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Kloster Blieskastel wird bis zum Jahr 2020 umfassend saniert

Zahlreiche Pilger und Gruppen besuchen jährlich das beliebte Wallfahrtsziel – Kreuzkapellenstiftung bittet um Spenden für Renovierung des Klosters

Blieskastel. Das Kloster Blieskastel wird bis zum Jahr 2020 umfassend saniert. Über die historische und kulturelle Bedeutung des Klosters, die seelsorglichen Angebote sowie die geplanten Sanierungsmaßnahmen informierten bei einem Pressegespräch am 4. Oktober Vertreter der Franziskaner-Minoriten, der Kreuzkapellenstiftung, des Bistums Speyer und des Landkreises Saarpfalz. Architekt Peter Wack erläuterte bei einer Ortsbegehung die geplanten Sanierungsmaßnahmen.

Das Kloster Blieskastel zählt zu den bedeutenden Wallfahrtsstätten im Bistum Speyer. Die Kreuzkapelle wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Meister Thomas Gampfer errichtet. Eine dort ausgestellte Kreuzreliquie sowie das 1911 wieder entdeckte Gnadenbild „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“ sind bis heute Ziel vieler Wallfahrer. Von 1925 an betreuten Kapuziner aus der bayerischen Ordensprovinz die Wallfahrt. Im Jahr 2005 übernahmen Franziskaner-Minoriten der Provinz Krakau das Kloster und die seelsorgliche Betreuung der Wallfahrt.

Aktuell setzt sich die die Ordensgemeinschaft der Franziskaner-Minoriten aus fünf Patres und einem Ordensbruder zusammen. „Wir sind rund um die Uhr erreichbar und haben immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen“, erklärte Pater Mateusz Micek. „Ein geschwisterliches Leben, Armut und Demut sind die Säulen unserer Gemeinschaft.“ Zahlreiche Gläubige aus Blieskastel und Umgebung besuchen täglich die Gottesdienste. Jedes Jahr kommen viele Pilger und rund 50 Wallfahrergruppen zum Kloster Blieskastel. „Das Kloster ist für viele Menschen ein Ort des Friedens und Heils. Durch unsere Präsenz und unsere seelsorgliche Arbeit wollen wir Zeugnis geben von der frohen Botschaft des Evangeliums“, so Pater Mateusz Micek. Die Patres tragen zugleich die seelsorgerische Verantwortung für die Pfarrei „Heiliger Franz von Assisi“ in Blieskastel.

In den vergangenen Jahren wurden bereits die Kreuzkapelle und die Pilgerrast saniert. Jetzt sind das Klostergebäude und der Innenhof an der Reihe. Geplant sind unter anderem der Einbau einer neuen Treppenanlage, eine Erneuerung der Heizung, der Sanitäranlagen und Elektroinstallationen sowie die Realisierung von Brandschutzmaßnahmen. Das Kloster wird künftig barrierefrei zugänglich sein. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 3,75 Millionen Euro. Sie werden zum überwiegenden Teil durch das Bistum Speyer finanziert.

„Gleichzeitig sind wir auf die finanzielle Unterstützung der Gläubigen vor Ort angewiesen“, erklärte Eric Klein, Dekan des Dekanats Saarpfalz und Vorsitzender der Kreuzkapellenstiftung, die Eigentümerin der Klosteranlage ist. „Das Kloster ist als geistliches Zentrum eine wichtige Ergänzung zur seelsorglichen Arbeit in den Pfarreien“, würdigte er die Angebote der Klosters, „die weit in die Region ausstrahlen“. Zu einem späteren Zeitpunkt ist noch die Renovierung der Klosterkirche vorgesehen. „Dann sind die Weichen gestellt, dass das Kloster Blieskastel auch für künftige Generationen ein Ort der Besinnung, des Gebets und der Begegnung mit Gott sein kann“, so Eric Klein.

Weitere Informationen:

www.wallfahrtskloster-blieskastel.de

Spendenkonto:

Kreuzkapellenstiftung
Kreissparkasse Saarpfalz
IBAN: DE88 5945 0010 1011 5658 58

 

PM: Bistum Speyer

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