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Mikroplastik: Ernstzunehmende Gefahr für Mensch und Umwelt

Die Grüne Jugend Saar hat sich für ein Verbot von Mikroplastikteilchen in Kosmetik- und Reinungsprodukten ausgesprochen. In Duschpeelings, Zahncremes, Kontaktlinsenreiniger und anderen Reinigungsprodukten befinden sich winzige Kunststoffkügelchen, die angeblich die Reinigungskraft der Produkte verbessern.

Recherchen des NDR-Verbrauchermagazin „Markt“ ergaben, dass Honig und Trinkwasser teilweise durch die mikroskopisch kleinen Plastikkugeln verunreinigt sind. Auch im Regenwasser sind Plastikteile aus Kosmetika gefunden worden. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Mikroplastik ist ein Umweltproblem, das von Tag zu Tag größer wird. Wer sich über die Reduzierung von umweltschädlichen Plastiktüten Gedanken macht, muss auch das Plastik aus den Pflegeprodukten verbannen. Nach einmaligem Gebrauch landen die Plastikkügelchen im Abfluss und, da die Kläranlagen sie nicht herausfiltern können, direkt in der Umwelt, wo sie sich weiträumig verteilen können. So gelangt Mikroplastik ins Meer und wird dort von Meerestieren fälschlicherweise als Nahrung aufgenommen. Plastik und Schadstoffe werden dadurch Teil unserer Nahrungskette und gelangen schlussendlich in den menschlichen Körper. Die Recherche des NDR zeigt, dass winzige Plastikteile unserer Lebensmittel verunreinigen. Die Belastung unserer Meere mit Plastik ist zudem enorm. Daher muss alles unternommen werden, weitere Einträge zu verringern. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat bereits im November 2012 eine kleine Anfrage an die Bundesregierung zu diesem Thema gestellt. Ernüchternde Antwort: Der Bundesregierung hat die Gefahren von Mikroplastik zum damaligen Zeitpunkt fahrlässig ignoriert. Auch konkrete Maßnahmen, um Mikroplastik aus dem Abwasser herauszufiltern, gibt es bis heute nicht. Wir wollen ein Verbot für die Verwendung von Plastikteilen in Kosmetik- und Reinigungsprodukten. Bis dahin hat es der Verbraucher selbst in der Hand, auf Produkte mit den Inhaltsstoffen Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) zu verzichten. Einige Unternehmen verzichten aber auch bereits freiwillig auf den Einsatz von Mikroplastik in ihren Produkten.“

Mikroplastik gelangt auch über durch das Waschen von Kleidung mit Fleece/Plastikfasern in die Umwelt. Auch durch Witterung und mechanische Einwirkung auf größere Plastikobjekte entstehen Mikroplastik-Teilchen.

 

PM: Grüne Jugend Saar

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