Nachrichten

Freitag, 20. Oktober 2017 · leicht bewölkt  leicht bewölkt bei 12 ℃ · Nachkirmes auf dem MarktplatzBunter Nachmittag für SeniorInnen in der OberwürzbachhalleSaarländische Künstler sind bei Künstlermarkt vertreten

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

„Mannheim – Der Film“ (Fr., 3. Juni, 18 Uhr; Mo., 6. Juni, 20 Uhr); „Much Loved“ (Fr., 3. Juni, 20 Uhr; Sa., 4. Juni, 20 Uhr; Mo., 6. Juni, 18 Uhr); „Das brandneue Testament“ (So., 5. Juni, 20 Uhr).

 

Mannheim – Der Film

Mannheim – Neurosen zwischen Rhein und Neckar

„Mal gehts ab, mal gehts daun!“ in dem sehr sehenswerten, weil sentimental und lustigen aus dem Leben gegriffenen Film“ – zu sehen am Freitag, den 3. Juni, um 18 Uhr und am Montag, den 6. Juni, um 20 Uhr.

„Mannheim – Der Film“ (Deutschland 2016) ist eine Liebeserklärung an die vor allem durch das stadtprägende Barockschloss bekannte Rhein-Neckar-Stadt und ihre Einwohner, Regie: Thomas Oberlies, Drehbuch: Daniel Morawek, mit Benedikt Crisand, Selale Gonca Cerit, Torsten Eikmeier, Rainer Lott, Constanze K. Langhamer, Volker Heymann, Sven Djurovic, Cris Cosmo, Petra Mott, Yesim Meisheit, Barbara Bauer.

Die 300.000 Einwohner zählende Quadratestadt im Dreiländereck steht ganz im Zentrum der Komödie von Regisseur Thomas Oberlies. Er erzählt darin von drei Mannheimer Freunden, die alle auf der Suche nach dem privaten oder beruflichen Glück sind. Ihr Leben wird gehörig durcheinandergewirbelt, als sie auf eine quirlige, attraktive Sängerin treffen und allmählich ihrem Charme erliegen. „Mannheim“ ist nicht nur das liebevolle Porträt einer Stadt und ihrer Einwohner, sondern auch eine mit viel Lokalkolorit und hohem Musikanteil ausgestattete, ebenso sympathische wie leichtfüßige Komödie, die sich selbst – und ihre Figuren – nicht zu ernst nimmt.

Die kurzweilige, locker-leichte Komödie lebt von ihren liebenswürdigen, grundsympathischen Figuren und vom Einblick in deren – von alltäglichen Sorgen und Nöten geprägten – Alltag. Die Suche nach dem privaten Glück treibt dabei vor allem den hoffnungslosen Romantiker Enzo um, der immer noch auf die große Liebe wartet. Diese hat Mike mit seiner Frau schon gefunden, jedoch erfüllt sich deren Kinderwunsch einfach nicht. Weniger auf die private als vielmehr auf die berufliche Erfüllung als Musiker hofft hingegen Pragmatiker Peter.

Darüber hinaus zieht sich jenes bestimmende Thema wie ein roter Faden durch den Film, für das Mannheim seit langem schon deutschlandweit bekannt ist, und das nicht erst, seit es dort die Popakademie gibt: Die bunte, florierende (Pop-) Musikszene. Angefangen vom frischen, zu keiner Zeit zu aufdringlichen und von Gitarrenklängen bestimmten Soundtrack über einige der Handlungsorte (Konzerte, Proberäume etc.) bis hin zu den Hauptfiguren, in deren aller Leben Musik eine zentrale Rolle spielt.

 

Much Loved

(Frankreich/ Marokko 2015) Regie & Buch: Nabil Ayouch, Darsteller: Loubna Abidar, Halima Karaouane, Asmaa Lazrak, Sara El Mhamdi Elaaloui, Abdellah Didane (Länge: 104 Minuten)

Ganz neu im Kino ist ein starker, wahrhaftiger, bewegender und bisweilen auch humorvoller Spielfilm um eine Gruppe Frauen, die sich als Prostituierte in Marokko durchschlagen: „Much Loved“ (Frankreich/ Marokko 2015) Regie & Buch: Nabil Ayouch, Darsteller: Loubna Abidar, Halima Karaouane, Asmaa Lazrak, Sara El Mhamdi Elaaloui, Abdellah Didane (Länge: 104 Minuten). Er läuft weiter in der Kinowerkstatt, am Freitag, den 3. Juni, um 20 Uhr, am Samstag, den 4. Juni, ebenfalls um 20 Uhr und am Montag, den 6. Juni, um 18 Uhr.

Die drei Freundinnen Noha (Loubna Abidar), Soukaina (Halima Karaouane) und Randa (Asmaa Lazrak) leben in Marrakesch und arbeiten in der Nacht als Prostituierte. Die jungen Frauen haben eine freche Art und nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es um ihren Job geht. Dabei werden sie von ihrem Bodyguard, Chauffeur und Zuhälter begleitet, der sie durch die Bar- und Nachtclubszene bis zu den Hotels kutschiert. Nach außen hin wirken sie wie selbstbestimmte Frauen, die sich nichts gefallen lassen und ihre finanzielle Unabhängigkeit schätzen. In Wirklichkeit werden die Freundinnen jedoch von ihren Familien verstoßen und von Klienten, Polizisten und Zuhältern zu Menschen zweiter Klasse degradiert. In einer islamisch geprägten Kultur ist ihre Arbeit noch gefährlicher und stärker verpönt als anderswo. Deshalb müssen sich die jungen Frauen tägliche Anfeindungen, Diskriminierung und Ausbeutung gefallen lassen. Die loyalen Freundinnen finden nur untereinander Trost und Wärme, wobei sie von einer besseren Zukunft und dem persönlichen Glück träumen…

 

Das brandneue Testament

Der globale Kult-Hit!

„Das brandneue Testament“ ist laut VARIETY (Cannes) inzwischen zum globalen Kult-Hit geworden! Und er läuft immer weiter, am Sonntag, den 5. Juni, um 20 Uhr z. B.!

Kino vom feinsten: einfallsreich und unterhaltsam, mit tollen Darstellern (darunter Benoît Poelvoorde und Catherine Deneuve), und oben drauf gibt’s – wenn man möchte – eine ordentliche Portion Tiefgang: Der Film zeigt, wie selten Menschen ihr Leben nach ihren Herzenswünschen gestalten und wie groß das Glück ist, wenn sie es denn endlich wagen. Aber auch ohne philosophischen Touch ist die Komödie ein echter Kino-Leckerbissen: mit leichter Hand sehr unterhaltsam inszeniert und proppenvoll mit unfassbar guten Gags. Der Film schafft die Balance zwischen Polemik und Poesie – mithin ein Geschenk für wirklich die ganze Filmfamilie. Ein himmlisches Vergnügen!

 

PM: W. Kraus, Kinowerkstatt St. Ingbert

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017