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Land, Kreise und Regionalverband sichern Fortbestand der Arbeitstrainingsplätze für Menschen mit seelischer Behinderung

Das Land, die Landkreise und der Regionalverband sichern gemeinsam den Fortbestand der Arbeitstrainingsplätze für seelisch behinderte Menschen im Saarland (ATP). Nachdem sich die Gebietskörperschaften auf neue Rahmen- und Finanzierungsbedingungen für die ATP ab 2012 geeinigt haben, können diese Angebote jetzt auf neuer Grundlage fortgeführt werden.
„Ich freue mich, dass es den Landkreisen, dem Regionalverband und dem Land gemeinsam gelungen ist, dass die ATP im bisherigen Umfang im Saarland zum Wohle der Menschen mit seelischer Behinderung weitergeführt werden können. Das Arbeitstrainingsprogramm führt diese Menschen schrittweise an die Anforderungen des Arbeitslebens heran und gibt Ihnen Hilfestellung bei der beruflichen Eingliederung“, sagt Arbeits- und Sozialministerin Bachmann.
Ziel der ATP ist es, Menschen mit einer psychischen Erkrankung eine Hilfestellung beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben anzubieten. Dies geschieht wohnortnah durch betreutes Training im allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Einstieg in das Arbeitstraining erfolgt aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen mit einer reduzierten Arbeitszeit und mit zunächst der Verfassung angepassten Tätigkeiten im gewählten Arbeitsfeld. Nach und nach soll die Belastbarkeit trainiert werden, um dadurch sowohl die tägliche Arbeitszeit als auch Inhalt und Qualität der Leistung zu steigern.
Nach gesetzlichen Änderungen sind für die Menschen je nach ihrer Arbeitsfähigkeit entweder die Landkreise und der Regionalverband oder das Land zuständig. Im Sinne der ATP-Träger war es notwendig geworden, landeseinheitliche Rahmenbedingungen für die weitere Durchführung der Maßnahme festzulegen und für alle Beteiligten eine neue finanzielle Grundlage zu schaffen. In 2011 hatte das Land zusätzlich 50.000 Euro bereitgestellt, damit die Finanzierung bis zum Abschluss der Verhandlungen gesichert werden konnte.
Die Landkreise, der Regionalverband und das Land haben nun festgelegt, dass die Träger jeweils mit ihren Gebietskörperschaften Vergütungssätze für den Personenkreis im Bereich der Grundsicherung verhandeln. Das Land erteilt zu den Vereinbarungen sein Einvernehmen und übernimmt dort die Finanzierung von zusätzlich landesweit 50 ATP-Plätzen für Menschen, die Leistungen aus der Sozialhilfe erhalten. Damit ist sichergestellt, dass die ATP im bisherigen Umfang im Saarland zum Wohle der Menschen mit seelischer Behinderung weitergeführt werden können. Ministerin Bachmann weist dabei ausdrücklich auf die regionale Bedeutung des „Arbeitstrainingsplatzprojektes“ für die Zielgruppe der seelisch behinderten Menschen und die beachtlichen Erfolge des Projektes hin: „Seit Beginn der Maßnahme im Jahre 1995 wurden landesweit rund 1450 Personen betreut. Davon konnten 385 in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis sowie 120 Teilnehmer in eine weiterführende Rehabilitationsmaßnahme vermittelt werden. Die Vermittlungszahlen von über 25 Prozent sind vor allem im Hinblick auf die schwierige Situation der Betroffenen Ausdruck einer hohen Effizienz und belegen eindrucksvoll die erfolgreiche Arbeit des Projektes.“ Ministerin Bachmann dankt allen Beteiligten für die überaus erfolgreiche Arbeit bei der Eingliederung von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben und ermutigt auch die Teilnehmer, den von ihnen eingeschlagenen Weg fortzusetzen.
ATP-Träger sind:
· Regionalverband Saarbrücken: Saarland Heilstätten GmbH,

· Saarpfalz-Kreis: Psychosoziale Projekte GmbH,

· Landkreis St. Wendel: Caritasverband für die Region Schaumberg-Blies e.V.

· Landkreis Neunkirchen: DEKRA Akademie GmbH,

· Landkreis Saarlouis: Verein für Sozialpsychiatrie gem. e.V,

· Landkreis Merzig-Wadern: TRIAS e.V.

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