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Kreistags-Sondersitzung zu DB Schenker beantragt

Grüne beantragen Kreistags-Sondersitzung zu Schenker. Mast: Biosphäre und Bliesgaudörfer vor noch mehr LKW-Verkehr schützen

Als Reaktion auf die geplante Ansiedlung von DB-Schenker am Flughafen haben die Grünen eine Sondersitzung des Kreistages des Saarpfalz-Kreises zur Verabschiedung einer Resolution gegen das Ansiedlungsvorhaben beantragt. Grünen-Fraktionschefin Charlotte Mast warnt vor einer nicht mehr vertretbaren Verkehrsbelastung durch LKW zwischen Ommersheim, Aßweiler, Biesingen, Blieskastel und Webenheim, würde das Vorhaben umgesetzt. DB-Schenker und die Stadt Saarbrücken müssen einen geeigneteren Standort suchen, der nur an Autobahn, Schiene oder Wasserstraße liegen könne.

Eine verkehrliche Erschließung über die Staffelstraße würde auf Grund der zu erwartenden 600 LKW pro Tag zudem St. Ingbert, Reichenbrunn und Oberwürzbach über Gebühr mit Lärm und Schadstoffen belasten. Damit wäre auch die Kernzone der Biosphäre betroffen.

„Der Logistikkonzern DB-Schenker will einen sogenannten Hub für den südwesteuropäischen Raum (Frankreich, Spanien, Portugal) bauen und deshalb von Güdingen nach Ensheim umsiedeln. Das bedeutet unter anderem eine massive Zunahme des LKW-Verkehrs. Bereits heute werden die Ortsdurchfahrten von Ommersheim, Aßweiler, Biesingen, Blieskastel und Webenheim für den LKW-Durchgangsverkehr zwischen Saarbrücken und Zweibrücken genutzt“, erklärt Charlotte Mast, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Saarpfalz-Kreis. Hinzu kämen noch Transitverkehre aus Saargemünd in Richtung Zweibrücken.

Anwohnerinnen und Anwohner berichteten, dass die Lärmbelastungen gerade in den Nachtstunden enorm seien. Es gebe handfeste Sicherheitsrisiken wegen hoher Geschwindigkeiten. Mast: „Bei Realisierung dieses großen Logistikzentrums ist davon auszugehen, dass der LKW-Verkehr noch deutlich zunehmen wird. Die Lärmbelastungen steigen, die Sicherheit auf den für den Schwerlastverkehr dafür nicht ausgelegten Straßen und Ortsdurchfahrten sinkt. Dies führt zu weniger Lebensqualität in den Bliesgaudörfern, gefährdet den Status der Biosphäre sowie den Tourismus.“

Dr. Theophil Gallo in seiner Funktion als Landrat ist aufgerufen sich hier schützend vor die Bewohner des Saarpfalzkreises, insbesondere des Bliesgaus zu stellen und auch als Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes seiner Verantwortung für den Schutz dieser Modellregion gerecht zu werden.

V.i.S.d.P.
Charlotte Mast

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