen.

 

Master of the Universe

Die Kinowerkstatt zeigt am Montag, den 9. Dezember, um 20 Uhr den Film „Master of the Universe“ (Deutschland 2013), Regie: Marc Bauder, Länge: 88 Min.)

Zum ersten Mal packt ein echter Insider des internationalen Finanzgewerbes aus, einer der ehemals führenden Investmentbanker Deutschlands. Rainer Voss, der in seiner aktiven Zeit locker mit Millionen hantierte, erzählt aus eigener Anschauung, wie es in der glitzernden Finanzwelt wirklich zugeht, von all ihren Abgründen, Skrupellosigkeiten und quasi-religiösen Gesetzmäßigkeiten. Hat sich seit der globalen Finanzkrise etwas geändert? Voss‘ Ausblick gibt Grund zur Beunruhigung…

„Ein Wort charakterisiert unsere Dreharbeiten in der Finanzbranche: ANGST. Diese Branche hat Angst, sich aus der Deckung heraus zu bewegen. Jeder Schritt könnte von der Außenwelt falsch interpretiert werden, und bevor man das riskiert, sagt man lieber gar nichts.“. (Marc Bauder, Regisseur)

Pressestimmen:
„Wer einen Einblick in diesen undurchdringlichen Finanz-Dschungel haben will, darf diesen kurzweiligen Film auf keinen Fall verpassen. […] Spannende Doku zum Staunen, Kino mit Mehrwert!“ (Dieter Osswald, programmkino.de)

„Voss erzählt vom Wahnsinn der Finanzjongleure, ihrem Milliarden-Spieltrieb, er tut das diskret und klug.“ (Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung)

„Eine spannende Entmystifizierung der Finanzwelt.“ (3Sat Kulturzeit)

 

PM: Wolfgang Kraus, Kinowerkstatt St. Ingbert

 

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