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Königlicher Musikgenuss

Mit enthusiastischen Beifall endete das Promenadenkonzert der Stadtkapelle Saarbrücken und der Bergkapelle St. Ingbert am Samstagabend im restlos ausverkauften Saarländischen Staatstheater.

Unter dem Motto „A day at the Proms. Hommage an eine Insel“ bot das Gemeinschaftskonzert eine „very Britishe“ Mischung von Riverdance bis Rule Britannia.

Saarbrücken. Im Saarländischen Staatstheater bot sich am Samstagabend ein seltsames Bild: sämtliche Zuhörer greifen zum Taschentuch und beginnen laut zu schluchzen. In Wirklichkeit jedoch herrschte ungebremste Heiterkeit, als das Publikum beim Gemeinschaftskonzert der Stadtkapelle Saarbrücken und der Bergkapelle St. Ingbert zum Mitmachen aufgefordert war. Nach einigen „Trockenübungen“ unter dem charmanten Kommando von Moderatorin Monica Becker war bei Henry Woods „Fantasia on British Sea Songs“ kein Halten mehr: Aufstehen, in die Knie gehen und – auf Zeichen von Dirigent Matthias Weißenauer – in die Hände klatschen, nicht zu vergessen das Schwenken der britischen Fähnchen, die auf den Plätzen bereit lagen und auch beim gemeinsamen Singen der „Rule Britannia“ lebhaft zum Einsatz kamen.

„Keltisch mystisch und very British – Hommage an eine Insel“ lautete der Untertitel des Promenadenkonzertes, mit dem die beiden Orchester ihr 2015 erstmals vorgestelltes Gemeinschaftsprogramm präsentierten. Ob Edward Elgars „Nimrod“, „Jerusalem“ von Hubert Parrys oder der „Crown Imperial March“ von William Walton: die über 100 Musiker der Stadtkapelle Saarbrücken und der Bergkapelle St. Ingbert verzauberten ihre Zuhörer durch perfektes Zusammenspiel, fein austarierte Interpretationen und virtuose Soli.

Dass die beiden Orchester, die den zweiten Teil des Konzertes gemeinsam bestritten, so mühelos zu einem einzigen Klangkörper verschmelzen, kommt nicht von ungefähr. Bei beiden steht Matthias Weißenauer, Solopauker des Saarländischen Staatstheaters, am Dirigentenpult, das er an diesem Abend für ein kleines „Gastspiel“ Nicholas Milton, dem Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters, überließ. Dieser hatte mit den Musikern „Dam Busters March“ einstudiert und dirigierte sein „Lieblingsorchester“ mit sichtlicher Freude.

Eröffnet wurde das Programm von der Bergkapelle St. Ingbert mit der „Hymn of the Highlands“ von Philip Sparke, im mystisch-grünen Nebel begleitet von Dudelsackspieler Günter Trabant. Die majestätischen Landschaften Schottlands wurden nicht nur durch die phantasievolle Musik lebendig, sondern auch durch die passenden Bilderwelten auf der großen Leinwand.

Mit „Lord Tullamore“ entführte die Stadtkapelle Saarbrücken die Zuschauer schwungvoll auf die grüne Nachbarinsel Irland. In „Celtic Flutes“ brillierten die Solistinnen Tanja Seyler und Mirka Ruf, bei „Riverdance“ mit Akkordeon (Bruni Esleben) und Klavier (Markus Schaubel) – juckte es nicht nur Stepptänzer unter den Füßen.

Ganz im Zeichen der Londoner „Last Night of the Proms“ stand das Finale des Promenadenkonzertes, bei dem Queen Elisabeths Krönungsmarsch nicht fehlen durfte. Stimmgewaltige Unterstützung erhielten die Blasorchester hier von dem „Collegium Vocale Blieskastel“ sowie dem Publikum, das sich mit Standing Ovations für den königlichen Musikgenuss bedankte und sich etliche Zugaben erklatschte.

 

Titelbild:
Die Stadtkapelle Saarbrücken und die Bergkapelle St. Ingbert begeisterten ihr Publikum am Samstagabend im ausverkauften Großen Haus des Saarländischen Staatstheaters.

 

PM: Redensart – Agentur für Public Relations

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