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Planspiel „Wir gründen eine Partei“ an der Gesamtschule Gersheim

Demnächst wird im Saarland gewählt, mehrere Parteien stellen sich dem Votum und werben um die Gunst der Wähler, sie bieten unterschiedliche Programme an und lassen sich vieles einfallen, um das Wahlvolk auf sich aufmerksam zu machen und es zu überzeugen. Warum also sollte man als Jugendliche in der Schule nicht einmal so tun, als ob man schon mitten im Erwachsenenleben stehen würde?

Argumentieren und überzeugen sind Kompetenzen, die man durch Üben erwirbt. Es kann auch nicht schaden, wenn man zu durchschauen lernt, wann die Parteien statt einen zu überzeugen eher zu manipulativen Mitteln greifen. Also dann: All dieses Wissen lässt sich in einem Planspiel wunderbar erwerben. Und so lautete die Aufgabe für einen Schulvormittag: „Wir gründen eine Partei“.

Fünf Schülergruppen stellten sich jeweils der Aufgabe, eine Partei mit einem vorher abgesprochenen Schwerpunkt zu bilden: Umwelt, Wirtschaft, Jugend, Familie und Internet.

Themen waren rasch gesammelt, dann ging es in den „Parteizentralen“ an die Feinarbeit. Spitzenkandidaten wurden gesucht. Programme wurden heiß diskutiert. Informationen wurden für einen Flyer aufbereitet. An den schuleigenen Laptops wurden Entwürfe hergestellt, Schrifttypen ausgewählt, das passende Lay-out abgesprochen. Fotos zur Illustration des Anliegens wurden aufgenommen. Es ging heiß her, eine beachtliche Menge an Arbeit war in kurzer Zeit zu erledigen. Denn bis zur 6. Stunde musste alles stehen, dann war „Pressekonferenz“ angesagt, d.h. die Programme mussten vorgestellt und vor dem kritischen Auge der Gegenparteien argumentativ verteidigt werden.

In der Rückschau waren sich alle Beteiligten einig: Man hatte viel gelernt. Von der Informationsbeschaffung über Argumentationstechniken, von Kenntnissen über Werbestrategien bis hin zur Mediennutzung – viele Bereiche waren angeschnitten. Besonderes Vergnügen fanden die Jugendlichen darin, dass der Lernstoff spannend und lebensnah verpackt war. Als großes Plus hoben sie hervor, dass ihnen keine Lösungen vorgegeben waren, dass sie experimentieren durften und dass die Aufgabe ihnen Luft gab, eigenständig Lösungswege zu erkunden. Und eines ist sicher: Diese Jugendlichen werden den Wahlkampf mit ganz anderen Augen verfolgen.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017