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Neue Organisationsstrukturen beim 1. FC Saarbrücken

Der Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken strebt nicht nur mit einer neuen Mannschaft sondern auch mit einem neuen Organisationskonzept die baldige Rückkehr in den Profifußball an.

Zielvorgabe des Präsidiums war, schlanke und vor allem effiziente Strukturen zu schaffen, vorhandene Potenziale besser zu nutzen und ein leistungsförderndes Umfeld mit hoher Durchlässigkeit vor allem für junge Talente zu etablieren.

Rückgrat dieses Konzeptes soll und wird in den kommenden Jahren der eigene Nachwuchs sein. Den Aufstieg der A- und B-Jugendmannschaft des 1. FC Saarbrücken in die erste Bundesliga will der Verein gezielt nutzen, um dem eigenen Nachwuchs den direkten Weg in die 1. Mannschaft zu ebnen und für eine regelmäßige und nachhaltige Regeneration des Profikaders zu sorgen. Damit dies gelingt, muss die Verzahnung zwischen erster Mannschaft und Nachwuchs enger werden. Diese wichtige Aufgabe wird ab sofort Stephan Kling als hauptamtlicher Sportkoordinator übernehmen. Ursprünglich als Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainerstab und Präsidium im Herbst vergangenen Jahres verpflichtet, soll der ehemalige Fußballprofi nun zentraler Ansprechpartner für den eigenen Nachwuchs sein und den Weg in die Profimannschaft ebnen.

Der 33-Jährige kennt die Aufgabenstellung aus eigener Erfahrung. Kling schaffte zu seiner aktiven Zeit den Sprung aus der U23 des FC Bayern zu den Profis, durchlief mehrere Nachwuchsteams des DFB und wurde später Stammspieler beim Hamburger SV , bevor er verletzungsbedingt seine Karriere beim 1. FC Saarbrücken frühzeitig beenden musste. Und er ist selbst noch jung genug, um einen guten Draht zur FCS-Jugend aufzubauen. Neben dem Fußball hat Kling schon während seiner Karriere mit einem Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften an einem zweiten Standbein gearbeitet und auch in der Praxis bereits Erfahrungen gesammelt. So war er beispielsweise Teammanager beim FC Homburg und in leitender Funktion in der Scouting-Abteilung des 1. FC Kaiserlautern aktiv.

„Das Niveau in der A- oder B-Jugend-Bundesliga ist nicht mehr weit von dem in der Regionalliga entfernt. Es geht hier im Prinzip nur noch um körperliche Robustheit und Durchsetzungsvermögen. Die Hürde beim Sprung in die erste Mannschaft ist also nicht mehr gigantisch hoch. Das wollen wir uns perspektivisch zu Nutzen machen“, analysiert Kling. Für ihn bietet sich dem 1. FC Saarbrücken nun eine riesige Chance. Der Nachwuchs der Blau- Schwarzen bekommt die Möglichkeit, sich mit dem Unterbau der Top-Vereine wie Bayern München, VfB Stuttgart oder auch Mainz 05, 1. FC Kaiserslautern, Hoffenheim und Freiburg zu messen, die alle für ihre hervorragende Nachwuchsarbeit bekannt sind. Der FCS ist also auf Augenhöhe mit den Topvereinen der Großregion. „Das ist eine ideale Vorbereitung für höhere Aufgaben“, ist sich Kling sicher.

Der neue Sportkoordinator formuliert deshalb gleich zu Beginn seiner Tätigkeit eine klare Zielvorgabe: „Wir wollen jedes Jahr mit mindestens drei Nachwuchsspielern eines Jahrgangs den Sprung nach oben schaffen. Gemeint ist damit nicht, dass sie als Bankdrücker langsam an die Mannschaft herangeführt werden sollen, sondern wir wollen erreichen, dass wir aus dem eigenen Nachwuchs neue Stammspieler gewinnen. Wir wollen nicht mehr nur für andere ausbilden, sondern für uns selbst.“

Welchen Stellenwert diese neue Vereinsphilosophie hat, zeigt auch die Tatsache, dass Kling künftig der einzige hauptamtliche Sportfunktionär des FCS sein wird. Denn mit der Ernennung von Stephan Kling zum neuen Sportkoordinator enden auch die Diskussionen um einen möglichen Sportdirektor. FCS-Präsident Hartmut Ostermann: „In der Regionalliga ist es sinnvoller, in gute Spieler zu investieren als in Hierarchien, die wir erst später in höheren Ligen brauchen werden. Deshalb werden wir den Etat des FCS in dieser Übergangsphase zum Profifußball nicht durch die Stelle eines Sportdirektors belasten. Stephan Kling hat den klaren Auftrag, unsere neue Konzeption in die Praxis umzusetzen. Wir haben vollstes Vertrauen, dass er dies schafft und dass er sich nach und nach für weitere Aufgaben empfehlen kann.“

 

PM: Christoph Heiser, 1.FCS

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