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Kreativ-Café Grüne Neune macht St. Ingberter Senioren glücklich!

Ostern steht vor der Tür. Angesichts der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen ist dieses wichtige Fest zum zweiten Mal für alle anders,

als man es sonst gewohnt ist. Für die Bewohner der vier St. Ingberter Innenstadt-Altenheime wird es jedoch dieses Mal mit Lichtblicken verbunden sein. Die Menschen im Caritas-Zentrum St. Barbara, in den AWO-Seniorenzentren Fidelis- und Bruder-Konrad-Haus sowie im Mathildenstift haben nämlich von Kindern gemalte Postkarten mit Ostergrüßen erhalten. „Wir hatten nicht mit so vielen Rückmeldungen gerechnet. Am Ende waren es dann über 310 Karten“, freute sich Andrea Martin über den Erfolg. Die Inhaberin des Kreativ-Cafés „Grüne Neune“ in der Ludwigstraße 8 hatte die Idee zu der Aktion.

Gut 50 Kinder von Kunden und Gästen malten Motive wie Hasen, Blumen oder Ostereier als Gruß an die alten Menschen auf die Rückseite der von der „Grünen Neune“ zur Verfügung gestellten Karten. Zuvor waren die Eltern der Kinder dem Facebook-Aufruf gefolgt. Sie holten die kleinen Karten, die sie dann – zusammen mit einem kleinen, hölzernen Osteranhänger – mit dem Nachwuchs bemalten, ab und brachten sie später wieder zurück ins Café. Somit entstanden viele, individuelle Dekorationen und Bilder, die den Senioren die Situation in den Heimen etwas erfreulicher gestalten werden. Es war Unternehmerin Martin wichtig, auch die Schulkinder, die durch den Lockdown, die Gruppeneinteilung und das Homeschooling ebenfalls unter den Pandemieauswirkungen leiden, einzubinden und ihnen zu verdeutlichen, dass sie nicht alleine sind. Spontan hatten sich auch die beiden Innenstadt-Grundschulen, die Rischbach- und die Wiesentalschule, bereiterklärt, mit 260 Kindern an der Aktion teilzunehmen.  „Die haben uns sehr unterstützt“, lobte Andrea Martin die Bereitschaft der beiden Bildungseinrichtungen.

Für die Wiesentalschule übergaben die Zweitklässler Leonie Gries (8) und Eva Martin (7) die Tüten mit Postkarten an die Altenheime. Federführend für die Aktion im Mitarbeiter-Team der „Grüne Neune“ war Claudia Henrichs. Die Rohrbacherin koordinierte den Kontakt zu den Einrichtungen und auch die Übergabe. „Es war uns wichtig, etwas zu tun, um der Vereinsamung der alten Menschen entgegenzuwirken“, so Henrichs.

„Ich freue mich sehr. Wir finden die Idee sehr toll“, lobte Evelyn Bahr vom Caritas-Zentrum St. Barbara das Engagement der „Grünen Neune“. „Wir freuen uns über jede Unterstützung, die uns hilft“, erklärte auch Petra Paulisch vom AWO-Seniorenzentrum Fidelishaus und erhielt von Helge Öxler, AWO-Seniorenzentrum Mathildenstift, Zustimmung. Die Situation in den Betreuungseinrichtungen sei schwierig, erklärte Melanie Butgereidt (AWO-Seniorenzentrum Fidelishaus) bei der Übergabe der Postkarten, die zentral vor der „Grünen Neune“ erfolgte, um den Kontakt zu reduzieren. Dies alleine, weil die Besuche durch Angehörige wegen der Corona-Pandemie konditioniert sind. Jeder Bewohner hat maximal eine halbe Stunde pro Tag für Besuche zur Verfügung. Ohne Termin und ohne negativen PCR-Test geht nichts. Die Bewohner würden zweimal pro Woche getestet und die Mitarbeiter täglich, so die Rückmeldung der Heimvertreter. Manche Einrichtungen haben Hilfe durch die Bundeswehr. Das Verschieben von Besuchen durch die Angehörigen ist nicht immer möglich. Naheliegenderweise ist der Verbleib in den Heimen altersbedingt nicht dauerhaft.

Die Heime und ihre Bewohner: Mathildenstift: 75 Bewohner, Bruder-Konrad-Haus: 60 Bewohner, Barbara-Heim 108 Bewohner und Fidelishaus 70 Bewohner.

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