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Neue Fahrradabstellmöglichkeiten in St. Ingbert

Ein weiterer Schritt zur Stärkung der Nachhaltigen Mobilität: „Für einen attraktiven Radverkehr braucht es neben der Radwegeinfrastruktur begleitende Angebote“ – so lautet eine Kernbotschaft des städtischen Radverkehrskonzepts,

das für Klimaschutzmanager Dr. Hans-Henning Krämer und Mobilitätsmanager Dennis Becker eine zentrale Arbeitsgrundlage zur Förderung der umweltverträglichen Mobilität im Stadtgebiet darstellt. Immer teurer werdende Fahrräder müssen in Wohnungsnähe oder an den Zielen des Radverkehrs sicher, standfest, ebenerdig, einsehbar und nach Möglichkeit auch witterungsgeschützt abgestellt werden. Um mehr Menschen dafür zu gewinnen, das Rad zu nutzen, müsse die Qualität und die Anzahl der Abstellanlagen im Stadtgebiet deutlich erhöht werden.

Vor diesem Hintergrund lässt die Stadtverwaltung deshalb aktuell neue Fahrradabstellanlagen an mehreren öffentlich zugänglichen Bildungs- und Freizeitstandorten im Stadtgebiet bauen.

Am Albertus-Magnus-Gymnasium, der Albertus-Magnus-Realschule, der Südschule, der Albert-Weisgerber-Schule, der Rischbachschule, der Pestalozzischule, der Eisenbergschule und der Gemeinschaftsschule Rohrbach hat in den vergangenen Monaten die Firma Bard und Beckmann aus Tholey insgesamt acht überdachte Fahrradabstellanlagen mit insgesamt 112 Fahrradbügeln gebaut, die Platz für insgesamt 224 Fahrräder bieten. 80 Prozent der Gesamtkosten von rund 160.000 € übernimmt das Land über die Richtline zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität.

„Das Fahrrad ist die erste Form selbstbestimmter individueller Mobilität mit einem Fahrzeug. Insgesamt leistet die gute Fahrradinfrastruktur am Schulstandort einen zentralen Baustein zum schulischen Mobilitätsmanagement. Sie trägt dazu bei, den Verkehr von und zu Schulen sicherer, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten sowie bei Kindern und Jugendlichen ein bewusstes Mobilitätsverhalten zu fördern“, erläutert Becker.

Fahrradabstellanlage auf dem Schulhof der Albertus-Magnus-Schulen

Auch am Leibniz-Gymnasium und dem Berufsbildungszentrum ist der Bau von Abstellanlagen geplant. Die „Zweiteilung“ des Projekts liegt in der Fördermittelakquise begründet. Im Rahmen des zweiten Ausbauschritts werden auch am Jugendzentrum, dem DJK-Sportheim, der Rohrbachhalle, der Eisenberghalle und der Oberwürzbachhalle überdachte Fahrradabstellanlagen gebaut. Im Bereich der Stadtbibliothek werden die Bügel erneuert und im Zuge dessen eine Ladestation für Elektrofahrräder installiert. Für rund 157.000 € werden an den genannten Standorten insgesamt 47 überdachte Bügel montiert, die Platz für 94 Fahrräder bieten. Auch hier erhält die Stadt eine Förderung durch das Land in Höhe von 80 Prozent.

Becker bekräftigt die Standortwahl: „Die Sporthallen im Stadtgebiet sind das Ziel unterschiedlichster Nutzergruppen und spielen in der Alltagsmobilität eine große Rolle. Täglich treffen sich dort Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Freizeitgestaltung. Durch die Installation von hochwertigen Abstellanlagen wird der Anreiz geschaffen werden, auf den motorisierten Individualverkehr zu verzichten und auf das Fahrrad umzusteigen. Gleiches gilt für den Standort am Jugendzentrum“.

Parallel zu dem Bau der überdachten Anlagen installiert der städtische Bauhof aktuell entlang der Kaiserstraße und der Fußgängerzone knapp 30 neue Fahrradabstellbügel.

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche wurde auf dieses neue Angebot und die bisher aufgebauten Bügel durch Heliumluftballons aufmerksam gemacht. Das Angebot wird so gestaltet, dass das Parken von Fahrrädern primär an den Eingängen zur Fußgängerzone organisiert wird und nur vereinzelt innerhalb der Fußgängerzone.

Der Klimaschutzmanager der Stadt, Dr. Hans-Henning Krämer, erläutert die weiteren Pläne für die Zukunft: „Nachdem wir an wichtigen öffentlichen Standorten und im Innenstadtbereich das Angebot an Fahrradabstellmöglichkeiten verbessert haben, beabsichtigen wir, dieses Engagement auch in den Stadtteilen vorzuführen. Deshalb haben wir jüngst über die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher eine Bedarfs- und Standortabfrage angestoßen. Die Qualifizierung des Fahrradparkens im öffentlichen Raum ist für die Stadtverwaltung ein zentraler Baustein zur Radverkehrsförderung, dem wir uns kontinuierlich widmen wollen und im nächsten Schritt auch auf touristisch frequentierte Punkte zur Freizeitgestaltung ausweiten wollen.“

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