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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

„Florence Foster Jenkins“ (Fr. 6. Jan. 18 Uhr; So. 8. Jan. 18 Uhr); „Peter Handke – Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte.“ (Fr. 6. Jan. 20 Uhr; Sa. 7. Jan. 20 Uhr; So. 8. Jan. 20 Uhr; Mo. 9. Jan. 20 Uhr); „Nur die Sonne war Zeuge/Plein soleil“ (So. 8. Jan. 11 Uhr); „Ein Mann namens Ove“ (Mo. 9. Jan., 18 Uhr).

 

Florence Foster Jenkins

Leidenschaft für die Musik

Sie war voller Leidenschaft für die Musik und das hielt sie am Leben. Stephen Frears setzt der reichen amerikanischen Kunstmäzenin Florence Foster Jenkins (1868–1944), die Weltruhm erlangte durch den Ruf, die schlechteste Sängerin aller Zeiten zu sein, ein filmisches Denkmal.
Die Kinowerkstatt zeigt Meryl Streep als „Florence Foster Jenkins“ (Großbritannien, Frankreich 2016), Regie: Stephen Frears, Drehbuch: Nicholas Martin, Darsteller: Meryl Streep, Hugh Grant, Simon Helberg, Rebecca Ferguson, Nina Arianda, Stanley Townsend, Allan Corduner am Freitag, den 6. Januar, und am Sonntag, den 8. Januar, jeweils um 18 Uhr.

Sie sang fürchterlich und begeisterte doch die Massen: Immer wieder ging sie auf die Bühne, um in Arien unverdrossen an den Noten vorbeizusingen, war selbst aber in ihrer illusorischen Selbstwahrnehmung felsenfest überzeugt davon, eine große Sängerin zu sein. Geschützt wird sie von ihrem Ehemann St. Clair Bayfield (starker Auftritt: Hugh Grant), mit dem Foster Jenkins bereits seit Jahrzehnten liiert ist. Denn wo Foster Jenkins auf der Bühne ganz ehrlich ihr vermeintlich Bestes gibt, da amüsiert sich im Parkett eine korrupte Gesellschaft hinter vorgehaltener Hand, an die zuvor der Lebensgefährte der Sängerin ein Schweigegeld zahlte: Er schirmt sie ab und sorgt dafür, dass niemand die Welt durchbricht, in der Foster Jenkins glücklich ist.
Wie überhaupt dieser so wunderbar bunte wie komische Film uns der Titelfigur in ihren letzten Tagen wirklich nahezubringen versteht und dabei gleichzeitig Fragen der Moral aufwirft: Aus anfänglicher Belustigung heraus entsteht tiefe Empathie – so erging es wohl Jenkins‘ Zeitgenossen, und so ergeht es einem auch beim Sehen des Films.

 

Über Peter Handke

Bei den 50. Internationalen Filmtagen in Hof ist eine kleine Sensation zu sehen: der Filmemacherin Corinna Belz ist es gelungen, den Schriftsteller Peter Handke für eine Doku vor ihre Kamera zu bekommen. Mit „Peter Handke – Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte“ ermöglicht die Regisseurin und Autorin Corinna Belz nach ihrem preisgekrönten Kinofilm über den Maler Gerhard Richter („Gerhard Richter Painting“) überraschende Einblicke in das Denken, die Arbeit und das Leben des Schriftstellers Peter Handke, den sie in seinem Haus in Chaville, am Stadtrand von Paris, besuchte.

Zu sehen ist jetzt in der Kinowerkstatt am Freitag, den 6. Januar, am Samstag, den 7. Januar, am Sonntag, den 8. Januar und am Montag, den 9. Januar, jeweils um 20 Uhr: „Peter Handke – Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte“ (Deutschland 2016 – 89 Min. Regie: Corinna Belz – Drehbuch: Corinna Belz – Kamera: Piotr Rosolowski, Axel Schneppat, Nina Wesemann – Schnitt: Stephan Krumbiegel – Darsteller: Peter Handke, Amina Handke, Léocadie Handke, Sophie Semin, Curt Bois, Nastassja Kinski u.a.

Peter Handke ist einer der bekanntesten, zeitgenössischen Schriftsteller Österreichs und zweifelsohne ein Rätsel. Der 1942 in Kärnten geborene Handke avancierte dank Werken wie „Publikumsbeschimpfung“ oder „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ zum Popstar der schreibenden Zunft, doch kaum hatte er sich in den Bestsellerlisten positioniert, verschwand er auch schon wieder fluchtartig aus dem Rampenlicht. Stattdessen ging er auf Reisen und seine Leser nahm er gleich mit in seine ganz eigene Sprache und zur Hinterfragung der Wirklichkeit. In seinen Arbeiten widmet er sich der Frage: „Was ist jetzt?“ und mehr noch, wie man denn eigentlich sein Leben leben soll. Genau dieser Frage will Regisseurin Corinna Belz in ihrem Dokumentarfilm „Peter Handke – Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte“ auch nachgehen und hat ein kluges wie einfühlsames und im besten Sinn begeisterndes Künstlerporträt geschaffen.
„In vielen guten Momenten ist der Film wie eine Handke-Lektüre in filmischer Form. “ (Georg Seeßlen)

 

Plein Soleil / Nur die Sonne war Zeuge

Krimi in der Sonntagsmatinée um 11

Im Rahmen des „Jour fixe du film francophone“, jeden 2. Sonntag im Monat läuft am
Sonntag, den 8. Januar 2017, um 11.00 Uhr „Plein Soleil / Nur die Sonne war Zeuge“ von René Clément, Frankreich – Italien 1960, mit Alain Delon, Marie Laforêt und Maurice Ronet – ein weiterer Klassiker des französischen Kinos im Original mit deutschen Untertiteln.

Der amerikanische Millionärssohn Philippe Greenleaf verbringt sein Leben zusammen mit seiner Freundin Marge in Italien. Im Schlepptau hat er seinen Landsmann Tom Ripley, den Philipps Vater gegen ein Erfolgshonorar von 5.000 Dollar beauftragt hat, Philippe zur Rückkehr nach San Francisco zu bewegen. Philippe, der Marge und Ripley zum Spielball seiner Launen macht, denkt jedoch nicht an Rückkehr. Ripley hat Gefallen an Philipps Lebensstil gefunden: wenn es ihm gelänge, sich selbst an die Stelle Philipps zu setzen, sozusagen dessen Identität anzunehmen, könnte er doch auf Dauer die üppigen Zuwendungen einstreichen, die der besorgte Vater seinem verwöhnten Sprößling pünktlich jeden Monat zukommen lässt… Aber hat er auch die dazu nötige Portion kaltes Blut?

 

Ein Mann namens Ove

Europäischer Filmpreis für „Ein Mann namens Ove“

Im Mittelpunkt der schwedischen schwarzen Komödie steht ein alter Grantler, kauziger Nachbar und alter Griesgram, der mit seiner übertriebenen Ordnungsliebe allen auf die Nerven geht: „Ein Mann namens Ove“ (Schweden 2016) Regie: Hannes Holm, mit Rolf Lassgård, Bahar Pars, Ida Engvoll ist zu sehen, am Montag, den 9. Januar, um 18 Uhr!

Ove (Rolf Lassgård) kontrolliert gerne. Jeden Tag prüft er, ob alle Garagentore abgeschlossen sind. Er schreibt Falschparker auf und brüllt die Frau an, die ihren Hund auf den Gehweg pinkeln lässt. Am schlimmsten trifft es diejenigen, die es wagen, mit dem Auto durch die Wohnsiedlung zu fahren. Auch das ist verboten. Die Welt ist sein Feind, und eigentlich hat Ove genug von ihr: Gerade hat er sich die Schlinge um den Hals gelegt, um seiner kürzlich verstorbenen Frau ins Jenseits zu folgen, da rammen die neuen Nachbarn mit ihrem Umzugsanhänger seinen Briefkasten. Nicht einmal umbringen kann der Mann sich in Ruhe! Doch die neue persische Nachbarin Parvaneh lässt nicht locker und bindet den garstigen Alten immer mehr in ihr Leben ein. So lassen die in Rückblenden zu erlebenden Reisen in die Vergangenheit das große Herz hinter der Fassade der Verbitterung erkennen…

In Schweden lief die schwarze Komödie „Ein Mann namens Ove“ erfolgreicher in den Kinos als „Star Wars“ – gerade wurde er mit dem europäischen Filmpreis als beste Komödie ausgezeichnet.

 

PM: Kinowerkstatt St. Ingbert

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1865–2017