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Klasse 5f2 der Gemeinschaftsschule Gersheim goes James Rizzi

Dass auch Kinder sich auf große Kunst verstehen, Schönes schaffen und sehr selbstbewusst ihre Kunstwerke präsentieren können, das zeigte die Klasse 5f2 der Gemeinschaftsschule Gersheim. Gemeinsam mit ihrem Kunstlehrer Patrick Jungfleisch hatten sie James Rizzi als Thema gewählt.

Der 2011 verstorbene New Yorker Künstler James Rizzi wurde bekannt durch seine eigenwillige Konstruktionstechnik: Bildelemente wurden aus einem Bild ausgeschnitten und mit Hilfe von Abstandshaltern aus Kunststoff oder Pappe in eine zweite Bildebene geklebt. So entstanden dreidimensionale Bilder, die durch ihre farbenfrohen, naiv-einfachen Formen Optimismus und Lebensfreude ausstrahlen. Hierzulande erinnert man sich an Rizzi u.a. durch fröhlich bunte Briefmarkenentwürfe für die Deutsche Bundespost.

Diesen ganz besonderen Stil, der kindlichen Sehgewohnheiten sehr nahekommt, griffen die Schülerinnen und Schüler zu Ehren dieses Künstlers auf. Der Klassensaal wurde zum Atelier, die jungen Künstler konnten ihre Phantasie frei entfalten, über die sie – wie alle Kinder – reichlich verfügen. Sie malten, schnipselten und werkelten eifrig, bis jedes Kind der Klasse ein vorzeigbares Werk fertiggestellt hatte. Jedes Bild bekam seinen eigenen, unverwechselbaren Titel, der vielsagend darauf hinwies, welche Gedanken sich jeweils in der Darstellung spiegelten.

Aber was wäre Kunst, wenn sie keine Betrachter fände? Und gehört der Kunstbetrieb nicht untrennbar mit Kunst zusammen? Dies hatten die Schülerinnen und Schüler von ihrem Kunstlehrer Patrick Jungfleisch, der sich unter dem Pseudonym Reso auch als Künstler der Kunstrichtung Urban Art einen Namen gemacht hat, gelernt. Also wurde eine Ausstellung auf die Beine gestellt, die selbstverständlich mit einer veritablen Vernissage eröffnet wurde. Eltern, Geschwister, Großeltern, Onkel und Tante bekamen eine stilvolle Einladung und fanden sich erwartungsvoll in der Aula der Schule ein, wo sie begrüßt und fachkundig durch die Ausstellung geführt wurden. Bewirtet wurden die Gäste natürlich auch, dafür hatten die Kinder zu Hause und in der Schulküche stilgerecht Fingerfood hergestellt.

Dass die Jungen und Mädchen von der Organisation bis zur Durchführung alles selbstständig und in Eigenregie mit möglichst wenig Hilfe bewerkstelligten, ist eine beachtliche Leistung für Zehn-Elfjährige, die sie sichtlich mit Stolz erfüllte. Sie haben gezeigt, dass Lernen keine trockene, verstaubte Angelegenheit ist, sondern mit Leben gefüllt ist.

 

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