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NACHHALTIGER FUSSBALL? Deutsch-polnische Jugendbegegnungen zu einem aktuellen Sportthema


Das Runde muss ins Eckige – diese fußballerische Binsenweisheit ist wohl jedem Fan des runden Leders geläufig. Aber gibt es auch so etwas wie „nachhaltigen Fußball“? Dieser Frage gehen zurzeit polnische und deutsche Jugendliche in Spohns Haus nach. Die erste von drei polnisch-deutschen Begegnungswochen läuft momentan im ökologischen Bildungszentrum. Schülerinnen und Schüler der Gersheimer Gesamtschule und ihre Freunde von einer polnischen Schule in Rosko (Nähe Posen) gehen eine Woche lang gemeinsam der Frage nach, was Fußball mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ zu tun hat. Der Workshop wurde von dem Ökopädagogen Jerzy Wegrzynowski didaktisch und pädagogisch vorbereitet und wird von ihm gemeinsam mit seinem Kollegen Winfried Lappel durchgeführt. Die polnischen Schüler haben sich in ihrer Schule bereits ein volles Jahr lang mit dem Thema „Nachhaltiges Handeln“ im Rahmen eines Comenius-Projektes der Europäischen Union beschäftigt.

Foto: Elmar Peiffer (Spohns Haus)
Wegrzynowski ließ sich zu dem Thema durch die in diesem Jahr bevorstehende Fußball-Europameister-schaft inspirieren, die in Polen und der Ukraine ausgetragen wird. Daraus ergeben sich zahlreiche Aspekte und Themenbereiche mit Bezug zu der weltweit meistbetriebenen Ballsportart. Unter welchen Bedingungen werden in der Dritten Welt Fußbälle hergestellt? Welche ökologische Bilanz zeitigen Großveranstaltungen wie die Europameisterschaft? Wie sieht es mit der sozialen Gerechtigkeit zwischen den Fußballfreunden in der Dritten Welt und den reichen Westeuropäern aus? Kann durch Großveranstaltungen Toleranz gefördert und können Vorurteile abgebaut werden? All diese global wichtigen Fragen werden in Workshops von den Teilnehmern diskutiert und beleuchtet. Hauptziel der Begegnungen ist es, die jungen Leute für die Frage zu sensibilisieren: wie kann jeder Einzelne durch eigenes verantwortungsbewusstes Handeln zu einer Umwelt verträglicheren und gerechteren Welt beitragen? Dazu die polnische Projektleiterin Wieslawa Norkowska-Nawrot: „In unserer globalen Welt trägt jeder Einzelne ein Stück persönliche Verantwortung für das Leben. Das sollen die Jugendlichen hier in Spohns Haus lernen.“

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