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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

„Mali Blues“ (Fr., 28. Okt. 18 Uhr; Mo., 31. Okt. 18+20 Uhr); „Warschau 44 – Neuverfilmung“ (Fr., 28. Okt. 20 Uhr); „Warschau 1944 – der Kanal“ Andrzej Wajda, 1957 (So., 30. Okt. 18+20 Uhr).

 

Mali Blues

„Mali Blues“ (2016) von Lutz Gregor (Regie), Musik: Master Soumy, Ahmed Ag Kaedi, Bassékou Kouyaté, Fatoumata Diawara, läuft weiter am Freitag, den 28. Oktober, um 18 Uhr und am Montag, den 31. Oktober um 18 und 20 Uhr!
Traditionelle Musik hält schon seit Jahrhunderten die Gesellschaft Malis zusammen. Doch Malis Musik ist in Gefahr: Radikale Islamisten führen im Norden des Landes die Scharia ein, verbieten Tanz und weltliche Musik, zerstören Instrumente und bedrohen die Musiker. Viele Musiker fürchten um ihr Leben und fliehen aus der Region um Timbuktu und Kidal. Doch der Islamistische Terror hat sich mittlerweile auch auf andere Teile Malis ausgeweitet. Die UNO-Kriegseinsätze werden weiter verstärkt, auch die deutsche Bundeswehr ist seit drei Jahren im Einsatz. Der Kinofilm MALI BLUES erzählt die Geschichten von vier Musikern, die Hass, Misstrauen und Gewalt in ihrem Land und eine radikale Auslegung des Islam nicht akzeptieren wollen. Weder in Mali, noch an einem anderen Ort auf der Welt.

 

Warschau 44 – Liebe, Leidenschaft, Apokalypse

Neuverfilmung

Teuerster polnischer Film wurde lange erwartet!

Wohl kein anderer Film wurde in diesem Jahr mit solch einer Spannung erwartet wie „Miasto 44“ (dt. Die Stadt 1944). Nach einer Vorbereitungszeit von acht Jahren und Produktionskosten in Höhe von fast 25 Millionen Zloty (ca. 6 Millionen Euro), handelt es sich um eine der aufwändigsten und teuersten Produktionen der polnischen Filmgeschichte. Überraschend war, dass der damals erst 23-jährige polnische Regisseur Jan Komasa mit dem Projekt betraut wurde. Der Regisseur tritt damit vielleicht die Nachfolge des Altmeisters Andrzej Wajda an. Bisher galt dessen bereits 1957 uraufgeführter Film „Kanał“ (dt. Der Kanal) als wichtigster filmischer Beitrag zum Thema Warschauer Aufstand – das könnte sich jetzt ändern.

Der Film von Jan Komasa (23) thematisiert den Warschauer Aufstand im Jahr 1944 während der Deutschen Besetzung Polens: Sie zogen für die Freiheit in den Untergang. „Warschau ‘44“ zeigt den Warschauer Aufstand als Geschichte einer Gruppe von Freunden: die wuchtige Inszenierung eines nationalen Traumas: 200.000 Tote forderte der Warschauer Aufstand unter den Bewohnern. Die 63 Tage andauernde Erhebung der Polnischen Heimatarmee gegen die deutsche Besatzung, die außerhalb Polens immer noch häufig mit dem Warschauer Getto-Aufstand verwechselt wird, endete vernichtend und zählt zu den schwersten Traumata der polnischen Geschichte, zu sehen am Freitag, den 28. Oktober, um 20 Uhr.

Ein Zuschauer: „Den Film habe ich schon in Polen gesehen und es hat mich umgehauen, vielleicht, weil es kein klassisches Kriegsdrama ist. Hier spielt die Stadt und deren Bewohner die Hauptrolle und obwohl alles Dargestellte den Fakten entspricht, hat der junge Regisseur die Realität kreativ gestalltet. Dadurch wirkt der Film spektakulär, naturalistisch, apokalyptisch und gleichzeitig lyrisch. Manche Szenen (auch in Dupstep-Rhythmus) kriegt man nicht mehr aus dem Kopf weg. Es ist aber auch ein Film für junge Menschen und ich denke viele würden ihn noch gerne sehen.“ Hier ist er !

 

Warschau 1944 – Der Kanal

„Der Kanal“ (1957) mit Izewska, Teresa; Janczar, Tadeusz; Karewicz, Emil u. a.; Regie: Andrzej Wajda.

Der polnische Regisseur Andrzej Wajda ist letzte Woche im Alter von 90 Jahren gestorben. Bereits seine ersten Filme – „Eine Generation“ (1955), „Der Kanal“ (1957) und „Asche und Diamant“ (1958) – gelten bis heute als Meisterwerke und Klassiker der polnischen Filmschule.

Ohne seine Filme hätte es 1980 die Freiheitsbewegung Solidarność nicht gegeben.

Er habe eine Gruppe von Menschen, Menschen, die nur leben wollen und das Leben lieben, in einer ausweglosen Situation zeigen wollen, sagte der erst 26jährige polnische Regisseur Andrzej Wajda von seinem ersten Film „Der Kanal“ (zugleich der erste polnische Film in Deutschland nach dem Kriege), am Sonntag, den 30. Oktober, um 18 und 20 Uhr zu sehen,

Wajdas Spielfilm „Der Kanal“ spielt im September 1944 in Warschau. Er beschreibt die letzten Tage des Warschauer Aufstandes. Der Kompanieführer Zadra will seine letzten Überlebenden heil aus dem höllischen Kampf mit den deutschen Besatzern führen. Nur wenige sind richtige Soldaten. In der Kompanie kämpfen zwei Mädchen ebenso wie ein kleiner Junge. Die Situation wird immer aussichtsloser, als die Deutschen erneut angreifen. Zadra erhält den Befehl, sich mit seinen Leuten ins Stadtzentrum zurückzuziehen. Der einzige Weg dorthin führt durch das Warschauer Kanalsystem…
PM: W. Kraus

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