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Landrat hält Vorwurf der Rosinenpickerei beim Thema Schulträgerschaft für unangebracht

Der Landrat des Saarpfalz-Kreises, Theophil Gallo, zeigte sich überrascht über den Zeitpunkt des Vorschlags von Ministerpräsident Tobias Hans zum Thema Schulträgerschaft.

Es seien mit dem Innenminister Gespräche dazu geplant. Wenn im Vorfeld dazu bereits solche Gedanken geäußert werden, passe dies nicht zum Gesamtgeschehen, zumal er persönlich wenig von dem Gedanken einer weiteren Zweckverbandslösung halte. Es stelle sich die Frage, wer beim Land für dieses Thema das Mandat hat, oder ob es sich einfach nur um ein Kommunikationsproblem handelt.

„Den Vorwurf, die Kreise würden Rosinenpickerei betreiben, kann ich schlicht gar nicht nachvollziehen“, so Landrat Gallo, „weil der Versuch einer sachgerechten Lösung in einem Bereich, in dem die Kreise ohnehin schon mit sehr viel Engagement unterwegs sind, nicht zuletzt auch mit Blick auf eine Entlastung der Kommunen, schlicht verkannt wird. „Es hätte sich hier angeboten, zuerst mit den Kreisen inhaltlich zu reden als gleich zu Beginn nur Rosinenpickerei“ zu unterstellen“, eben weil die Kreise bereits die Verantwortung für die frühen Hilfen, den schulpsychologischen Dienst, den schulärztlichen Dienst, die Schulsozialarbeit und die weiterführenden Schulen mit hohem und auch erfolgreichen Engagement wahrnehmen. Auf weitere inhaltliche Punkte zu verweisen, wäre hier zu viel.

„Bei einem für die Zukunft unseres Landes und unserer Kinder so wichtigen Thema wie diesem kann es nur schaden, wenn der zweite Schritt vor dem ersten gegangen wird“, so Gallo. Dafür habe er kein Verständnis.

 

PM: Pressestelle SPK

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