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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

„La Finca Humana“ (Fr., 23. September, 19 Uhr); „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ (Sa., 24. September, 20 Uhr); „Der Name der Leute“ (So., 25. September, 20 Uhr; Mo., 26. September, 20 Uhr).

 

 

La Finca Humana

Ein Fair-Trade Film!

Zur Aufführung ihres Filmes „La Finca Humana“ am Freitag, den 23. September um 19 Uhr, sind der Regisseur Brian Olson (USA) und der Produzent Rolando Lopez in der Kinowerkstatt anwesend und stehen anschließend zum Publikumsgespräch zur Verfügung. Die Kinoaufführungen in Sankt Ingbert werden durchgeführt mit Unterstützung von Fairtrade Deutschland, der Fairtrade Initiative Saarbrücken, der Kampagne „Faire Schulklasse – Klasse des Fairen Handels“, der Kinowerkstatt Sankt Ingbert e.V., der Mittelstadt Sankt Ingbert und dem Weltladen St. Ingbert.

Der Dokumentarfilmer Brian Olson fand in Honduras faszinierende Menschen und verliebte sich in ihre Vision eines friedlichen Honduras: In ihrem mitreißenden Dokumentarfilm vermitteln Rolando Lopez und Brian Olson den Kampf einer Gruppe honduranischer Kleinbauern um eine neue Gesellschaft. Denn Honduras zählt zu den unsichersten Ländern der Welt: Armut, hohe Arbeitslosigkeit, terrorisierende Jugendbanden, sehr geringe Schulabschlussrate, Morde, Überfälle, Vergewaltigungen, Einbrüche, Entführungen, Drogengewalt und Korruption sind negative Standards. Die beiden legalen Exportschlager sind Kaffee und Bananen.
Gegenwärtig führt eine kleine Gruppe um Rodolfo Peñalba eine friedliche Revolution ohne Waffen nach der Philosophie “The Human Farm” von Alias Sanchez. Sanchez hob die Bedeutung der Analyse und Reflektion hervor, ganz besonders im Vergleich zu übungsbasierten Praktiken, die sich auf Auswendiglernen und Wiederholungen stützen. Die friedlichen Revolutionäre betreiben ökologische Landwirtschaft und gestalten eine authentische, gleichzeitig stimulierende Umgebung für Kinder. Sie bringen dieses Programm von isolierten Bergdörfern in die am meisten verarmten und gefährlichsten Viertel des ganzen Landes. Dabei arbeiten sie schnell, um eine Generation heranwachsen zu lassen, die die Probleme unserer Welt – Verschmutzung, Korruption und Gewalt – lösen kann, bevor es zu spät ist.
Rolando Lopez und Brian Olson sind Unterstützer der ganzheitlichen und ökologischen Bewegung um Rodolfo Peñalba und sind Anfang September bis Anfang Oktober auf Tour in Deutschland Rodolfo ist Geschäftsführer der Fairtrade-zertifizierten Kooperative COMSA-CAFÉ. Die Erlöse über die Eintrittspreise der Kino-Tour und des Kooperationspartners BunnyMission.org unterstützen die Bildung der Kinder von „La Finca Humana“.

Schulen, Vereine, Weltläden, Verbände und Kinos können den Filmemacher und den Produzenten buchen. So kann die ganzheitliche friedliche Revolution um den Geschäftsführer der bio- und Fairtrade-zertifizierten Kooperative – COMSA Honduras, hautnah miterlebt werden.

Im Internet: www.fairtradechallenge.org/de/fairtrade-kaffee/comsa-honduras/

 

Wer hat Angst vor Virginia Woolf

Zum Tode von Edward Albee

Die Kinowerkstatt zeigt zum Tode von Edward Albee am Samstag, den 24. Sptember, um 20 Uhr „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ (USA 1966) Regie: Mike Nichols, mit Liz Taylor, Richard Burton u. a.

Mit „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ wurde er berühmt. Nun ist der amerikanische Autor Edward Albee mit 88 Jahren gestorben. Die Stücke des wohl einflussreichsten Dramatikers seiner Generation hielten dem modernen Amerika den Spiegel vor. Dreimal wurde Albee mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.
„Die Menschen dazu bringen, mehr auf die Dinge zu achten, auf die sie achten sollten“, sagte Albee 2012 in einem Interview über seine Rolle als jemand, der ein Leben lang für das Theater lebte und schrieb.

Wie auch in anderen frühen Werken übt Albee in dem Stück gnadenlos Kritik am „American Way of Life“, an der Hohlheit gesellschaftlicher Konventionen und moralischer Fassade. Seine Protagonisten George und Martha, ironisch nach dem US-Vorzeigepräsidenten George Washington und seiner Frau benannt, liefern sich auf Kosten eines anderen Paares ein hasserfülltes und doch seltsam vertrautes Ehegefecht. Albee provozierte und kommentierte die Welt mit beißendem, hinterlistigem Humor.

1966 entstand die, mit dem Oscar ausgezeichnete, Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Edward Albee, gleichzeitig das Regiedebüt des US-amerikanischen Regisseurs Mike Nichols („Die Reifeprüfung“). Albee selbst schrieb bis auf zwei Sätze das Drehbuch zum Film.

In den Hauptrollen Liz Taylor und Richard Burton, die bei der Verfilmung auf Erfahrungen aus ihrer eigenen turbulenten Beziehung zurückgreifen konnten.

 

Der Name der Leute

César für Sara Forestier

Weiterhin läuft am Sonntag, 25. September und am Montag, den 26. September, jeweils um 20 Uhr die turbulente französische Komödie „Der Namen der Leute“ (Frankreich 2010) Regie: Michel Leclerc, mit Sara Forestier, Jacques Gamblin, 2010 mit dem César ausgezeichnet.

Diese Bahia Benmahmoud (Sara Forestier), gerechtigkeitsfanatische Tochter einer kämpferischen Französin und eines liebenswerten Algeriers, ist wohl einer der bemerkenswertesten Charaktere, die das Kino in letzter Zeit hervorgebracht hat. Sie handelt immer erst, bevor sie zu lange nachdenkt. Sie kann aufbrausend sein und hysterisch, naiv, nervtötend und egoman, doch man muss sie einfach lieben. Denn sie ist auch gutmütig, immer optimistisch und voller Energie, und sie sucht immer nur das, was sie für sich irgendwann als das Gute entdeckt hat, und tut eben alles, um den Rest der Welt auch davon zu überzeugen.

DER SPIEGEL: „Irgendwo tief drin in diesem Film versteckt sich eine Weltverbesserungsbotschaft, aber so elegant in absurden Witz, Charme und Anarchie gewickelt, dass sie einem nicht auf die Nerven geht. Dazu leisten auch die beiden phantastischen Hauptdarsteller ihren Beitrag und nicht zuletzt ein spektakulär irrwitziger Gastauftritt von Lionel Jospin höchstpersönlich. Der Wahnsinn hat in diesem Film ein Zuhause, und nicht nur das macht ihn so wahnsinnig gut.“

 

PM: W. Kraus

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