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Leserbrief zu Eindrücken von St. Ingbert

Der Tourist, Eindrücke von St. Ingbert ein Leserbrief von Gerhard Weich / Senior aus St. Ingbert

Neulich bin ich mit einem Besucher der Stadt St. Ingbert ins Gespräch gekommen, es war sehr interessant, mal von einer Aanderen Seite Eindrücke von unserer schönen Heimatstadt geschildert zu bekommen. Der erste Eindruck entstand, als der nicht mehr junge Mann mit der Bahn eintraf: „Hier gibt es ja gar keine Toiletten!“ Wohin mit der Notdurft, auch keine Hinweisschilder, wo sich eventuell eine Toilette befindet. Beim Nachfragen am Taxistand bekam er die Antwort: „Sie befinden sich an einem Biosphären-Bahnhof. Hier gibt es Toiletten, aber die sind nicht zugänglich, Sie können aber da hinterm Parkhaus, da sind Bäume, ihre Notdurft hinterlassen. (Der erste Eindruck war negativ)
Am Rathaus Entstand der nächste weniger gute Eindruck, nicht gepflegt, schmutzig, verwildert, Gemüsepflanzen wie im heimischen Kleingarten, also so sieht Biosphäre aus! Man lässt alles wachsen und verwildern, das ist auch Biosphäre!
Am folgenden Tag lud der Senior mich zu einem Spaziergang ein, wir trafen uns am Schmelzerwald-Parkplatz, nach einigen Gehminuten kamen wir an vielen Stellen vorbei, die mit Tierkot übersät waren. Der erste Satz war auch hier: „…ist Biosphäre“. Nach weiteren Minuten wollten wir eine Ruhepause einlegen, da ist eine Bank! Na, sagen wir lieber, was noch von der Bank übrig war! Ein Gerüst, Sicherheitsmängel ohne Ende – und wieder musste ich mir den Satz anhören: „…Biosphäre“!

Kommentare

  1. Claudia Peschel

    Beim Lesen dieses Artikels habe ich nur noch mit dem Kopf geschüttelt.

    Ob es sich bei dem zitierten Taxifahrer um eine ortsfremde oder –kundige Person handelt, spielt keine Rolle. Er sollte als solcher wissen, dass es in der Innenstadt mehrere öffentliche Toiletten bzw. Lokalitäten gibt, die über einen Aufkleber (nette Toilette) darauf hinweisen, dass sich dort jeder, der ein stilles Örtchen benötigt, fündig wird.

    Was das Rathaus angeht, so steht auf der Facebookseite der Stadt ein Artikel darüber, dass dort ein Bürgergarten entsteht (essbare Stadt), bei dem sich jeder einbringen und sobald die Pflanzen Früchte tragen, auch bedienen kann. Dies hat sehr wohl mit Biosphäre zu tun, allerdings im positiven Sinne. Die Vorarbeiten wurden durch Mitarbeiter des Bauhofes geleistet. Da der Verfasser des Artikels zum Seniorenbeirat der Stadt gehört, sollte ihm dies bekannt sein (sofern es ihn interessiert und ihm nicht daran gelegen ist, unsere Stadt bzw. die Region durch den Schmutz zu ziehen).

    Dass es in IGB Ecken und Straßen gibt, die nicht gerade durch Sauberkeit glänzen, streite ich nicht ab. Dies lässt sich allerdings nicht mit der lapidaren Bemerkung „Biosphäre“ in Verbindung bringen, sondern es gibt das Problem in anderen Städten und Regionen auch.

    Dass die Mitarbeiter des Bauhofes nicht überall gleichzeitig sein können, um Reparaturen an Sitzgelegenheiten vorzunehmen (sofern es in ihre Zuständigkeit fällt), versteht sich von selbst. Eventuell würde ein Hinweis, der nicht unbedingt über die Presse zwecks Anprangern laufen muss, da schon helfen.

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