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Partnerschaft mit Polen fruchtet in vielen Bereichen

Kürzlich besuchten 30 Gäste aus dem polnischen Partnerkreises Przemyśl den Saarpfalz-Kreis, um sich mit den Menschen an der Saar kulturell auszutauschen. Noch in diesem Monat kommt eine Gruppe von Lehrern und Verwaltungsvertretern in die Region, um in Arbeitstreffen über die Wettbewerbsfähigkeit der Schulen der beiden Kreise mit den Lehrern und der Schulverwaltung aus dem Saarpfalz-Kreis zu beraten.

Dies zeigt: im Rahmen des zweijährigen COMENIUS-Regio-Projektes wird regelmäßig gearbeitet.

Noch vor Kurzem tanzten die Volkstanzgruppen Lautzkirchen/Saar und Trójczyce aus Przemyśl gemeinsam auf der Festveranstaltung „50 Jahre Élysée-Vertrag“ im französischen Frauenberg, wo die Deutschen und Polen gemeinsam das Zollmuseum Habkirchen besichtigt haben.

In der Atmosphäre des gemeinsamen Europas traten die beiden Tanzgruppen in ihren traditionellen Trachten ebenfalls auf der deutsch-polnisch-französischen Soiree im Spohns Haus Gersheim auf. Das diesjährige Biosphärenfest in Niederwürzbach bot eine attraktive Kulisse zur Vorführung der Tänze aus der Region und aus der Ferne. Das Ehepaar Wydrzyńscy aus dem Partnerkreis Przemyśl hat dort gemeinsam mit den Kunsthandwerkern aus dem Saarpfalz-Kreis (Kordula Lenhardt und Ralf Meisel, Lore Schneider sowie Ulli Osten-Thome) ihre Produkte aus Holz und Filzwolle an einem gemeinsamen deutsch-polnischen Stand präsentiert.

Die Besucher der Akademie für Ältere aus Homburg wie auch der sogenannten Universität der dritten Generation in Przemyśl, die Weiterbildung für Senioren anbieten und ebenfalls an der Bürgerbegegnung teilnahmen, beteiligten sich am Seminar zu EU-Themen. Karin Detemple und Birgit Grandhomme vom EUROP’age e.V. boten für die Gäste Vorträge zur Geschichte der Europäischen Union und der Großregion Saar-Lor-Lux an. Vor der Kulisse des Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim nahm an der Debatte selbst der Landrat des polnischen Partnerkreises Jan Pączek teil.

Nun treffen sich die Deutschen und Polen aus den beiden Partnerkreisen bald wieder. Zwischen dem 23. und 26. September gibt es eine Reihe von Arbeitstreffen und Tagungen, an denen sich die Projektpartner weiterhin austauschen werden.

Das seit Sommer 2012 laufende Projekt unter dem Titel „Deutsch-Polnische Zusammenarbeit zur Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit des Schulstandortes“ hat die Erarbeitung einer Strategie zur Steigerung der Attraktivität von weiterführenden Schulen in den Partnerkreisen zum Ziel. Im letzten Jahr wurden zu diesem Zweck Befragungen von Schülern, Eltern und Lehrern an den beteiligten Schulen durchgeführt. Auch ein Plakat und Werbefilm von den Schülern für die eigene Schule, die im Rahmen eines Projektwettbewerbs erarbeitet werden, sollen die Attraktivität des Schulstandortes unterstreichen.

Die Projektarbeit wird bei dem kommenden bilateralen Treffen durch die Vorstellung des Werbekonzeptes des Spohns Hauses Gersheim unterstützt. Die sechsköpfige Delegation aus Polen und die lokalen Lehrer werden auch über weitere erfolgreiche Projekte im Saarpfalz-Kreis debattieren. So werden das Christian von Mannlich Gymnasium als UNESCO-Projektschule und der dort durchgeführte Trialog-Wettbewerb als Beispiele guter Praxis präsentiert.

Das Projekt wird bis Mitte 2014 durchgeführt. Die lokalen Partner sind neben dem Saarpfalz-Kreis auf deutscher Seite das Christian-von-Mannlich-Gymnasium, die Willi-Graf-Schule, das Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) und das Ökologische Schullandheim Spohns Haus. Die entsprechenden polnischen Kooperationspartner sind der Landkreis Przemyśl, zwei dortige weiterführende Schulen (Zespół Szkół im.Aleksandra Fredry in Nienadowa und Liceum Ogólnokształcące im. Ignacego Krasickiego in Dubiecko) sowie das polnische Lehrerfortbildungsinstitut (Podkarpackie Centrum Edukacji Nauczycieli – PCEN).

Ohne finanzielle Unterstützung von Dritten könnten die Austauschmaßnahmen nicht stattfinden. Die Bürgerbegegnung wurde durch das Saarländische Ministerium für Finanzen und Europa und die ASKO-Europa Stiftung gefördert. Eine Reihe von Vereinen und Organisationen (Spohns Haus, Begegnungen auf der Grenze, EUROP’age, VHS) unterstützten ebenfalls die deutsch-polnische Zusammenkunft. Das COMENIUS-Regio-Projekt wird im Rahmen des EU-Programms für lebenslanges Lernen gefördert.

Weitere Infos zu den Maßnahmen und zur Partnerschaft mit dem polnischen Kreis Przemyśl gibt es bei Dr. Wioletta Frys unter Telefon 0 68 41 / 1 04-82 73 oder der E-Mail-Adresse: wioletta.frys@saarpfalz-kreis.de.

Bildtext:
Auftritt der Tanzgruppe „Trójczyce“ aus dem Kreis Przemyśl / Polen auf der Grenzveranstaltung in Frauenberg.

 

PM: Saarpfalz-Kreis/ Udo Steigner

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