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Kleber – Wirtschafts- und Bürgerinteressen im Einklang

Die Zeiten in denen per ordere de mufti Projekte durchgepeitscht werden können, seien vorbei. Diese Erkenntnis müsse bei großen Projekten dazu führen,

dass eine Verwaltung frühzeitig kommuniziere, um Bedenken und Anregungen der Bürger aufnehmen zu können. Die Entwicklung des Kleber-Geländes zeige dies in beeindruckender Art und Weise, so Lothar Reiß, Sprecher für Stadtentwicklung der Familien-Partei.
Mit Aufnehmen von Bürgeranliegen habe sich der Blick auf das Anliegen deutlich geweitet. Waren für die Familien-Partei zunächst nur der Lärm als abstrakte Größe und Bedenken beim Kreisel hinsichtlich der Verkehrstauglichkeit Probleme, die es als kritisch zu betrachten galt, gaben die Bürgerinnen und Bürger wichtige Impulse. Hiezu gelte es Dank zu sagen für deren Engagement. Roland Körner, Sprecher der Familien-Partei ergänzt: „Kein Kommunalpolitiker darf für sich in Anspruch nehmen, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben. Wir haben uns mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammengesetzt, zugehört, verstanden und gehandelt.“
Die allermeisten Kleber-Areal-Anrainer konnten und durften zu Recht beim Kauf Ihrer Wohnobjekte auf die Schutzfunktion des Waldes zählen. Unter dieser Prämisse, wohlwissend, dass Industrie Nachbar sei, wurde Eigenheim erworben – zumeist noch ohne vorhandenen Bebauungsplan, also Baurecht. Das Roden des Baumbestandes in der Zeitschiene sei daher nichts anderes als der Verlust an Schutz vor Lärm, Emission, als auch finanzieller Entwertung. Der Stadtrat habe 2002 diesem Schutz in einem Abwägungsbeschluss Rechnung getragen. Da im letzten Jahrzehnt durch Rodung dieser Schutz verloren worden sei, müsse bei der Entwicklung des Kleber-Areals eine adäquate Kompensation für die Anwohner erfolgen.
Mit dieser Handlungslinie sei die Familien-Partei in die entscheidende Stadtratssitzung gegangen. Wirtschaft sei nicht alles, aber ohne Wirtschaft sei alles nichts. Wenn ein Unternehmen wie Festo Flächenbedarf anmelde, müsse man selbstverständlich zusehen, deren Wünsche zu erfüllen, unter Berücksichtigung der Bürgerinteressen und nicht gegen sie.
Mit begleitender Steuerung stimme die Partei zu, hätte in der Tat seit Monaten ein für alle gangbarer Kompromiss auf dem Tisch liegen können. Hier habe der Stadtrat mit der gestaltenden Koalition aus CDU, Familien-Partei und Grünen erfolgreich nachgeholfen. Die erzielten Verbesserungen bei Lärmschutz und Hallenhöhe seien ein Kompromiss, der den Namen verdiene.
Roland Körner, Fraktionsvorsitzender

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2018