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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

„Wir sind die Flut“ (Fr. 9. Dez. 20 Uhr); „Egon Schiele: Tod und Mädchen“ (So. 11. Dez. 20 Uhr; Mo. 12. Dez. 18 Uhr); „Stranger than paradise“ (Sa. 10. Dez. 20 Uhr); „Die Teuflischen“ (So 11. Dez. 11 Uhr); „Karla und Katrine“ (So 11. Dez. 16 Uhr).

 

Wir sind die Flut

Vor 15 Jahren ist vor der Küste von Windholm das Meer verschwunden, an einem Morgen, einfach so. Davon handelt der bildstarke Film „Wir sind die Flut“ (Deutschland 2016), Regie: Sebastian Hilger, Drehbuch: Nadine Gottmann, Darsteller: Max Mauff, Lana Cooper, Gro Swantje Kohlhof, Max Herbrechter, Hildegard Schroedter, Roland Koch (84 Minuten) – Diplomfilm von insgesamt sieben Filmstudenten. Er feierte in der diesjährigen Berlinale-Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ Premiere und kommt jetzt ins große Kino! Die Saarlandpremiere war letzte Woche in der Kinowerkstatt St. Ingbert! Am Freitag, den 9. Dezember, um 20 Uhr ist er noch einmal zu sehen.

An einem Abend im Jahr 1994 verschwindet das Meer an der Küste von Windholm im Rahmen der Gezeiten und kommt nie wieder. Der Fall wird noch befremdlicher, als die Dorfbewohner bemerken, dass ebenfalls alle Kinder verschwunden sind. Nach langer Suche werden diese für tot erklärt und die Gemeinde trauert um eine verlorene Jugend.

„Wir sind die Flut“ wurde als erste Ko-Produktion eines Spielfilmes zwischen zwei deutschen Filmhochschulen gedreht. Beteiligt waren die Filmakademie Baden-Württemberg und die Filmuniversität Babelsberg.

„Wir sind die Flut“ gewann vor zwei Wochen den Publikumspreis beim Filmfestival Torino in Italien!

 

Egon Schiele: Tod und Mädchen

Malerporträt Egon Schiele

Die Kinowerkstatt zeigt am Sonntag, den 11. Dezember, um 20 Uhr und am Montag, den 12. Dezember, um 18 Uhr „Egon Schiele: Tod und Mädchen“ (Österreich, Luxemburg 2016) Regie: Dieter Berner, Drehbuch: Dieter Berner, Dieter Berner, nach dem Roman „Tod und Mädchen: Egon Schiele und die Frauen“ von Dieter Berner.

Dieter Berners Filmbiografie zu Egon Schiele zeigt den genialen Maler als Mann, der die Frauen liebte. Und die sind schön und gerne nackt.

Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der junge Egon Schiele ist mit seinen originellen, erotisch aufgeladenen Werken einer der meist diskutierten Künstler seiner Zeit. Leidenschaftlich lebt er für seine Kunst, die inspiriert wird von schönen Frauen und dem Geist einer zu Ende gehenden Ära. Seine jüngere Schwester Gerti ist seine erste Muse, doch schon bald stehen zu ihrem Missfallen immer neue Mädchen für Egon Modell. Als ihm von seinem Künstlerfreund Gustav Klimt die rothaarige Wally vorgestellt wird, verbindet die beiden bald schon mehr als die Liebe zur Kunst. Eine ebenso stürmische wie wahrhaftige Beziehung beginnt, die sich fortan durch Schieles Schaffen ziehen wird und durch sein Gemälde „Tod und Mädchen“ unsterblich geworden ist.

 

Stranger than paradise

Jim Jarmusch – Klassiker

Bevor die Kinowerkstatt ab der nächsten Woche den neuesten Film von Jim Jarmusch zeigt, geht es zurück zu den Anfängen dieses grossartigen Filmemachers: Zu sehen ist sein zweiter Film „Stranger than paradise“ (USA / BR Deutschland 1984), Musik: John Lurie.

Drei Personen stehen im Mittelpunkt von „Stranger than paradise“: Eva, Willie und Eddie. Eva (Eszter Balint) ist die ungarische Cousine von Willie (John Lurie), die eigentlich nur kurze Zwischenstation bei ihm in New York machen wollte, um dann gleich nach Cleveland weiter zu reisen. Doch es kommt anders, und so muss sie zehn Tage lang in seiner kleinen, wenig gemütlichen Wohnung ausharren. Kommen die beiden anfänglich kaum miteinander aus, so fällt der Abschied schließlich doch überraschend schwer. Und als Eva fort ist, sitzen Willie und sein Freund Eddie (Richard Edson), der Eva ebenfalls kennengelernt und gewisse Sympathien für sie entwickelt hat, stumm in Willies Wonung und trinken lustlos ihr Bier.
Auch wenn das gar nicht ihre Absicht gewesen sein mag, sie hat das Leben der beiden Männer verändert, und nach ihrem Fortgang nach Cleveland wissen Willie und Eddie nicht so recht, was sie nun mit sich anfangen sollen – ohne Eva ist ihr Leben leerer geworden.

„I put a spell on you“ (gesungen von Screamin Jay Hawkins) – ich habe dich verzaubert, habe dir einen Zauber auferlegt – beide Männer, Eddie wie auch Willie, können sich über kurz oder lang Evas Zauber nicht entziehen. Ein ganzes Jahr vergeht, bis Willie die Idee hat, Eva zu besuchen. Ihr ‚Zauber‘ muß also eine sehr dauerhafte Wirkung haben, wenn er sogar ein Jahr später noch an sie denkt.

„In all seinen Filmen thematisiert Jarmusch in irgendeiner Art und Weise das Fremd-Sein. Er tut dies, indem er immer mindestens eine Sichtweise einfügt, die nicht amerikanisch ist, sondern aus einem anderen Kulturkreis stammt. Das heißt, eine seiner Figuren ist, zumindest auf den ersten Blick, immer ein Außenseiter, jemand, der nicht so recht in die Umgebung zu passen scheint, in der die jeweilige Geschichte spielt. In „Stranger than Paradise“ ist es Eva, die fremd ist. Sie kommt aus Ungarn nach Amerika, und es scheint klar zu sein, daß es der „Amerikanische Traum“ ist, wegen dem Eva ihre Heimat verlassen hat und in ein fremdes Land gekommen ist.“ (Petra H. Knobel, filmzentrale.de)

 

Die Teuflischen 

Sonntagsmatinée im französischen Original

Am Sonntag, den 11. Dezember, um 11 Uhr zeigt die Kinowerkstatt in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Zweisprachigkeit – Association pour la promotion du bilinguisme e. V. für alle Liebhaber des französischen Films Henri-Georges Clouzots Klassiker „Die Teuflischen (1955) in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Mit sadistischer Bosheit quält der geizige Privatschullehrer Michel Delassalle (Paul Meurisse) seine herzkranke Frau Christina (Véra Clouzot) und seine Geliebte Nicole (Signoret). Schließlich tun sich die beiden Frauen zusammen, um das Ekel zu beseitigen: Sie wollen Michel in eine tödliche Falle locken… Nach dem Buch der Krimiautoren Boileau/Narcejac („Vertigo“) inszenierte Regiestar Clouzot („Lohn der Angst“) diesen für seine Boshaftigkeit und Amoral berühmten Film.

 

Karla und Katrine

Kinder- und Familienkino am Sonntag!

Im Kinder- und Familienkino läuft am Sonntag, den 11. Dezember, um 16 Uhr der Spielfilm „Karla und Katrine“ (Dänemark, 2009, Originaltitel: Karla og Katrine), Regie: Charlotte Sachs Bostrup, Drehbuch: Ina Bruhn, nach einem Roman von Renée Toft Simonsen mit Elena Arndt-Jensen, Nanna Finding Koppel, Joshua Marc Berman, Ellen Hillingsø, Nicolaj Kopernikus, Therese Glahn, Nikolaj Støvring Hansen, Allan Olsen u. a. (BJF-Empfehlung: ab 10 Jahren, FSK: ab 6).
Karla und Katrine waren früher beste Freundinnen. Doch irgendwie hat sich so vieles verändert. Katrine hat nur noch Augen für Jungs. Ihre liebste Freizeitbeschäftigung besteht im Schreiben von schwärmerischen SMS. Karla wünscht sich, dass alles wieder in Ordnung kommt. Ihre Eltern haben erlaubt, Katrine für den geplanten Sommerurlaub einzuladen. Alles soll so sein wie früher: das Sommerhaus, die Freundinnen, Baden im See. Am Tag der Abfahrt wartet Karla ungeduldig auf Katrine. Doch sie scheint nicht zu kommen. Als die Familie bereits abfahren will, taucht sie endlich auf…

 

PM: W. Kraus

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