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„Mahlzeit“ von Gerhard Bungert in aller Munde

Große Resonanz fanden die Buchpräsentation im Bergwerk Reden und die Lesungen in Gerhard Bungerts Heimatgemeinde Reden und in seinem St. Arnualer Lieblingslokal „Unter der Linde“.

Rund 250 Gäste folgten dem Autor bei der Vorstellung seines neuen Werkes. Darin hat er drei Themenschwerpunkte zusammengefügt: Zeitgeschichte, Mundart und Küche, wobei hier Essen und Trinken die wichtigste Rolle spielen. In 10 Kapiteln pro Jahrzehnt schreibt er Storys, Infos und Geschichten aus seinem Leben – und das äußerst unterhaltsam.

Mit dem Gruss „Mahlzeit“ verabschiedeten sich Gerti und Fritz Weissenbach in der Europawelle seiner Jugend um 12 Uhr von ihren Hörern. Einige Jahre später gehört Bungert zu den Autoren der Weissenbachs und schrieb mehr als einhundert Sketche für sie. Der Titel des Buches ist auch eine Hommage an das Duo, von denen er viel über Sprache, Mundart und Selbstverständnis der Saarländer lernte. In seinen äußerst unterhaltsamen Buchvorstellungen regt Bungert an, auf den mittäglichen Gruß in Unternehmen und Behörden „Mahlzeit“ solle man antworten „Hann ich aach schon geläs“.

In mehr als 40 Büchern und hunderten von Beiträgen für Hörfunk und Fernsehen beschrieb er Zeitgeschichte, Mundart und saarländische Küche. Er forschte über die Bergleute und schrieb Theaterstücke. Er schuf die Figur des Heinz Beckers mit und reiste für Reportagen zu Bocuse nach Lyon und in andere Nachbarländer. Für die Saarlandwelle initiierte er Kochwettbewerbe und Sendungen vor Ort, und das Kulturprogramm im Regionalverband gehen auf seine Zeit als „Kultur-Emmes“ im Saarbrücker Schloss zurück.

Aus seinen Erlebnissen trug er in seinen „kulinarischen Erinnerungen“ Storys, Infos und Kommentare zusammen. Es ist ein kulinarischer Schmöker geworden, der zum Nachdenken anregt, aber auch schmunzeln läßt. Das Buch ist bewußt auf die heutigen Lesegewohnheiten angepasst. Man kann mitten in dem 237 Seiten starken Werk anfangen, es von vorne nach hinten und andersherum lesen. Man kann Kapitel herauspicken, wenn Rezepte oder Kapitelüberschriften reizen oder sich von den 72 Abbildungen leiten lassen. Zusammen mit dem Verlag Perlenschnur wurde ein innovatives dreigliedriges Fußnotensystem entwickelt: Es gibt Fußnoten in klassischer wissenschaftlicher Art, Links zu weiteren Informationen über ein Thema und zuletzt „A propos“. Das sind Themen, die dem Autor noch eingefallen sind, aber im Text aus dem Rahmen fallen würden. Ein Lesevergnügen!

 

PM: Kerstin Berres
Assistenz der Geschäftsführung

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