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Pelletheizungen – ökologisch und wirtschaftlich

Das Heizen mit Holzpellets erfreut sich wachsender Beliebtheit. Sie sind billiger als Öl oder Gas und belasten die Umwelt nicht mit klimaschädlichem Kohlendioxid.

Denn beim Verbrennen von Holz wird nur so viel Kohlendioxid frei, wie der Baum bei der Bildung des Holzes aus der Atmosphäre aufgenommen hat, sagt Werner Ehl, Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

Gegenwärtig werden die meisten in Deutschland verbrannten Pellets von deutschen Firmen aus Sägespänen hergestellt. Das sind weitere ökologische und volkswirtschaftliche Vorteile: kurze Transportwege, Kreislaufwirtschaft, regionale Wertschöpfung und heimische Arbeitsplätze.

Wenn Sägespäne nicht mehr ausreichen, um genügend Pellets zu produzieren, wird man im ersten Schritt Durchforstungsholz und Holz aus sogenannten „Kurzumtriebsplantagen“ (KUP) benutzen, die entlang von Verkehrswegen angelegt werden sollen. Dies beeinträchtigt die positive Ökobilanz von Pellets nur geringfügig. Selbst beim Einsatz importierter Pellets aus Kanada wäre deren Verwendung immer noch ökologischer als bei Öl, das unter extremen Umweltbelastungen aus kanadischem Ölschiefer gewonnen wird.

Eine Alternative zu einer zentralen Holzpellet-Heizung sind Pelletöfen im Wohnraum. Wird ein solcher Ofen mit Wassertaschen ausgerüstet, kann er an den Heizkreis angeschlossen werden und das ganze Haus beheizen. Pelletanlagen werden mit Zuschüssen über das Bundesamt für Wirtschaft (Bafa) gefördert

Trotz aller positiven Bewertungen von Pellets ist es wichtig, den Heizenergieverbrauch seines Hauses zu senken, sagt Werner Ehl. Denn auch die Holz-Ressourcen sind begrenzt.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hilft bei der Entscheidung, ob der Einsatz einer Pelletheizung sinnvoll ist, empfiehlt gegebenenfalls Art bzw. Größe der Anlage und gibt Tipps zur optimalen Einbindung in die Heizungsanlage des Hauses. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Termine zur persönlichen Beratung können unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden.

In St. Ingbert finden die Energieberatungen jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 15.

 

PM: Th. Weimar-Ehl

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