Nachrichten

Dienstag, 24. Oktober 2017 · bedeckt  bedeckt bei 11 ℃ · Bilderbuchkino für Kinder ab 4 JahreRohrbacher Weihnachtsmarkt steht vor der TürBarrierefreie Sanierung der Fußgängerzone in Angriff nehmen

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Marte Meo: Eine wirksame Methode, nicht nur für die Jugendhilfe

Noch vor seiner offiziellen Eröffnung Anfang 2015 startete das Familienhilfezentrum Bexbach mit einer großen Fachveranstaltung mit dem Titel „Gelingende Beziehungen gestalten“.

Bei dieser Marte Meo-Fachtagung mit Maria Aarts, der Begründerin der Methode und Direktorin von Marte Meo International, nahmen ca. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Arbeitsbereichen Jugendhilfe, Jugendämter, Beratungsstellen, Kindertageseinrichtungen, Frühe Hilfen, Sozialpädiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinderärzte teil. Sie wurden umfassend und unterhaltsam über die verschiedenen Anwendungsfelder dieser wirkungsvollen Methode informiert. Marte Meo ist eine videobasierte Beratungsmethode, die von Maria Aarts entwickelt und seit fast 40 Jahren in mittlerweile über 40 Ländern weltweit etabliert ist.

Anhand zahlreicher Video-Clips zeigte Maria Aarts den Teilnehmern sehr eindrucksvoll, wie mit Marte Meo im pädagogischen, beraterischen und auch familiären Kontexten, Beziehungsgestaltung unterstützt werden kann und positive Entwicklungen in der Beziehung aktiviert werden können. Am Nachmittag führte sie vor, wie Marte Meo im Alltag von Kindertageseinrichtungen eingesetzt wird und in der Altenhilfe pflegerische Abläufe erleichtert werden. Marte Meo Fachleute aus dem Sozialpädagogischen Netzwerk der Arbeiterwohlfahrt Saarland gaben einen Einblick in die Praxis der vielfältigen Anwendungsfelder von Marte Meo im Bereich der Jugendhilfe: von der Elternberatung über Elterninformationsnachmittage, Praxisanleitung von neuen Mitarbeitern, bis zum sozial – emotionalem Kompetenztraining für Kinder und Jugendliche.

Der Leiter des Jugendamtes im Saarpfalz-Kreis – Klaus Ruffing – und die Direktorin des Sozialpädagogischen Netzwerks der Arbeiterwohlfahrt – Birgit Luhmann – waren sich in ihren Einführungsvorträgen einig, dass es gerade in Zeiten begrenzter finanzieller Ressourcen der Kommunen und des Landes wichtig sei in Prävention und frühzeitige gezielte Unterstützung zu investieren, bevor es dazu kommt, dass intensivere und somit auch teurere Hilfen notwendig werden. Luhmann betonte, dass in den Videoclips die Effizienz und Wirksamkeit sichtbar werden und so gezeigt werden könne, dass die Jugendhilfe wirkungsvolle Methoden anwende, um Familien nachhaltig und wirkungsvoll zu unterstützen.

Das geplante Familienhilfezentrum Bexbach wird in der umgebauten Pestalozzischule seinen Standort finden. Zusammen mit den Familienhilfezentren in Homburg und Blieskastel ist dies die dritte Einrichtung dieser Art mit vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Familien im Saarpfalz-Kreis. Die Familienzentren im Saarpfalzkries sind ein erfolgreiches Kooperationsprojekt der Arbeiterwohlfahrt (Sozialpädagogisches Netzwerk) und dem Saarpfalz-Kreis (Jugendamt). Unterstützt wird die Veranstaltung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Modellprojektes „Elternchance ist Kinderchance“.

Kommentare

  1. Hans Honders

    Übersichtlicher Beitrage; genügend informativ. Schade dass man keinen PDF printen kann. Hätte es gerne im „Presse“ auf der Website „www.Marte Meo.Com“ veröffentlicht; ist das noch möglich? Bitte wenn schon, wie soll ich Quellennangaben machen?

    Mit herzlichen Grüßen,
    Hans Honders

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017