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Pilzexkursion in Hassel

Bei der diesjährigen Pilzexkursion der VHS Nebenstelle Hassel herrschte großer Andrang, so, dass etliche Interessenten nicht mehr teilnehmen konnten.

Dozent und Pilzsachverständiger Marco Theobald von den Saarpfalz-Pilzfreunden führte die Gruppe durch den Hasseler Wald am Fröschenpfuhl, erklärte, wo welche Pilze wachsen, wo man suchen muss und welches der Unterschied zwischen falschen und genießbaren Pfifferlingen ist. So wachsen Steinpilze an Fichten, Buchen und Eichen. Gefunden wurden unter anderem viele Steinpilze, Safranpilze, Röhrlinge, Maronenpilze, Schirmpilze, Butterpilze und Wiesenchampignons, aber auch giftige Sorten.

Die Ausbeute war dieses Jahr gut. Gegen Ende der Exkursion traf man sich auf dem Fröschenpfuhl, wo auf den Tischen jeder seine Pilze ausbreitete, so dass der Dozent die Ausbeute bestimmen konnte: Merkmale wie Farbe, Stiel, Lamellen, Geschmack und Geruch spielen dabei eine Rolle. Er trennte essbare von den giftigen Sorten und riet, das man nur junge feste Pilze nehmen sollte, „die Druckprobe“, so Theobald, „zeigt an, ob der Pilz noch genießbar ist. Bleibt die Delle, ist er zu alt“. Die Pilze, die Käfer oder Maden schon erobert haben, sollte man nicht mehr essen. Auch für die Zubereitung der Pilze gab er Tipps.

Aber er hatte auch Warnungen im Gepäck. Das Stockschwämmchen hat seit dem Klimawandel einen tödlich giftigen Doppelgänger. Dieser wuchs zunächst nur im Gebirge, hat sich mittlerweile in die Tiefen ausgebreitet, wächst am gleichen Stamm wie das essbare Stockschwämmchen. Während das Stockschwämmchen bräunliche Schuppen am Stiel zeigt, ist sein giftiger Doppelgänger (Gift-Häubling) silbrig überfasert. Wer sich nicht sicher ist, sollte keine Gewächse dieser Art sammeln, denn es besteht eine große Verwechselungsgefahr.

Gerade noch Glück hatte eine Teilnehmerin, die glaubte, einen essbaren Champignons gefunden zu haben, ihn schon versuchen wollte, doch es war ein giftiger Karbolchampignon.

Christa Strobel

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