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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

„Das Salz der Erde“ (Freitag, 28. August, 19 Uhr); „Wem die Stunde schlägt“ (Samstag, 29. August, 20 Uhr; Sonntag , 30. August, 20 Uhr); „Aufzeichnungen von Kleidern und Städten“ (Montag, 31. August, 20 Uhr).

 

Das Salz der Erde

von Wim Wenders

Die Kinowerkstatt zeigt noch einmal, am Freitag, den 28. August, um 19 Uhr die Dokumentation „Das Salz der Erde“, in dem Wim Wenders das Lebenswerk des Photographen Sebastiao Salgado porträtiert.

40 Jahre lang reiste der brasilianische Sozialfotograf Sebastião Salgado von Kontinent zu Kontinent und dokumentierte einige der wichtigsten Ereignisse in der Menschheitsgeschichte: internationale Konflikte, Hungersnöte und Vertreibungen. Salgado selbst wäre seelisch daran fast zugrunde gegangen, wenn er nicht ein neues, ein gigantisches Fotoprojekt begonnen hätte: „Genesis“: Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis heute unberührt. Mit seiner Kamera widmet sich Salgado seit nunmehr fast einem Jahrzehnt diesen paradiesischen Orten unserer Erde, kehrt an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart uns eine wunderbare Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

Gemeinsam mit Salgados Sohn, Juliano Ribeiro Salgado, begleitete Regisseur Wim Wenders („Buena Vista Social Club“, „Pina“) den Fotografen auf seinen Expeditionen. Heraus kam eine Dokumentation über das Lebenswerk Salgados, die zutiefst erschütternd und lebensbejahend zugleich ist. Nicht ohne Grund wurde das für den Oscar nominierte Werk bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2014 in der Sektion Un Certain Regard mit dem Spezialpreis ausgezeichnet. Im Februar 2015 gewann „Das Salz der Erde“ außerdem den César als bester Dokumentarfilm. (sho)

 

Wem die Stunde schlägt

Ingrid Bergman wäre am 29. August in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden, genau an einem 29. August (1982) ist sie gestorben. Eine ihrer bekanntesten Rollen spielte sie 1942 als Ilsa Lund an der Seite von Humphrey Bogart in der US-Produktion „Casablanca“ des Regisseurs Michael Curtiz.

Die Kinowerkstatt zeigt am Samstag, den 29. August, um 20 Uhr und am Sonntag , den 30. August, um 20 Uhr den Film „Wem die Stunde schlägt“ (USA 1943) Regie: Sam Wood mit Gary Cooper und Ingrid Bergman in den Hauptrollen, in neun Kategorien für den Oscar nominiert

„Wem die Stunde schlägt“ nach dem packendsten und berühmtesten Roman Ernest Hemingways, schildert drei Tage im Leben des Amerikaners Robert Jordan (Gary Cooper). Aus Liebe zur Freiheit und zu Spanien kämpft er als Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg auf seiten der Republikaner. Seine Aufgabe lautet, die Partisanen in den Bergen nördlich von Madrid hinter den faschistischen Linien zu beraten und eine strategisch wichtige Brücke zu sprengen. Inmitten der spannungsreichen Ereignisse, die von allen das Äußerste an Entschlossenheit und Opferbereitschaft fordern, begegnet Jordan bei der Guerillagruppe Maria (Ingrid Bergman), einem jungen Mädchen, dessen Eltern im Bürgerkrieg ermordet worden sind. Die Liebe zu Robert Jordan läßt sie die Schrecken der Vergangenheit kurz vergessen, und er lernt, seine Einsamkeit zu überwinden. Bei dem Gefecht um die Brücke wird er verletzt und bleibt zurück, um den Rückzug der anderen zu decken. Die Gestalten von „Wem die Stunde schlägt“ sind unvergeßlich. Neben Robert Jordan und Maria ragen vor allem der alte Anselmo, der verschlagene Pablo und seine Gefährtin Pilar (Katina Paxinou) heraus. Deren Schilderung der grausamen Geschehnisse in ihrem Heimatdorf gehören zu den beeindruckendsten Passagen Hemingways, wie die Liebesgeschichte zwischen Maria und Robert zu seinen zärtlichsten. Das Motto des Romans – »Kein Mensch ist eine Insel« – apostrophierte Hemingways Abwendung von der existentiellen Einsamkeit und Kühle seiner vorherigen Romane und markierte einen Wendepunkt in seinem Werk. Ernest Hemingway hat sich während des Schreibens an seinem Roman die schwedische Schauspielerin Ingrid Bergman als Maria und Gary Cooper als den typisch-klassischen Helden Robert Jordan vorgestellt. „Ernest Hemingway war mit der Besetzung und schauspielerischen Leistung von Gary Cooper und Ingrid Bergman sehr zufrieden. Er hat dem Schauspieler Gary Cooper ein Kompliment gemacht und folgendes gesagt: „Sie haben Robert Jordan exakt so gespielt, wie ich ihn mir vorgestellt habe, zäh und mit eiserner Entschlossenheit. Ich danke Ihnen!“ (Quelle: Film! Das 20. Jahrhundert). Die Verdrängung der politischen Aspekte im Film hat er kritisiert.“ (aus Wikipedia)

 

Yamamoto – Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten

von Wim Wenders

„Yamamoto – Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten“ (Deutschland/Frankreich 1989, 79 Minuten) von Wim Wenders, läuft am Montag, den 31. August, um 20 Uhr.

Yohji Yamamoto – ein kreatives Genie zwischen den Metropolen Paris und Tokio – Wim Wenders findet in ihm einen Seelenverwandten. Mit der Kamera beobachtet er den Mode-Avantgardisten beim Kreieren seiner Kleider zwischen Models, Ateliers und Laufsteg. Dabei wird der Film über die Kunst des Kleidens zum Porträt der Städte und zum Diskurs der Gemeinsamkeiten von Architektur, Design und Kino.

Dieser „Tagebuchfilm“, wie Wenders ihn nannte, untersucht die Gemeinsamkeiten seines Handwerks, des Filmemachens, mit dem Handwerk eines Modedesigners, dem in Tokio lebenden Yohji Yamamoto, der zu Beginn der 1980er Jahre die Modewelt revolutionierte. Wenders drehte den Film weitgehend alleine und als Ein-Mann-Team. Yamamoto und Wenders wurden im Laufe der Dreharbeiten, die sich über ein Jahr hinzogen, zu guten Freunden.

 

PM: W. Kraus, Kinowerkstatt

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