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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

„Beste Chance“ (Fr. 23. Okt. 19 Uhr; Mo. 26. Okt. 18 Uhr); „Birdman“ oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit (Fr. 23. Okt. 21 Uhr; So. 25. Okt. 20 Uhr); „Chasing Ice“ (So. 25. Okt. 18 Uhr; Mo. 26. Okt. 20 Uhr).

 

Beste Chance

Mit seinem Debütfilm „Wer früher stirbt, ist länger tot“ schaffte Marcus H. Rosenmüller einen Erfolg, mit dem niemand gerechnet hätte. Bayern entdeckte auch auf der Leinwand seine Wurzeln wieder. Nach „Beste Zeit“ und „Beste Gegend“ (die wir beide gezeigt haben) nun die „Beste Chance“ (D 2014) – Regie: Marcus H. Rosenmüller, Buch: Rosenmüller, Karin Michalke. Kamera: Stefan Biebl. Mit Anna Maria Sturm, Rosalie Thomass, Volker Bruch. (102 Minuten). Mit der Komödie setzt Marcus H. Rosenmüller die Reihe über die Freundinnen Kati und Jo fort. Bislang kamen sie über ihr Dorf kaum hinaus. Nun führt sie ihre Suche nach Freiheit und Glück bis ins ferne Indien…Auch ohne die beiden ersten Teile gesehen zu ahaben, kann man den Film geniessen.

„„Beste Zeit“, „Beste Gegend“ und auch der nun von Anfängerfehlern vollends befreite „Beste Chance“ wirken wie schnell improvisiert. Erst beim genaueren Hinsehen erkennt man die exakte Kamera- und Regiearbeit, das präzise Timing und das Ineinandergreifen der glaubwürdigen Dialoge und Szenen mit dem stimmigen Soundtrack.“ (Ulricke Frick)

 

Birdman

oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit

Auch an diesem Wochende, Freitag, den 23. Oktober, um 21 Uhr und am Sonntag, den 25. Oktober, um 20 Uhr ist „Birdman“ (USA 2014), Regie: Alejandro González Iñárritu, Darsteller: Michael Keaton, Emma Stone, Edward Norton, Zach Galifianakis, Amy Ryan, Naomi Watts, Andrea Riseborough, in der Kinowerkstatt zu sehen.

Am New Yorker Broadway sucht Riggan Thomson (Michael Keaton) den Neuanfang, mit einem selbstgeschriebenen Stück nach Kurzgeschichten von Raymond Carver. Sein letztes Geld steckt in der Produktion.

„Spielen soll er endlich“, fordert sein illustrer Kollege Mike Shiner (Edward Norton) von Riggan. Doch Riggan muss sich dafür erst einmal verwandeln – von der Verkörperung der Comicfigur „Birdman“ in einen richtigen Bühnenkünstler. In drei Kino-Blockbustern ist Riggan ins „Birdman“-Kostüm geschlüpft. Zwanzig Jahre ist das her. Verprasst sind die Millionengagen, verblasst der Ruhm.

Weil Riggan bloß ein Hollywood-Promi sei, hat die Päpstin der New Yorker Theaterkritik Tabitha Dickinson (Lindsey Duncan) aber schon mal die publizistische Vernichtung seines Stücks beschlossen.

„Skandiert von Tusch und Trommelwirbel des unermüdlichen Schlagzeugs von Antonio Sanchez, betätigt sich die Kamera von Emmanuel Lubezki indes als rastloser Dämon beider Welten: Scheinbar in einem einzigen Take ohne Schnitt, saugt sie in Windeseile die Ereignisse auf: penetrant wie der Film studiert sie die abblätternden Charakterfassaden, passenderweise dargeboten von drei Stars, die auch mit Blockbustern bekannt wurden. An Tempo und Tiefe, Poesie und Ironie kann man sich hier kaum satt sehen.“ (Andreas Günther auf kino-zeit.de)

Der Trailer gibt nichts über den Film wider, man muss ihn sehen. Alles ist drin: Liebe, Geliebt werden, Hass, Rache, Respekt, Demut, Angst, Humor, ja er ist satirisch, dunkel und hat viele Facetten auf unterschiedlichen Ebenen. Am Ende, wenn du denkst du weisst, wie es ausgeht, trifft es dich: Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit!

 

Chasing Ice

Atemberaubende Landschaftsbilder von den Folgen der Erderwärmung unseres fragilen Planeten sind in „Chasing Ice“ (USA 2012), dem Film von Jeff Orlowski über den Fotografen James Balog zu sehen. Balogs beeindruckende Aufnahmen von Gletschern verwandeln Jahre in Sekunden. Er zeigt in Zeitrafferaufnahmen, wie Berge aus Eis, die bereits seit Jahrtausenden existieren, in rasender Geschwindigkeit verschwinden. Das Team von jungen Abenteurern bereiste die lebensfeindlichen Gebiete der Arktis und riskierte nicht nur seine Karriere, sondern auch sein Leben, um diese dramatischen Veränderungen zu dokumentieren. „Chasing Ice“ – der wichtigste Film des Jahres, der den letzten Skeptiker vom Klimawandel überzeugt, ist noch einmal am Sonntag, den 25. Oktober, um 18 Uhr und am Montag, den 26. Oktober, um 20 Uhr, zu sehen.

 

PM: Wolfgang Kraus, Kinowerkstatt St. Ingbert

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