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Plädoyer für das Kultur- und Bildungszentrum Baumwollspinnerei

Plädoyer für die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Kultur – und Bildungszentrums „Neue Baumwollspinnerei“.

Trotz der gegenwärtig verfahrenen Situation in Sachen Baufortschritt, Finanzierung und Förderung bei dem Rivitalisierungprojekt Baumwollspinnerei zwischen den Vertragspartnern Stadt St.Ingbert und Gundstücksverwaltungsgesellschaft GmbH & Co KG Baumwollspinnerei (Geschäftsführer Deller) und dem Fördermittelgeber Land, sprechen sich alle fuer die Fertigstellung des Kultur,- und Bildungszentrums „Neue Baumwollspinnerei„ aus .Und das aus gutem Grunde. Denn nachdem seit 2011 in das umzubauende, denkmalgeschutzte, ehemalige Fabrikgebäude mehrere Millionen investiert bzw. geflossen sind, wäre ein Ausstieg aus dem Umbau immense Steuerverschwendung und die Stadt behielte einen Rohbau/eine Bauruine zurück. Nach 6 Jahren Bauzeit mit Unterbrechungen und Millionneninvestitionen ist bisher nur ein unfertiger und noch nicht ausfinanzierter Rohbau dabei heraus gekommen. Deshalb ist man zum Erfolg gezwungen. Ein gangbarer Weg die Fertigstellung anzugehen wird zur Zeit von der Stadt St.Inbert mit dem Besitzer und Geschäftsführer der Grundstücksverwaltungsgesellschaft Baumwollspinnerei verhandelt, unter den wachsamen Augen der Innenministeriums (Fördermittelgeber) und dem Saarl. Rechnungshof. Feststeht, dass der weitere Weg höhere Kosten abverlangt.

Der Saarländische Rechnungshof hat in seinem Sonderbericht aus seiner Prüfersicht festgestellt, dass sowohl der Investor, die Stadt und auch das Innenministerium in dem Prozess seit 2011 Fehler gemacht haben. Dabei spielen angebliche Vorauszahlungen bzw. Überzahlungen an den Investor und die drohende Rückzahlung von Fördermitteln an das Land durch die Stadt eine zentrale Rolle. Gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen den Akteuren bringen das Projekt aber nicht voran. Jetzt gilt es alle Konzentration und Energie auf die Fertigstellung in 2020/2021 zu richten. Wobei der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jürgen Berthold, vom Innenministerium und dem Kultusministerium neben einer verbindlichen Zusage über weitere Fördermittel durchaus auch mehr kulturpolitische Verantwortung einfordert, da es sich nicht nur um ein lokales Projekt , sondern um ein überregional wirkendes Kulturzentrum handelt und das Land von dem Ruf des Albert Weisgerbermuseums profitieren wird. Außerdem ist seit 2017 das Kultusministerium füer die Bewahrung und Revitalisierung der saarländischen Industriekultur zuständig, wozu das 4 -geschossige Fabrikgebäude der ehemaligen Baumwollspinnerei ohne Zweifel gehört. Da ist dann doch zu erwarten, dass das Engagement von Kultus,- und Bildungsminister Commerson füer das Kultur – und Bildungszentrum „Neue Baumwollspinnerei „ in der Landesregierung und allgemein erhöht wird. Jürgen Berthold erwartet in Zukunft auch vom Saarpfalz – Kreis mehr ideelles und finanzielles Engagement in der Albert-Weisgerber-Stiftung.

Bei all der mehr als unbefriedigenden Entwicklung in den vergangenen 6 Jahren wurden die ursprünglichen Ziele aus den Augen verloren. Die grüne Fraktion erinnert daran, das mit der Rivitalisierung des denkmalgeschützten ehemaligen Fabrikgebäudes und der Einrichtung des Albert-Weisgerbermuseums mit Wechselausstellungen, der Musikschule, Kinowerkstatt und weiteren Kulturellen Angeboten ein Leuchtturmprojekt realisiert werden soll, das weit über das Saarland hinaus strahlt und Kunst -und Kulturinteressierte anzieht. Die St.Ingberter Kommunalpolitiker verbanden u. verbinden miit der innenstadtnahen Neuen Baumwollspinnerei einen Aufstieg der Kulturstadt St.Ingbert in eine höhere Liga und Belebung der Innenstadt. Das Erreichen dieser Ziele ist nach Ansicht der grünen Stadtratsfraktion nach wie vor erstrebens,- und aller Anstrengung wert.

 

Jürgen Berthold
Fraktionsvorsitzender

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