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Maler und Lackierer warten seit März auf Lohn-Plus

Maler und Lackierer an der Saar sehen Rot: Die mehr als 1.460 Beschäftigten des Maler- und Lackiererhandwerks im Saarland warten dringend auf eine Lohnerhöhung – bislang vergebens.

Das teilt die IG BAU Saar mit. Die Maler-Gewerkschaft drückt auf die Tube: Es werde höchste Zeit, dass sich die Maler- und Lackierer-Innung des Saarlandes zu Tarifverhandlungen bereit erkläre. „Im gesamten Bundesgebiet gibt es längst ein Lohn-Plus – überall, nur nicht an der Saar. Schon seit März steht die Innung auf der Bremse und verweigert Tarifgespräche. Das Saarland wird immer mehr zur ‚Maler-Insel der Geizkragen-Chefs‘“, so Markus Andler.

Der Vize-Regionalleiter der IG BAU im Saarland fordert die Arbeitgeber der Branche auf, „den Tarifabschluss vom Rest der Republik eins zu eins zu übernehmen“. Dann würde ein Geselle, der in einem Innungsbetrieb arbeitet künftig auch im Saarland einen Tarif-Stundenlohn von 15,92 Euro bekommen. Derzeit habe er 66 Cent pro Stunde weniger im Portemonnaie. „Pro Tag sind das über 5 Euro – einfach ‚verschenkt‘ an den Chef. Am Monatsende geht ein Maler-Geselle im Saarland so mit gut 114 Euro weniger nach Hause als seine Berufskollegen in Trier, Koblenz oder Kaiserslautern“, rechnet Andler vor. Es sei längst überfällig, dass sich die Saar-Maler-Innung den Tarifverhandlungen für das übrige Bundesgebiet anschließe. Die Innung gelte längst als „Sonderling der bunten Branche“.

Titelbild:
Würde gern einen „gepinselten Haken“ an die Sache machen: Die IG BAU Saar verlangt ein Lohn-Plus für die gut 1.460 Maler und Lackierer im Saarland. Doch die Innung schaltet auf stur, beklagt die Maler-Gewerkschaft. Sie rechnet vor: „Pro Monat hat ein saarländischer Maler gut 114 Euro weniger in der Tasche als sein Berufskollege aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen.“

 

PM: A. Kasten

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