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Programm in der Kinowerkstatt am 20. – 21. Juli 2014

„Ferner schöner Schein“ Sonntag, 20. Juli, 18 Uhr); „Art’s Home Is My Kassel“ (Sonntag, 20. Juli,  20 Uhr; Montag, 21.Juli, 18 und 20 Uhr).

 

Ferner schöner Schein

Sonntag, den 20. Juli, um 18 Uhr läuft „Ferner schöner Schein“ von Anka und Wilhelm Sasna. Der Spielfilm erzählt von der Liebesgeschichte zwischen einem Schrottsammler und einer jungen Frau im ländlichen, armen Polen. Das mühevolle Leben und der Alltag des Paares und aller anderen Dorfbewohner ist in eine erdrückend geheimnisvolle Atmosphäre gehüllt. Eines Tages verschwindet der Schrottsammler ohne jede Spur, was unerwartete Ereignisse nach sich zieht. Inmitten wunderschöner Landschaftsbilder, unter der sengenden Sonne zeigt sich schließlich das menschliche Böse.

„Ferner schöner Schein“ ist beides: Kunst und Film. Als Film beschreibt das Stück eine kurze Geschichte in einem Dorf irgendwo in Polen, weit ab, so scheint es von Zivilisation. Pawel lebt hier mit seiner dementen Mutter und seiner Verlobten in einfachen Verhältnissen. Er sammelt Altmetall und Müll bis er irgendwann verschwindet..

Auf der Kunstebene funktioniert „Ferner schöner Schein“ dann doch ganz anders. Denn Pawels Geschichte ist nichts weiter als die Oberfläche einer viel tieferen Geschichte. Was die Sasnals eigentlich bewegte, dieses Werk zu kreieren, ist ein Stück polnische Geschichte, die lange Zeit keiner hören wollte. Während des 2. Weltkrieges ergab es sich, dass deutsche Truppen ein polnisches Dorf okkupierten, welches aus Polen und einer kleinen jüdischen Gemeinde bestand. Die Deutschen ließen die Polen entscheiden, was sie mit den Juden machen wollen. Ohne viel Gezeter sperrten diese ihre jüdischen Nachbarn, mit denen sie jahrzehntelang zusammen gelebt hatten, in einen Schuppen, zündeten diesen an und teilten dann ihre Besitztümer unter sich auf.“ (Beatrice Behn, kino-zeit.de)

 

Art’s Home Is My Kassel

Film über die Dokumenta Kassel

Am Sonntag, den 20. Juli, um 20 Uhr und am Montag, den 21.Juli, um 18 und 20 Uhr läuft „Art’s Home Is My Kassel“ (D 2014) von Katrin und Susanne Heinz. „Art’s Home Is My Kassel“ ist eine kurzweilige Dokumentation über die Dokumenta 13 im Sommer 2012. Neben Aktivisten und Künstlern kommen auch normale Kasseler Bürger und Mitarbeiter des Kunstbetriebes zu Wort. Der Film begleitet Protagonisten, die in Kassel leben und deren oft missachtete Heimatstadt sich im Sommer 2012 zu einem internationalen Hotspot entwickelt – vor, während und nach der documenta. Da ist der Architekt und Bauherr für „Unsichtbares“, für den ganz Kassel zur Baustelle wird. Für Taxifahrerin Jutta bedeutet die Weltausstellung ein gutes Geschäft und jede Menge skurrile Fahrgäste. Rui, selbst Künstlerin und Ausstellungsbegleiterin, bereitet sich akribisch auf die Besuchertouren vor. Aber auch Künstler und Besucher der documenta selbst kommen zu Wort und erläutern ihr Kassel- bzw. Kunsterlebnis. (Real Fiction)

PM: Wolfgang Kraus, Kinowerkstatt St. Ingbert

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