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Pilgerrast mit Magnetwirkung

Gastronomie am Wallfahrtskloster eröffnet – Landrat: touristischer Anziehungspunkt für den Kreis
Es gehört sich einfach so, dass an jedem katholischen Wallfahrtsort es auch ein Gasthaus gibt. Überall auf der Welt. Nun hat auch das Wallfahrtskloster Blieskastel wieder eine funktionierende Gastronomie.
Zahlreiche Gäste hatten sich zur feierlichen Eröffnung der „Pilgerrast“ eingefunden. Die Gaststätte ist ohne Ruhetag sieben Tage in der Woche geöffnet, die Küche durchgängig, die verwendeten Produkte kommen alle aus der Region. Denn nach erfolgreicher Renovierung war es der Kreuzkapellenstiftung, Eigentümer der Klosteranlagen, sehr wichtig, dass die Gaststätte auch eine „Seele“ habe. Und Blieskastels Pfarrer Herrmann Kast stellte für die Stiftung heraus, dass man mit der Würzbacher Familie Born genau den richtigen Pächter für die Pilgerrast gefunden habe.
Doris Gaa betonte für die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau (LAG Biosphäre Bliesgau), die sich um den ländlichen Raum kümmert, dass die Familie Born traditionell fast ausschließlich Produkte aus der Biosphärenregion verwende. Die Gaststätte ist wochentags von neun bis 21 Uhr geöffnet, an Sonntagen bereits ab acht Uhr am Morgen. Und angeboten werden neben Kräftig-Deftigem auch Pilgermahlzeiten, etwa eine Suppe mit Brot und einem Glas Pilgerwein für günstige 5,50 Euro, wer den Pilgerstempel hat, zahlt nur vier Euro.
Und damit alles auch Gottes Segen hatte, wurde die Pilgerrast mit einem kleinen Gottesdienst eingeweiht. Neben dem Prior des Klosters, Pater Dariusz Zajac, der die Gäste begrüßte, freute sich auch noch ein anderer ganz offensichtlich über die gelungene Renovierung: Landrat Clemens Lindemann, der mit dem Kloster auch noch etliche Erinnerungen verband. Er sprach von „gut angelegtem Geld“. Und weiter: „Die Raststätte am Jakobsweg wird viele Menschen zusätzlich hierher führen – bestimmt auch zum Gollenstein und auf die Kirkeler Burg“, sagte Clemens Lindemann. Die Saarpfalz-Touristik habe sich als Fremdenverkehrs-Zweckverband des Kreises seit Ende 2006 für den Ausbau der Räume auf dem Blieskasteler Klostergelände stark gemacht. Der Saarpfalz-Kreis ist Träger des LEADER-Projektes „Pilgerrast und Pilgerherberge im Wallfahrtskloster in Blieskastel“ mit einem Investitionsvolumen von etwa 1,6 Millionen Euro. Der Dank des Landrats ging ganz speziell an die saarländische Landesregierung und die Europäische Union: 55 Prozent der Baukosten wurden durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz aus Mitteln des LEADER-Programms des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und Landesmitteln bezahlt.

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