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Programm der Kinowerkstatt

„Kiss the Cook“ (Fr. 2. Okt. 19 Uhr); „East Side Gallery“ (Sa. 3. Okt. 19 Uhr); „Private Revolutions“ (So. 4. Okt. 18 und 20 Uhr; Mo. 5. Okt. 20 Uhr).

 

Kiss the Cook – So schmeckt das Leben

Mit einem zweifachen „Amuse-Gueule“ oder vornehmer „Amuse-Bouche“, einmal als Filmkunst und einmal als Kochkunst wird die 13. Bliesgau Lammwoche, diesjähriges Motto “ Bildende Kunst am Herd „, am Freitag, den 2. Oktober, um 19 Uhr mit einem Film in der Kinowerkstatt St. Ingbert eröffnet. Die Verbindung zwischen Film- und Kochkunst stellt wie in jedem Jahr ein Film her, der das Kochen zum Thema hat. In diesem Jahr ist es „Kiss the Cook – So schmeckt das Leben“, eine Komödie von und mit dem „Iron Man“-Regisseur Jon Favreau als Chef de Cuisine.

Im Anschluss an den Film lädt Kunstschäfer Rudi Schwarz alle Freunde der Filmkunst, der KochKunst & EssKultur zu einem kleinen Buffet mit regionalen Produkten aus dem Bliesgau ein. „Die Bliesgau Lammwoche“ vom 2. – 11. Oktober ist „..ein Weg, über das Kochen und Genießen den Zugang zur Bildenden Kunst lustvoll zu erfahren.“ – das ist die Philosophie von Rudolf Schwarz, dem KunstSchäfer aus Blieskastel Ballweiler.

Es sei zwar anlässlich der Bliesgau-Lammwoche immer eine große Bestätigung für ihn, wenn die besten Köche im Südwesten den hervorragenden Bliesgau-Lämmern eine kulinarische Woche widmeten, „aber mir geht es um mehr, um ein künstlerisches Landschaftsprojekt“. Er bezieht sich dabei auf den Wiener Künstler Peter Kubelka, der an der Städel-Kunsthochschule in Frankfurt auch Kochen als eigene Kunstgattung lehrte und auch in der extra gestalteten Broschüre zur Lammwoche zitiert ist. Für Peter Kubelka sei Kochen die „älteste Bildende Kunst der Menschheit“.

Es geht um Landschaftspflege, Ethik, Naturschutz, Regionalität, Kulturlandschaft, biologische Vielfalt und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit – dies die Schlüsselbegriffe, die mit der Lammwoche verbunden sind. Die BLIESGAU LAMMWOCHEN möchten eine generationsübergreifende Zielgruppe ansprechen und in der Ess- (und auch Film-)kultur zusammenführen.

„Kiss the Cook“ – der ausgelassene, deftig brutzelnde Film, mit dem nicht nur Protagonist Carl, sondern auch Jon Favreau (Regisseur von „Iron Man“) zu ihren Wurzeln zurück kehren, trägt alle Attribute eines Herzensprojekts: Eine Geschichte, die ein unabhängiges Leben voller Genuss feiert, inspirierte Kurz-Auftritte von Weltstars, einen lässigen Look und einen mitreißenden Soundtrack. Neben Jon Favreau spielen Sofia Vergara, John Leguizamo, Scarlett Johansson, Robert Downey Jr. und Dustin Hoffman in dem pikant gewürzten Film, den Filmemacher und Besetzung in vollen Zügen auskosten.

Jahrelang war er den Feinschmeckern von Los Angeles zu Diensten – doch jetzt reicht es Gourmetkoch Carl Casper (Jon Favreau). Restaurantbesitzer Riva (Dustin Hoffman) lässt ihm keine kreative Freiheit, seine Ehe mit Inez (Sofía Vergara) ist gescheitert, die Beziehung zu seinem 11-jährigen Sohn Percy (Emjay Anthony) liegt brach, und dann muss er seine Kochkünste auch noch von einem snobistischen Kritiker (Oliver Platt) verreißen lassen. Am Nullpunkt angekommen, besinnt sich der Sternekoch auf seine kulinarischen Wurzeln und kauft in Miami einen heruntergekommenen Imbisswagen, um noch einmal neu durchzustarten. Zusammen mit Percy und seinem Sous-Chef Martin (John Leguizamo) begibt er sich auf einen kulinarischen Road Trip durch den amerikanischen Süden und begeistert die Massen mit seiner exotisch-kreativen Küche. Endlich spürt er wieder, was ihn wirklich glücklich macht: Freunde, Familie und die Lust am Kochen.

 

Berlin – East Side Gallery

Erstaufführung in Anwesenheit der Regisseurin

Am Samstag, den 3. Oktober, um 19 Uhr zeigt die Kinowerkstatt als Erstaufführung in St. Ingbert und in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper zum 25jährigen Bestehen der East Side Gallery im Jahr 2015 die Kinodokumentation „Berlin – East Side Gallery“ (BRD 2015, Regie, Kamera: Karin Kaper und Dirk Szuszies, Schnitt: Werner Bednarz und Dirk Szuszies, Musik: Patrick Grant / Kiddy Citny & Sprung aus den Wolken / Christoph Mödersheim, 125 Minuten, FSK: ab 6 Jahren)

Die East Side Gallery, das längste noch erhaltene Stück der Berliner Mauer, ist in Gefahr!

Der Film stellt die Frage, in welcher Stadt, in welcher Umgebung, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben wollen. Im Film wird deutlich, daß schon längst an einer neuen Mauer gebaut wird, die sich quer durch unsere Gesellschaft zieht. Es ist die Mauer von Investition und dem Ausverkauf von Idealen, gegen deren Errichtung sich die Menschen heute intuitiv stellen.

Die Dokumentation bietet erstmals und exklusiv einen Einblick in die Gesamtgeschichte des Symbols für Freiheit und Menschenrechte. Kommentarlos erhebt sich ein vielstimmiger Chor: unterschiedlichste Akteure nehmen leidenschaftlich Stellung zu Hintergründen und Konflikten.

Karin Kaper und Dirk Szuszies haben viele internationale Künstler und alle an der Restaurierung und Sanierung im Jahr 2009 Beteiligten als einziges Filmteam der Welt von damals bis heute begleitet. Archivmaterial der Künstler von 1990 ermöglicht zudem einen authentischen und faszinierenden Rückblick.

In den letzten Jahren entstehen an der East Side Gallery monströse Hochbauten, für die bemalte Mauersegmente entfernt wurden. Der Kampf der Künstlerinitiative gegen die Interessen mächtiger Investoren steht für die verfehlte Stadtentwicklung in den Ballungszentren.

In der Kino-Zeit schrieb Joachim Kurz: “Ein beeindruckendes Porträt menschlicher Kreativität, ein Stück lebendige deutsche Geschichte im Zeichen der Wiedervereinigung.“

Radio Eins, Knut Elstermann: “Unbedingt hingehen. Ein toller, beeindruckender Film.“

Die ZEIT, Lena Frommeyer: “Der Film zeigt, wie lebendig Gedenkkultur sein kann.“

Tagesspiegel, Gunda Bartels: “Die Power-Mauer! Schnittstelle zwischen Kunst und Politik.“

Filmecho, Marc Hairapetian: “Flammendes Plädoyer für den Erhalt des bemalten Mahnmals und Hymne an die Freiheit.“

Homepage und Trailer: http://www.berlineastsidegalleryfilm.de
Facebook: www.facebook.com/BerlinEastSideGalleryFilm

 

Privat Revolutions

In aller Munde und Medien ist zur Zeit der Film „Privat Revolutions“ mit dem Untertitel „jung, weiblich, ägyptisch“ – ein Dokumentarfilm von Alexandra Schneider mit Fatema Abouzeid, Amani Eltunsi, May Gah Alla und Sharbat Abdullah – vier junge Ägypterinnen kämpfen um die Verbesserung ihrer Welt, jetzt weiterhin in der Kinowerkstatt, am Sonntag, den 4. Oktober, um 18 Und 20 Uhr, sowie am Montag, den 5. Oktober, um 20 Uhr!

Die Frauen: Amani engagiert sich mit ihrer Radiostation und ihrem Verlag für mehr Frauenrechte und stößt als unverheiratete Business-Frau alle vor den Kopf. Fatema versucht ihre politische Karriere bei den Muslimbrüdern mit ihren Verpflichtungen als Mutter zu vereinbaren. Die Nubierin May kündigt ihren Job als Bankerin, um ein Entwicklungsprojekt im konservativen Süden Ägyptens aufzubauen. Sharbat widersetzt sich ihrem Mann sowie ihrem sozialen Umfeld und riskiert alles, indem sie mit ihren Kindern gegen das Regime demonstriert.

„Privat Revolutions“ lief bisher auf zahlreichen Filmfestivals, so beim DOX Copenhagen Int. Filmfestival, beim Kasseler Dokfest, beim Filmfest „FrauenWelten“ in Tübingen, beim Sarajevo Film Festival, beim Crossing Europe Linz (Weltpremiere) und erhielt den Publikumspreis – „this human world 2014″!

Die Regisseurin Alexandra Schneider ist aufgewachsen in Deutschland, USA, Dänemark und Österreich und antwortet auf die Frage, was sie mit der Kamera in den Arabischen Frühling geführt hat: “ Die Neugierde! Ich war sehr berührt von den Themen, für die die Menschen auf die Straße gingen: Themen wie Freiheit, Solidarität, Brüderlichkeit. Der Slogan lautete: „Brot, Freiheit und mehr soziale Gerechtigkeit“. Die Slogans bezogen sich nie „Gegen Mubarak“ oder „gegen etwas“ sondern von Beginn an „für etwas“. Es hat mich persönlich begeistert, dass ganz junge Frauen plötzlich von sich reden machten, und zwar nicht die altbekannten Feministinnen…

 

PM: W. Kraus, Kinowerkstatt

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