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Konzeptions- und Raumstudie e.Mobil Saar-Westpfalz: Ergebnisse vorgestellt

Der Saarpfalz-Kreis hat in Kooperation mit sieben Partnern aus Rheinland-Pfalz von den Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers und der GRETAS GmbH eine Raumstudie erarbeiten lassen,

die Landkreisen, Kommunen, Unternehmen sowie den Stadtwerken Grundlagen liefern soll, auf ihrem jeweiligen Gebiet Ladesäulen für Elektroautos zu errichten. Die wesentlichen Ergebnisse der Konzeptions- und Raumstudie e.Mobil Saar-Westpfalz wurden den Projektbeteiligten auf der Abschlussveranstaltung Mitte November im Homburger Forum vorgestellt. Die Studie führt – unterteilt nach den Kreisen und Städten mit mindestens 20 000 Einwohnern – sowohl die Ladebedarfsräume als auch die Top-Standorte auf. Alle bewerteten Standorte in der Region Saar-Westpfalz sind zudem im Abschlussbericht aufgeführt.

Das Projekt wurde im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit insgesamt 73376,50 Euro durch das BMVI gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Hintergrund

Ländliche Regionen wie das Biosphärenreservat Bliesgau und die Region Westpfalz- stehen in Hinblick auf die Elektromobilität gegenüber urban geprägten Räumen noch am Anfang. Im Zuge der Diskussion um gleichwertige Lebensverhältnisse und 100%-Erneuerbare-Energie-Regionen stellt sich daher die Frage, wie eine angepasste und dennoch attraktive, umweltfreundliche Mobilität gerade auch im ländlich geprägten Raum aussehen kann.

Diese gemeinsame Konzeptions- und Raumstudie e.Mobil Saar-Westpfalz hat umsetzungsorientierte Standortvorschläge für Elektroladestellen in der Region mit dem Ziel herausgearbeitet, an bestehende Ansätze der Elektromobilität anzusetzen und eine klima-, umwelt- und sozialverträglichere Mobilität auszugestalten. Dazu Landrat Dr. Theophil Gallo: „Die Studie bildet damit eine wichtige Grundlage für einen regional abgestimmten Ausbau der Ladeinfrastruktur.“

Zu den Ergebnissen

Insgesamt 5 108 mögliche Standorte an Parkplätzen (Parkplätze) in der Region Saar-Westpfalz wurden anhand von 13 verschiedenen räumlichen Untersuchungsfaktoren (z. B. Orte mit hoher Wohndichte anhand der Einwohnerdichte) analysiert und bewertet, um jedem dieser Potenzialstandorte einen Eignungswert für die Errichtung von Ladeinfrastruktur zuzuweisen. Auf dieser Grundlage konnten die Ladebedarfsräume in einer Rastergröße von 2000 Meter x

2000 Meter mit der höchsten Eignung festgestellt werden. Innerhalb dieser Ladebedarfsräume wurden mehr als 60 Top-Standorte (Parkplätze) in Form von Vor-Ort-Analysen vertieft untersucht. Dabei entfielen 33 Top-Standorte auf Städte mit mindestens 20 000 Einwohnern und 30 Top-Standorte auf den ländlichen Raum außerhalb dieser Städte.

Im Rahmen der Studie wurden die regionalen Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger u. a. in Form einer Online-Befragung eingebunden. Als eine wesentliche Erkenntnis ist hierbei beispielhaft zu nennen, dass ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger dem Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur eine hohe Bedeutung beimisst, obwohl in den überwiegenden Fällen die Möglichkeit besteht, ein Elektrofahrzeug zu Hause oder am Arbeitsplatz zu laden. Zudem deuten die Erkenntnisse zu dem Mobilitätsverhalten darauf hin, dass sich die Streckenprofile bereits jetzt vielfach für den Einsatz von Elektrofahrzeugen eignen.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass diese Studie einen ersten bedeutenden Schritt zum Ausbau der regionalen Ladeinfrastruktur darstellt. Zur Förderung der Elektromobilität in der Region Saar-Westpfalz ist es wichtig, auf dieser Grundlage und über das Projekt hinaus den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie die Entwicklung weiterer Elektromobilitätsangebote koordiniert voranzutreiben. Um die Vernetzung der beteiligten Akteure und einen regelmäßigen Austausch sicherzustellen, sollte die Zusammenarbeit auf Empfehlung der Kooperationspartner über die Lenkungsgruppe des Projekts e.Mobil Saar-Westpfalz fortgeführt und weiter intensiviert werden.

Der Abschlussbericht steht unter www.saarpfalz-kreis.de als Download zur Verfügung.

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