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Naturschätze vor der Haustür – Neuer Kalender 2019

Schon die Titelseite des neuen Kalenders zeigt ein stimmungsvolles Bild, den Aufenthalt in der Natur, hier am Kirkeler Felsenpfad, das ist „Natur erleben“ in der Saarpfalz und in der Biosphäre Bliesgau.

Kalendertitel: Ina aus Trier beim Waldbaden im Kirkeler Wald

Diesem Thema widmet sich in seiner ganzen Vielfalt der neue Kalender für das Jahr 2019. „Der Kalender verspricht eine interessante Entdeckungsreise zu den Themen Natur, Landschaft und Artenvielfalt im Biosphärenreservat Bliesgau“, so Landrat Dr. Theophil Gallo bei der Vorstellung des neuen Kalenders für das Jahr 2019 in den Räumen der Kreissparkasse Saarpfalz in Homburg. Er ist erneut ein Kooperationsprojekt von Saarpfalz-Touristik, Saarpfalz-Kreis, Biosphärenzweckverband Bliesgau und der Kreissparkasse Saarpfalz, das nun schon seit sechs Jahren besteht.

Rotkehlchen im Garten

Auf den zwölf Kalenderblättern und den korrespondierenden Rückseiten mit interessanten Themen zu Flora und Fauna, kann nur ein Bruchteil von dem, was das UNESCO-Biosphärenreservat zu bieten hat, gezeigt werden. Erstmals gab es in diesem Jahr im Vorfeld zur Kalendererstellung in Zusammenarbeit mit der Saarpfalz-Touristik einen Foto-Workshop zum Thema. Einige Gewinnerbilder der Teilnehmer sind im Kalender zu bewundern.

Naturvielfalt in unserer Heimat – Orchideen, Schmetterlinge und vieles mehr

Für das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau ist das Jahr 2019 von besonderer Bedeutung, denn gemäß den internationalen Leitlinien der UNESCO, werden anerkannte Biosphärenreservate alle zehn Jahre überprüft, ob sie das Prädikat des UNESCO-Biosphärenreservats auch weiterhin verdienen. 2019 steht diese Überprüfung nun also für den Bliesgau an. „Ich hege jedoch keine Zweifel, dass wir auch für die nächsten zehn Jahre dieses Prädikat tragen dürfen, denn der Bliesgau hat einiges zu bieten“, so der Landrat bei der Vorstellung. Einige dieser Naturschätze werden im Kalender vorgestellt, wie beispielsweise die Orchideen, Libellen, Schmetterlinge, Raubvögel oder Biber, die in unserer Heimat zuhause sind. Auf einer der Infoseiten wird unter anderem über die Bedeutung von naturnahen Gärten in unseren Städten und Dörfern als wichtiger Rückzugsraum für viele Tierarten informiert. Hier kann jeder einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in unseren Siedlungen beitragen. Hausbesitzer sollten in ihren Gärten lieber heimische Sträucher pflanzen, die im Winter Früchte und Beeren bieten können, als Vorgärten aus Kies und Schotter anlegen. Auf einem anderen Kalenderblatt erfährt man zum Beispiel Interessantes über den Biber, der an der Blies und an zahlreichen Bächen in unserer Region wieder heimisch ist.

April: Beeder Bruch

Auf weiteren Kalenderseiten werden wertvolle Schutzgebiete wie das Beeder Bruch oder das Orchideengebiet in Gersheim mit ihrer außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenvielfalt vorgestellt. So können Wanderer und Naturinterressierte zum Beispiel im Beeder Bruch Heckrinder, Wasserbüffel und Konik-Pferde beobachten oder auf dem Orchideenpfad in Gersheim vom Frühjahr bis in den Sommer knapp 30 verschiedene Orchideenarten entdecken.

Große und kleine Flugkünstler – Greifvögel und Libellen

Auch die Libellen und Schmetterlinge finden in unserer Heimat entsprechende Lebensräume, wo sie sich wohlfühlen. Die Libellen gehören zu den größten heimischen Insekten und sie leben gerne dort wo es nass ist. Dank der zahlreichen Weiher, Bäche und Feuchtgebiete in unserer Region können die Flugkünstler, die übrigens für den Menschen völlig ungefährlich sind, beispielsweise auf der Sieben-Weiher-Radtour sehr gut beobachtet werden. Auch die Könige der Lüfte, die Greifvögel und Eulen, fühlen sich in der Biosphäre sichtlich wohl. Besonders bekannt ist der Bliesgau für seinen großen Bestand an Rotmilanen, die die abwechslungsreiche, stark strukturierte Landschaft des Bliesgau bevorzugen. Nicht selten kann man diese anmutigen Gleitflieger bei ihrem stundenlangen Suchflug im Thermikstrom beobachten. Die Saarpfalz ist auch bekannt für ihre schönen Buchenwälder im Norden und die artenreichen Streuobstwiesen im Süden. Beides sind wichtige Naturräume für viele Tier- und Pflanzenarten sowie Pilze, die für das Ökosystem sehr wichtig sind. Zu guter Letzt werden auf dem Monatsblatt Dezember die Kirkeler Wasserfelsen vorgestellt, die gerade im Winter mit ihren meterlangen Eiszapfen ein imposantes Bild bieten. Bei den Wasserfelsen handelt es sich um eine sogenannte Schichtquelle, da die grundwasserleitende Schicht von der Erdoberfläche geschnitten wird und an dieser Stelle in Kirkel unablässig Tropfwasser abgegeben wird.

November: Parasolpilz

Auch die beiden Sparkassenvorstände Armin Reinke und Ralph Marx hoben die gute Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern hervor, die nun schon seit sechs Jahren besteht und zeigten sich mit dem vorliegenden Jahresbegleiter wieder sehr zufrieden.

Der Kalender zeigt auf der Vorderseite der Monatsblätter jeweils eine besondere Naturschönheit inklusive Kalendarium. Dazu gibt es auf der Rückseite weitere Informationen zu den verschiedensten Naturthemen. Zur besseren Orientierung ist auch eine Übersichtskarte mit den einzelnen Angeboten beziehungsweise Naturräumen abgedruckt.

Der Kalender wird von der Kreissparkasse Saarpfalz an ihre Kunden verteilt. Zusätzlich ist er bei den Kultur- und Verkehrsämtern der Kommunen und bei der Saarpfalz-Touristik, Paradeplatz 4, 66440 Blieskastel, Telefon: (0 68 41) 104 7174, Internet: www.saarpfalz-touristik.de , Mail: touristik@saarpfalz-kreis.de kostenfrei erhältlich.

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